Die Aufgaben noch ein wenig ausführlicher:

Das Schulgesetz sieht zwei Elternversammlungen im Schuljahr vor - in der Praxis werden für eine gute Elternarbeit jedoch mehr Sitzungen (etwa 4) notwendig sein.
Über z. B. einen Elternstammtisch oder einen Emailverteiler etc. stehen die Elternvertreter mit der Klassenelternschaft im Kontakt und entscheiden, welche Themen auf den Sitzungen besprochen werden sollen. Ebenso halten sie einen konstruktiven Kontakt zur Klassenleitung.

Sinnvoll ist es die Elternabende vor der Schulelternratssitzung zu platzieren, um die Interessen der Klasse im SER gut vertreten zu können.

Der Elternvertreter schlägt in Abstimmung mit seinem/seiner StellvertreterIn die Tagesordnung vor und leitet die Versammlung (nicht der/die KlassenlehrerIn!).

Der/die KlassenlehrerIn wird zum Elternabend eingeladen, dass heisst, er ist nicht automatisch an einem Elternabend dabei. Es ist jedoch sinnvoll ihn/sie zu bestimmten Klassenfragen / Infos, etc. zu hören. Sollte es aber Punkte geben, die die Elternschaft unter sich besprechen möchte, kann der/die KlassenlehrerIn auch nur zu seinem TOP (z. B. aktuelle Klassensituation) anwesend sein.

Die Klassenelternschaft kann sich auf ihrer Versammlung mit allen schulischen Fragen und Problemen beschäftigen. Der/die KlassenlehrerIn ist, ebenso wie alle anderen LehrerInnen verpflichtet, Inhalt, Planung und Gestaltung des Unterrichts mit der Klassenelternschaft zu besprechen.

Die Klassenelternschaft hat ein Anhörungsrecht. Sie ist vor grundsätzlichen Entscheidungen zu hören. Vor allem bei Entscheidungen über die Organisation und die Leistungsbewertung muss die Schulleitung oder Klassenleitung die Klassenelternschaft oder deren/dessen VorsitzendeN vorher und rechtzeitig informieren.

Basis der Elternarbeit in den Klassen:
Nur eine umfangreiche und offene Informationspolitik kann sicherstellen, dass möglichst alle Eltern einer Klasse über einen ausreichenden Informationsstand verfügen. Dazu dienen z. B.:

  • Adressliste aller Kinder und Eltern einer Klasse (zwecks Übersichtlichkeit und erleichterter Kontaktaufnahme) nach Absprache in der Elternversammlung
  • vollständige Mailliste, um in der Elternschaft leicht miteinander in Kommunikation bleiben zu können
  • Information über die Unterrichtsverteilung (Überblick über die Lehrkräfte der Klasse und über Unterrichtsverteilung, eventuell Sprechzeiten oder Erreichbarkeit der Lehrer)
  • Rundschreiben an alle Eltern etwa 2x im Jahr betreffend die wichtigsten Entwicklungen in der Klasse, LehrerInnenwechsel, neue Schüler, Berichte über Ausschüsse, Planung von Klassenaktivitäten.


Die schönen Seiten der Elternarbeit:

  • Tiefere Einblicke in einen wichtigen Lebensbereich des Kindes - immerhin füllen Unterricht und Hausaufgaben mehr als die Hälfte eines normalen Tages aus
  • Interessante menschliche Kontakte zu Miteltern und Lehrern
  • Freude Schule aktiv mitgestalten zu können
  • uvm...


Organisation und Durchführung von Elternabenden
Bei der Planung eines Elternabends sollten diese drei Gesichtspunkte berücksichtigt werden:

  • Kontakt zwischen unterrichtenden LehrerInnen und Eltern herstellen
  • Kennenlernen der Eltern untereinander
  • Orientierung über Unterrichtsmethoden und Unterrichtsinhalte in den einzelnen Fächern.

Sinnvoll ist es jedoch, jeweils nur einen Themenschwerpunkt pro Elternabend zu wählen, damit immer ein „roter Faden“ erkennbar ist.

Einladung zum Elternabend
Nur bei Neuwahlen der Elternvertretung (alle 2 Jahre) liegen Einladung und Durchführung des Elternabends in den Händen der Schule. In allen anderen Fällen dürfen die gewählten ElternvertreterInnen über Art und Weise der Elternabende – in Kooperation mit den Klassenlehrern – entscheiden.

Einladungsfrist: mindestens eine Woche vorher.

Vorschläge für Gestaltung und Inhalte der Einladung:

  • Ansprechenden Kopfbogen für die Klasse verwenden, Teile der Einladung einrücken, mit anderen Schriften schreiben oder sonst hervorheben…
  • Datum, Zeit und Ort (nächste Termine möglichst schon am aktuellen Elternabend besprechen). Ort muss nicht immer die Schule sein.
  • Absender (Briefkopf und Unterschrift) und Empfänger
  • Tagesordnung: Sie zeigt mit wenigen Worten, was beim Elternabend besprochen werden soll. Kurze Themen sollten an den Anfang, wichtigere Themen danach eingeplant, der TOP „Verschiedenes“ an den Schluss gesetzt werden. Hier sollten die Eltern vorab darauf hingewiesen werden, dass sie persönliche Fragen oder Probleme loswerden können und Themenvorschläge machen können. Wichtig ist die vorherige Absprache der Themen mit den Klassenlehrern, Eltern und Schülern.
    • Beispiele für  mögliche Themen:
      • Lerninhalte und Lernziele für das nächste Halbjahr
      • Bericht und Informationen über Konferenzen, Termine, Sitzungen…
      • Vorstellung der für die Klasse neuen Lehrer/innen
      • Zeugniserteilung und Art der Leistungsbewertung
      • Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Eltern
      • Klassenfahrten und –feiern.
      • Möglich ist auch, einen Fachlehrer zu bitten, mit den Eltern eine Unterrichtsstunde durchzuführen, um die Unterrichtsinhalte und Methodik zu verdeutlichen.
  • Wichtiger organisatorischer Hinweis: Die angefertigte Einladung kann dem Klassenlehrer oder dem Sekretariat zwecks Vervielfältigung und Verteilung an die Schüler gegeben werden.


Tipps zur Durchführung des Elternabends:

  • Günstige Sitzordnung zum besseren Kennenlernen und positiven Ablauf des Abends wählen und vorbereiten (Jeder sollte die anderen gut sehen und hören können.)
  • Namensschilder zum Zuordnen der Eltern zu den Kindern, evtl. Vorstellungsrunde und/oder Kennenlernspiel.
  • Teilnahmeliste mit Datum, Klassenangabe, Name des Kindes und der  Eltern bei jedem Elternabend. Auf diese Weise sieht man, welche Eltern nur selten oder nie kommen und vielleicht eine besondere Ermutigung durch persönliche Anrufe oder Telefonkette brauchen könnten.
  • Teilnahme der Schüler oder zumindest der Klassensprecher beim Elternabend ist möglich und etwa ab der 7. Klasse zu empfehlen. Dies kann insbesondere in den Fällen ratsam sein, in denen eine eigene Meinung oder Position unter den Schülern existiert, die für bestimmte Entscheidungen zu berücksichtigen ist.


Protokoll
Es empfiehlt sich, ein kurzes Ergebnisprotokoll zu schreiben. Einerseits werden auf diese Weise Beschlüsse schriftlich fixiert und können später abgefragt werden. Andererseits werden so die abwesenden Eltern schnell informiert. Das Protokoll kann von einem beliebigen Elternteil verfasst werden und wird an alle Eltern und ggf. an Lehrer und Schüler verteilt. Dies ist auch per Email möglich.

Inhalt des Protokolls:

  • Art der Versammlung
  • Datum und Uhrzeit
  • Ort der Zusammenkunft (wenn nicht in der Schule)
  • Tagesordnung mit kurzem Bericht über die einzelnen Punkte
  • Anträge und Beschlüsse mit Abstimmungsergebnissen


Klassenkonferenzen / Zeugniskonferenzen
Die Klassenelternschaft wählt in der KGS Pattensen 3 Elternvertreter in die Klassenkonferenz. Sinnvollerweise sollte einer davon der gewählte Vorsitzende oder der Stellvertreter sein.

Aufgaben: Entscheidungen im Rahmen der Beschlüsse der Gesamtkonferenz über Angelegenheiten, die ausschließlich die Klasse oder einzelne Schüler betreffen, wie z. B.:

  • das Zusammenwirken der Fachlehrkräfte
  • die Koordinierung der Hausaufgaben
  • die Beurteilung des Gesamtverhaltens der Schüler
  • Fragen der Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten sowie über
  • Zeugnisse, Versetzungen, Abschlüsse und Übergänge.

Der Klassenlehrer hat den Vorsitz.