Pressespiegel

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir an dieser Stelle alle Zeitungsartikel des Lokalteils der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für Pattensen (Leine-Nachrichten) sowie ausgewählte Texte der Online-Medien LeineBlitz und leine.on über die Ernst-Schule im laufenden Schuljahr. Die Artikel der letzten Jahre sind im Archiv zu finden.

KGS-Leiter kritisiert Versorgung | Leine-Nachrichten vom 03.08.17

Veröffentlicht admin (admin) am 03.08.2017
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Wegen akuten Lehrermangels müssen in Niedersachsen über sogenannte Abordnungen Schulen Lehrerstunden abgeben. Die Ernst-Reuter-Schule (KGS) trifft es auch, aber weit weniger als andere Schulen. Dennoch ist der Schulleiter nicht zufrieden mit der derzeitigen Lehrerversorgung.

Viele Lehrer von Gymnasien und Gesamtschulen haben jetzt erfahren, dass sie für einen Teil ihrer Stunden an Grundschulen abgeordnet sind, um dort die Lehrerversorgung zu verbessern. Auch die KGS Pattensen muss die gerade aufgestellten Stundenpläne ändern, weil eine Lehrkraft fünf Wochenstunden an einer Grundschule unterrichten muss. Die Ernst-Reuter-Schule habe wirklich Glück gehabt, sagte Direktor Andreas Lust-Rodehorst am Donnerstag, andere Schulen habe es weit härter getroffen – etwa die KGS Hemmingen, die wohl 130 Wochenstunden abgeben muss.

Er habe das Kollegium am Dienstag bei der ersten Dienstbesprechung des neuen Halbjahres über die Situation informiert, berichtete Lust-Rodehorst. Er hofft, dass sich eine Lehrkraft freiwillig meldet. „Wir haben einige Kollegen, die zu Grund-, Haupt- und Realschullehrern ausgebildet sind.“ Er hofft, dass die fünf Wochenstunden an einem Tag abgeleistet werden können, und wartet nun auf genauere Informationen, etwa darüber, an welche Grundschule die Abordnung gehen soll. Dann könnten für die abgeordnete Lehrkraft auch die Fahrtzeiten besser geplant werden.

Auch wenn es die KGS Pattensen bisher noch nicht so hart getroffen hat, sieht der Direktor die ganze Angelegenheit sehr kritisch. Vor der Abordnung habe die Unterrichtsversorgung schon bloß 96,6 Prozent betragen. Das sei „ein Wert, mit dem man nicht zufrieden sein kann“, sagte Lust-Rodehorst, „und der sich nun auch nicht verbessert hat“. Die Abordnung von Lehrern an andere Schulen sei „nur eine Verlagerung des Problems, keine Lösung“. Und sie treffe Schulen, die selbst schon unterversorgt seien.

Von Kim Gallop, Leine Nachrichten

Zuletzt geändert am: 03.08.2017 um 21:45

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