Archiv Schuljahr 2014/2015

Jugend debattiert: Pattenser Schüler belegen zweiten und dritten Platz | Leine-Nachrichten vom 05.02.2015

05.02.2015
/Archiv 2014/2015 >>

(Tobias Lehmann, Pattensen) Die Pattenser Schüler Oliver Brandt und Daniela Rump haben den zweiten und dritten Platz im Wettbewerb Jugend debattiert gestern in der Aula der Leibnizschule in Hannover belegt. Jeweils vier Schüler aus dem neunten und elften Jahrgang des Regionalverbunds der KGS in Pattensen, des Andreanums in Hildesheim sowie der Helene-Lange-Schule und der Leibnizschule in Hannover diskutierten über die Themen „Umweltpfand für Mobiltelefone“ und „Aufnahme von Flüchtlingen“. Mehr als 40 Schüler aus der KGS hatten Brandt und Rump zu der Veranstaltung begleitet. „Genießt es“ sagte Organisatorin Kathrin Jabben zu den acht Teilnehmern und leitete damit die erste Diskussionsrunde ein. Brandt setzte sich gemeinsam mit Leibnizschülerin Anna Tabea Kraeft für die Einführung eines Umweltpfands für Mobiltelefone ein. Stefanie Juch und Judith Wortmann sprachen sich dagegen aus. Brandt debattierte ruhig und selbstbewusst und ging dabei auf die Argumente der Gegenseite ein. Die Runde diskutierte vor mehr als 300 Schülern eine knappe halbe Stunde, bevor sich die Jury mit Vertretern der teilnehmenden Schulen zur Beratung zurückzog. Brandt belegte schließlich den zweiten Platz hinter der Leibnizschülerin Anna Tabea Kraeft.

Daniela Rump: Wir sollten Vielfalt und Toleranz zeigen
Für KGS-Schulsprecherin Daniela Rump war die Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen auch eine Herzensangelegenheit. In der Diskussionsrunde im Regionalfinale des Wettbewerbs Jugend debattiert gestern in der Leibnizschule stand sie auf der Pro-Seite und argumentierte mit Leidenschaft. „Gerade in Zeiten von Pegida sollten wir Vielfalt und Toleranz zeigen. Es ist moralisch nicht vertretbar, Flüchtlinge abzuweisen“, sagte sie in ihrer Eröffnungsrede. Benjamin Zink aus dem Adreanum in Hildesheim wies auf der Kontra-Seite gemeinsam mit Christina Paul aus der Helene-Lange-Schule darauf hin, dass die Aufnahme von Flüchtlingen für Kommunen eine enorme finanzielle Belastung sei und Fachkräfte für die Betreuung fehlen. Im Anschluss an die Diskussion versicherte Zink jedoch, dass auch er für die Aufnahme von Flüchtlingen sei. Die Themen waren den Teilnehmern seit zehn Tagen bekannt, doch erst eine Stunde vor Beginn der Diskussion haben sie erfahren, ob sie auf der Pro- oder Kontra-Seite stehen. Rump belegte schließlich hinter dem Leibnizschüler Marian Just und Zink den dritten Platz. „Das ist eine tolle Veranstaltung, in der wir Schüler das sachliche Diskutieren lernen können“, sagte sie. Organisatorin Kathrin Jabben war mit der Veranstaltung zufrieden. Die Deutsch- und Politiklehrerin an der Leibnizschule hatte das Projekt das erste Mal organisiert. Ihre Vorgängerin Karin Trabitzsch hatte den Wettbewerb 2003 an der Leibnizschule initiiert und seitdem betreut. Sie war im Januar gestorben, und Schulleiter Kurt Veith gedachte ihr mit einer Schweigeminute.

 

Zuletzt geändert am: 05.02.2015 um 08:52

Zurück