Pressespiegel

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir an dieser Stelle alle Zeitungsartikel des Lokalteils der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für Pattensen (Leine-Nachrichten) sowie ausgewählte Texte der Online-Medien LeineBlitz und leine.on über die Ernst-Schule im laufenden Schuljahr. Die Artikel der letzten Jahre sind im Archiv zu finden.

Jugend debattiert: Burger in der Schule?

Veröffentlicht admin (admin) am 19.12.2017
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Chiara Grönig aus dem neunten Jahrgang hat am Dienstag das Schulfinale des Wettbewerbs Jugend debattiert in der Altersklasse I an der Ernst-Reuter-Schule (KGS) in Pattensen gewonnen. Der Sieger aus dem zehnten Jahrgang in der Altersklasse II stand bei Redaktionsschluss leider noch nicht fest. Die Schule hat die Veranstaltung unter der Leitung von An­dreas Ulrich, Fachbereichsleiter Deutsch und Schulkoordinator, bereits zum fünften Mal ausgerichtet. In den Finalrunden der Altersklassen I und II mussten jeweils vier Schüler über ein vorgegebenes Thema diskutieren. 

In der Altersgruppe I für die Jahrgänge 8 und 9 ging es um die Frage, ob das Essen von Fast Food in der Schule erlaubt sein sollte. „Wir haben das Thema eine Woche zuvor erfahren und konnten uns vorbereiten. Allerdings wurde erst kurz vor der Debatte ausgelost, ob wir auf der Pro- oder Contraseite diskutieren“, sagte Grönig. Sie argumentierte gemeinsam mit Amelie Zucknik, die den zweiten Platz belegte, dafür, dass in Schulen kein Fast Food erlaubt sein sollte. Beide sagten, dass es weniger darum gehe, ein Verbot auszusprechen, als vielmehr darum, eine Vorbildfunktion in Bezug auf gesundes Essen für Schüler einzunehmen.

Ihnen gegenüber saßen Luisa Harms und Elisabeth Kalach, die sich in den Vorrunden ebenfalls für das Finale qualifiziert hatten. Ihre Argumente bezogen sich darauf, dass der Schüler die freie Entscheidung über sein Essen haben sollte, auch wenn es ungesund sei. 

Rund 40 Schüler hörten den vier Schülerinnen zu. „Zu Beginn war es ganz schön aufregend, vor so viel Publikum zu sprechen. Doch je tiefer wir in die Diskussion einstiegen, desto mehr habe ich die Zuschauer ausgeblendet und mich auf die Sache konzentriert“, sagte Zucknik. In der Jury saßen neben Lehrern und Schülern erneut auch Mitglieder des Pattenser Rates. Julia Recke (CDU) lobte die gesamte Veranstaltung. „In einer Zeit, in der immer mehr Schüler vor allem schriftlich über das Smartphone kommunizieren, wird das Lernen von Regeln innerhalb einer persönlichen Diskussion immer wichtiger“, sagte die Ratsvorsitzende. Sie sei sehr beeindruckt von der Leistung der Schüler. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das in dem Alter so geschafft hätte“, sagte sie. Da stimmte auch Ratsfrau Marion Kimpioka (SPD) zu. „Ich finde es gut, dass die Schüler in dem Wettbewerb unabhängig von ihrer eigenen Meinung diskutieren müssen. Das hilft dabei, auch in anderen Diskussionen Verständnis für andere Standpunkte zu entwickeln“, sagte sie. 

Jugend debattiert ist ein bundesweiter Wettbewerb. Für die beiden Sieger der KGS Pattensen geht es im Februar im Regionalfinale weiter. Das Bundesfinale ist im Juni in Berlin.

Text/Bild: Tobias Lehmann, Leine Nachrichten

Zuletzt geändert am: 19.12.2017 um 22:01

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