Archiv Schuljahr 2015/2016

Auch die Ministerin gratuliert | Leine-Nachrichten vom 20.06.16

Veröffentlicht am 20.06.2016
/Archiv 2015/2016 >>

Die Pattenser Ernst-Reuter-Schule hat am Sonnabend mit einer großen Feier ihre ersten Abiturienten verabschiedet. Dabei ließ es sich auch die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt nicht nehmen, den Jugendlichen alles Gute zu wünschen.

Dass die Entlassung der Abiturienten in Pattensen eine Premiere war, merkte man Andreas Lust-Rodehorst deutlich an. Der Leiter der Kooperativen Gesamtschule (KGS) musste seine Rede vor Hunderten Gästen in der Aula der Ernst-Reuter-Schule unterbrechen und um ein Glas Wasser bitten. „Ich halte zwar öfter Reden, aber diese ist etwas ganz Besonderes, da wir noch nie einen Abijahrgang hatten“, sagte er. Denn die Oberstufe an der KGS wurde erst 2014 eingerichtet. Dies sei nach reiflicher Überlegung darüber geschehen, ob sie auch zu Pattensen passe, sagte Bürgermeisterin Ramona Schumann. „Heute können wir jedoch eindeutig sagen: Ja, sie passt“, fügte Schumann an und wünschte den ersten Pattenser Abiturienten für ihre Zukunft viel Erfolg. „Nicht nur Sie können stolz auf sich sein – wir sind es auch.“

Insgesamt hatten 63 Schüler die Abi-Prüfung abgelegt. 60 von ihnen haben das Abitur bestanden, drei haben die Fachhochschulreife erlangt. „Der Notendurchschnitt liegt bei 2,6 – das entspricht dem Landesdurchschnitt“, erklärte Thomas Weis, Leiter des Gymnasialzweigs. Die Landesschulbehörde habe das Abitur begleitet.

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gehörte ebenfalls zu den Gästen. Sie sprach Lehrern und Eltern ihren Dank aus. Zwar gebe es in Niedersachsen rund 3000 Schulen, an denen das Abitur abgelegt werden könne. Aber bei der ersten Abi-Entlassung in Pattensen habe sie unbedingt dabei sein wollen. In ihrer Rede ermunterte sie die Abiturienten, sich im sozialen Bereich zu engagieren. „Bei aller Leistungsorientierung sollten Sie die menschliche Komponente nicht aus den Augen verlieren“, sagte Heiligenstadt. Die Gesellschaft brauche zwar Leistungsträger, aber auch Mitgefühl mit Schwächeren.

Unter viel Applaus erklärte die Ministerin, dass sie froh sei, dass in Niedersachsen wieder das Abitur nach 13 Jahren eingeführt werde. Letztmals wird im Schuljahr 2017/2018 bereits nach zwölf Jahren Abitur gemacht.

„Nicht alles, was wir gelernt haben, brauchen wir auch“, zog Abiturientin Daniela Rump Bilanz. „Aber wir haben gelernt, selbstbestimmt zu leben und andere Menschen zu respektieren.“ Und das sei für sie das Wichtigste.

Von Stephanie Zerm, Leine Nachrichten

Zuletzt geändert am: 19.06.2016 um 23:00

Zurück