Pressespiegel

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir an dieser Stelle alle Zeitungsartikel des Lokalteils der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für Pattensen (Leine-Nachrichten) sowie ausgewählte Texte der Online-Medien LeineBlitz und leine.on über die Ernst-Schule im laufenden Schuljahr. Die Artikel der letzten Jahre sind im Archiv zu finden.

In der KGS wäre Rot-Grün möglich | Leine-Nachrichten vom 25.09.17

Veröffentlicht admin (admin) am 26.09.2017
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Stimmenabgabe als Unterrichtsprojekt: Bei der Juniorwahl der KGS Pattensen konnten 520 Schüler der Jahrgänge acht bis zwölf ihre Stimme abgeben – und das Ergebnis unterscheidet sich deutlich von dem der regulären Bundestagswahl. Die SPD gewann mit 36,1 Prozent, gefolgt von der CDU mit 20,1 Prozent. Die Bündnisgrünen erreichten 14,9 Prozent, die Partei Die Linke 9,4 Prozent. Die AfD schnitt mit 5,2 Prozent ab.

Die Pattenser Jugendlichen haben somit komplett anders gewählt als die Bürger am Sonntag, lediglich das Ergebnis der Linken stimmt nahezu überein. Deren Partei hatte auf Bundesebene nach den vorläufigen amtlichen Endergebnissen 9,2 Prozent erreicht. Dafür liegen die SPD und die Bündnisgrünen bei der Wahl in der Schule deutlich über ihrem Ergebnis auf Bundesebene. Zusammen haben sie in der KGS Pattensen sogar die absolute Mehrheit.

Für die CDU mit ihren 20,1 Prozent läge die einzige Regierungsoption in einer großen Koalition mit der SPD. Die Möglichkeit einer Jamaika-Koalition gibt es in der KGS nicht, da die FDP mit 4,2 Prozent die Fünf-Prozent-Hürde nicht geschafft hat. Die AfD hat diese Hürde mit den 5,2 Prozent knapp übersprungen. Auf die sonstigen Parteien entfielen 6,6 Prozent, als ungültig wurden 3,5 Prozent gewertet.

Als Direktkandidat wurde von den Schülern der SPD-Abgeordnete Matthias Miersch mit 58,4 Prozent der Erststimmen gewählt, gefolgt von Maria Flachsbarth (CDU) mit 16,4 Prozent. Der grüne Kandidat Roland Panter bekam 8,3 Prozent der Erststimmen.

Die Wahlbeteiligung lag mit 87,7 Prozent deutlich höher als auf Bundesebene mit 75 Prozent. Grund dafür werden auch die zahlreichen Projekte sein, die Fachleiterin Mirjam Bruder gemeinsam mit Janek Schröder, Lehramtsanwärter für Politik, in der vergangen Woche an der Ernst-Reuter-Schule organisiert hatte. Auf Bruders Initiative hin hatte die Schule an dem bundesweiten Projekt Juniorwahl teilgenommen.

„Wir haben grundsätzliche Details zur Wahl besprochen wie den Unterschied zwischen der Erst- und Zweitstimme. Zudem haben wir mit den Schülern verschiedene Aktionen organisiert, zum Beispiel Videos darüber gedreht, weshalb die Bürger zur Wahl gehen sollten“, erläuterte Bruder. Höhepunkt war eine von Schülern moderierte Diskussion mit den Bundestagsabgeordneten Miersch, Flachsbarth, Dieter Dehm (Die Linke) und dem Landtagskandidat der Bündnisgrünen, Liam Harrold.

Zwei Tage konnten die Schüler ihre Stimme dann für die simulierte Bundestagswahl abgeben. „Sie konnten exakt die gleichen Kandidaten und Parteien wählen wie bei der regulären Bundestagswahl“, sagte Bruder.

Text/Bild: Tobias Lehmann, Leine Nachrichten

Zuletzt geändert am: 25.09.2017 um 23:00

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