Pressespiegel

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir an dieser Stelle alle Zeitungsartikel des Lokalteils der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für Pattensen (Leine-Nachrichten) sowie ausgewählte Texte der Online-Medien LeineBlitz und leine.on über die Ernst-Schule im laufenden Schuljahr. Die Artikel der letzten Jahre sind im Archiv zu finden.

Anschauungsunterricht von weit gereisten Gästen | Leine Nachrichten vom 30.11.17

Veröffentlicht admin (admin) am 29.11.2017
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Interessante Gäste konnten die Neunt- und Zehntklässler der Profilkurse „Global Goals“ und „Save the Planet“ an der Ernst-Reuter-Schule (KGS) am Mittwoch begrüßen: Im Laufe des Vormittages erzählten Joseph Kenson Sakala aus Malawi und Peter Frederik Olsen aus Grönland den Schülern von den Folgen der globalen Erwärmung für ihre beiden Heimatländer. Die beiden sind als Klimabotschafter für ein Jahr über die hannoversche Organisation Janun – einem Verein zur Jugend- und Umweltbildung – an Schulen in der Region Hannover unterwegs, um über die Klimaveränderungen in ihrer Heimat aus erster Hand zu berichten. 

Gletscher ziehen sich zurück

So beschrieb der in seiner Heimat als Tourguide aktive Olsen, dass sich im Zeitraum von 2001 bis 2010 das Inlandeis seines Heimatgletschers um 15 Kilometer zurückgezogen habe. Das sei so viel, wie zuvor im gesamten gemessenen Zeitraum von 1902 bis 2001. Die Folgen seien drastisch: Dürre führe zu Buschbränden der karger werdenden Vegetation, die den Rentieren immer weniger Nahrung biete.

Auch die Eisbären müssten wegen mangelnder Eispassagen immer längere Strecken zur Futtersuche und Fortpflanzung schwimmen, dadurch würden sie eigentlich anderweitig notwendige Fettreserven abbauen. Die steigenden Temperaturen hätten neben der Schnee- und Eisschmelze durch das Ende des Permafrostes auch kleinere Erdbeben, große Felsabbrüche an den Bergen und auch schon daraus resultierende Tsunamis zur Folge.

Regenzeit wird immer kürzer

Aus Malawi berichtete Kenson Skala, dort habe sich die Regenzeit in den vergangenen 50 Jahren von einst sieben auf nur noch vier Monate verkürzt. Es gäbe dadurch jetzt viele Dürren – oder auch extreme Überschwemmungen. Die jährliche Regenmenge beträgt inzwischen mehr als das Doppelte der in Deutschland gemessenen, ergänzte der Gast aus Afrika. „Gab es früher mal alle zehn bis 20 Jahre eine Dürre, so jetzt fast alle zwei Jahre“, sagte Kenson Sakala, der seinen Bericht wie der Grönländer Olsen durch Naturbilder aus der Heimat, Statistiken und Diagramme über klimatische Veränderungen ergänzte.

Begleitet wurden die beiden Klimabotschafter bei ihrem Besuch vom Dozenten Eckhard Steinmüller von Janun. Er vergegenwärtigte den Schülern, welchen Einfluss ihr eigenes Verhalten im Alltag auf den weltweiten Klimawandel habe – durch die Wahl des Verkehrsmittels, die Ernährung oder den Energieverbrauch. „In 100 Entwicklungsländern werden nur rund 3 Prozent der Treibhausgase erzeugt“, erklärte Steinmüller, der zum Abschluss mit den beiden Klimabotschaftern die Fragen der Schüler beantwortete und mit ihnen diskutierte, was man selbst gegen den Klimawandel tun kann.

Text/Bilder: Torsten Lippelt, Leine Nachrichten

Zuletzt geändert am: 29.11.2017 um 22:58

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