Ein Jahr IServ an der ERS: Mehr Segen als Fluch? | Schülerredaktionsteam vom 13.03.17

Veröffentlicht am 13.03.2017
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Seit gut einem Jahr kommuniziert die Schulgemeinschaft der Ernst-Reuter-Schule Pattensen nun auch über die digitale Kommunikations-, Lehr- und Lernplattform „IServ“.

Viele sind begeistert und erfreuen sich an den vielseitigen Möglichkeiten des Systems: „Einfache Kommunikation, Gruppenbildung, erleichterter Austausch von Daten, Terminplan, Raumbuchungen an einem Ort“, fasst Mirjam Gerull, stellvertretende Schulleiterin zusammen.

Auch innerhalb der Schülerschaft kommt „IServ“ gut an: „IServ ist sehr übersichtlich und einfach zu verwenden“, meint Tim H. (9G)Merle K. (10R) findet, dass „Bekanntmachungen und Umfragen nicht mehr unnötig Zeit und Papier während des Unterrichts in Anspruch nehmen.“

In der Tat bietet „IServ“ kompakte und schnelle Möglichkeiten des digitalen Informationsaustauschs. Persönliche Dateien und Termine können von überall aus abgerufen und verwaltet werden. Jedes Mitglied der Schulgemeinschaft ist über eine vereinheitlichte E-Mail-Adresse erreichbar und man kann sich in Diskussionsforen und Chaträumen innerhalb von Gruppen, wie zum Beispiel dem Klassenverband austauschen.

Dennoch offenbarten sich bislang auch einige Schwierigkeiten im Umgang mit dem System. Man könnte nämlich sagen, dass sich oftmals sich zu sehr auf das System „IServ“ verlassen wird. Infos, Aufgaben und Materialien für den Unterricht, werden über „IServ“ verschickt.

Ob diese Informationen überhaupt ankommen und gelesen werden, steht allerdings auf einem anderen Blatt. So kam es hier und da schon mal vor, dass einige Schülerinnen und Schüler  einer Klasse die Mail des Fachlehrers mit den notwendigen ergänzenden Informationen zur Hausaufgabe einfach nicht gelesen haben.

Hier könnte man erwidern, dass sich das System erst noch richtig etablieren muss, damit diese Situationen nicht mehr auftreten. Allerdings ist auch zu bedenken, dass, wenn auf das System nicht  zugegriffen werden kann, man gar nicht mehr in der Lage ist, Informationen zu übermitteln, da man keine alternativen Mail-Adressen zur Verfügung hat. Bei diversen Systemausfällen, die meistens nur wenige Stunden, in Einzelfällen aber durchaus auch mal ein Wochenende dauerten, war das schon ein Problem.

Ein weiteres Problem eröffnet sich in den jüngeren Jahrgängen. Hier scheint „IServ“ noch nicht gänzlich angekommen zu sein. Während man die Lehrerschaft in der Regel gut und schnell über „IServ“ erreicht, tu zumindest ich mich in den Jahrgängen fünf bis acht durchaus schwer, Informationen über „IServ“ an die Schüler zu bringen.

So bekommen SV-Umfragen in diesen Jahrgängen in der ersten Woche eine Resonanz von nur 9% bis 15%; in den Jahrgängen neun bis zwölf jedoch 25% bis 35%. Dies sind natürlich auch noch keine optimalen Werte, verdeutlichen aber den Kontrast innerhalb der Schülerschaft.

Woran liegt es, dass besonders in der Schülerschaft „IServ“ sein Potential noch nicht entfalten konnte und was kann man also tun, um „IServ“ besonders in der Gruppe attraktiver zu machen?

Über die Gründe lässt sich im Großen und Ganzen nur spekulieren.Hat es damit zu tun, dass „IServ“ „erst“ seit einem Jahr in Nutzung ist? Liegt es vielleicht daran, dass die Nutzung durch die Schüler zu wenig selbst gefordert und ihnen stattdessen aufgenötigt wird – schiebt man durch Letzteres die Eigenverantwortung aber nicht einfach vom Schüler auf den Lehrer und erwirkt so vielleicht Gegenteiliges? Oder liegt es daran, dass die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit so wenig Kontakt wie möglich mit der Schule und damit auch mit „IServ“ haben wollen? In Zeiten von Smartphone und Tablet ist der Zugriff ins Netz und auf „IServ“  in der Regel garantiert und regelmäßig möglich. Die Beantwortung der Frage erweist sich als nicht so einfach.

Unabhängig davon hat sich dennoch gezeigt, dass „IServ“ an unserer Schule im Großen und Ganzen einen gelungen Start hingelegt hat und das es im Vergleich zum Vorgänger-System viel breiter und flächendeckender genutzt wird; vor allem in der Schülerschaft und natürlich im Lehrerkollegium.

So sind zur Zeit 1141 Benutzeraccounts registriert, „IServ“ und verzeichnet durchschnittlich zwischen 700 und 850 Logins pro Tag seit der Installation am 4.2.2016.

Die offenkundig werdenden Schwierigkeiten und Probleme dürfen nicht als Hindernisse gesehen werden, sondern als Herausforderungen.

Von Silas Oeltermann, Schülersprecher und Mitglied im Schülerredaktionsteam

Zuletzt geändert am: 13.03.2017 um 22:36

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Ernst-Reuter-Redaktionsteam

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Seit dem Schuljahr 2013/2014 gibt es an unserer Schule das Ernst-Reuter-Redaktionsteam.

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Genau gesagt gibt es seit dem Schuljahr 2013/2014 auch mehrere Lerngruppen, die sich eingehender mit den Aufgaben des Redaktionsteams befassen. So gab es im Schuljahr 2013/2014 erstmals einen Projektunterricht mit 17 Schülerinnen und Schülern aus dem siebten und achten Jahrgang, der die Aufgaben des Redaktionsteams maßgeblich übernahm (siehe Foto). Fortgesetzt wurde diese Arbeit im zweiten Halbjahr 2013/2014 durch einen Deutsch-Forderkurs des siebten Jahrganges und im aktuellen ersten Halbjahr 2014/2015 wieder durch einen Projektunterricht im siebten und achten Jahrgang.

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