Schülerredaktionsteam

"KIK" mal anders

Veröffentlicht am 16.12.2014
Redaktionsteam >>

Mit dem Namen „KIK“ verbinden wir normalerweise den gleichnamigen Textil Discounter. Jedoch gibt es in unserer Schule ein Projekt namens „KIK“. Die Abkürzung „KIK“ steht für: Kommunikation – Interaktion – Kooperation. Darunter versteht man ein Unterrichtsprogramm, in dem Schülerinnen und Schüler miteinander lernen zu kommunizieren, zu interagieren und zu kooperieren. Damit soll Außenseitertum und weiteren sozialen Problemen vorgebeugt werden.

Auf diesem Bild sieht man die Lehrkräfte Frau Franke und Herrn Steffenhag bei dem eigentlichen Schülerspiel „Tower of Power“, welches die beiden einmal ausprobiert haben. Wie man unschwer erkennen kann, steht bei diesem Spiel in der Mitte eine Holzscheibe an der eine „kranförmige“ Konstruktion befestigt ist. Mit dem Haken muss man nun die Holzklötze aufeinander stapeln - nämlich so, dass sie nicht wieder herunterfallen. Das Projekt „KIK“ und der „Tower of Power“ sind schon in vielen Schulen verbreitet und macht auch viel Spaß, nach den Meinungen anderer Schüler und Lehrer.

Die 5-Phasen von „KIK“


Als erstes kommt die Kennenlernphase. Die Gruppenmitglieder stellen sich gegenüber den anderen vor und ordnen sich gegenseitig in kleine Gruppen ein. Danach folgt die Nominierungsphase. Die Gruppe kennt sich jetzt schon eine kurze Zeit. Die Gruppe beginnt jetzt eigene Regeln aufzustellen und ihre Rollen in der Gruppe zu festigen. Nach der Nominierungsphase beginnt die Konfliktphase in der die festgelegten Regeln und Rollen auf die Probe gestellt werden. In der Zeit nehmen die Konflikte unter den Schülern zu. Diese ersten drei Phasen kann eine Gruppe immer wieder durchlaufen, z. B. durch eine Änderung der Zusammensetzung (Fortgang oder Hinzukommen eines Gruppenmitgliedes). Nach diesen Phasen beginnt die Produktivitätsphase. Die Gruppenmitglieder haben in den Phasen (1)-(3) ihre Rolle bzw. ihren Platz in der Gruppe gefunden und Regeln getestet und festgelegt; nun können sie produktiv werden und effektiv lernen; diese Phase ist die produktivste Phase. Danach kommt die fünfte und auch somit die letzte Phase des Projektes, nämlich die Abschiedsphase. Die Gruppe weiß, dass sie sich trennen wird bzw. ein oder mehrere Mitglieder die Gruppe verlassen werden. Jedes Gruppenmitglied geht anders mit dieser Situation um: Trauer, Ignoranz, Erinnerungen/ Gemeinsamkeiten schaffen, Trotz, etc...            

KIK (Kommunikation – Interaktion – Kooperation)

Das Projekt startete zu Beginn des Schuljahres 2013/14. Schon schnell stand fest, dass das KIK-Projekt in der KGS Pattensen einen festen Platz bekommen soll. Die Voraussetzung für diese Umsetzung ist die Schulung der Klassenlehrer/Innen der neuen fünften Klassen. Während der Fortbildung erproben und dokumentieren die KIK-Lehrkräfte verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung des Klassenklimas in ihren Klassen, die dann später im Rahmen der Verfügungsstunden umgesetzt werden sollen. Diese Fortbildung von Klassenlehrkräften wird seit mehreren Jahren im Auftrag des Niedersächsischen Kultusministeriums von der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) in Kooperation mit der Universität Hildesheim durchgeführt und wurde bereits mehrfach erfolgreich evaluiert. Klassenlehrkräfte werden in dieser Fortbildung qualifiziert, um Möglichkeiten der positiven Gestaltung der Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften theoretisch zu reflektieren, praktisch zu erproben, zu dokumentieren und auszuwerten.

Kommunikation bezieht sich auf die Verbesserung der Alltagsgespräche von Lehrkräften mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen und Kollegen.

Interaktion meint die konstruktive Gestaltung der sozialen Beziehungen der Schülerinnen und Schüler untereinander und der Lehrer-Schüler-Beziehung.

Kooperation steht für die Verbesserung der Zusammenarbeit im Kollegium, mit Eltern und Elternvertretern und den Schülerinnen und Schülern.

Das sagen die Schüler und Lehrer...

Wir haben zu diesem Projekt Schüler und Schülerinnen unserer Schule befragt und dabei herausgefunden, dass viele zunächst nicht wussten was mit KIK gemeint ist. Viele verbinden mit den Inhalten von KIK allerdings schon Themen wie Gemeinschaft, Kinder oder auch Fußball. Nach einer kurzen Erläuterung was KIK bedeutet, erklärten uns aber einige Schüler in unseren Befragungen, dass das Projekt in ihrer Klasse noch nicht ganz angekommen sei und noch ein bisschen Zeit benötige. Insgesamt finden die Schüler aber, dass das Projekt eine gute Idee sei.

Außerdem haben wir die Lehrerin Frau Kleingeist, welche das Projekt an unserer Schule koordiniert, befragt. Sie erzählte uns, dass man erst eine eineinhalbjährige Ausbildung machen müsse und man die Voraussetzung brauche, dass man das „KIK-Projekt“ in einer eigenen Klasse einführen könne. Sie erzählte uns auch noch, dass sie das erste mal von „KIK“ durch die Schulleitung erfahren habe und sie das Thema sehr spannend fand. Sie findet, das Projekt erfülle seinen Zweck und hält es für sehr sinnvoll es in weiteren Schulen umzusetzen. In den Stunden müsse man besonders darauf achten, sagte sie uns, dass der Arbeitsauftrag klar sei und dass die Lehrer nicht zu schnell die Lösung sagen würden.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier auf der Homepage der ERS.

Wir bedanken uns natürlich an die Schüler die wir befragt haben und an Frau Kleingeist die sich an unseren Fragen sehr interessiert hat und an unseren Herrn Ulrich, der uns bei diesem Bericht geholfen hat.

Für das Ernst-Reuter-Redaktionsteam: Kjell und Jan (7G2 und 7R3)

 

Zuletzt geändert am: 16.12.2014 um 15:13

Zurück

Ernst-Reuter-Redaktionsteam

Vom Schuljahr 2013/2014 bis zum Schuljahr 2016/2017 gab es an der Ernst-Reuter-Schule ein Schülerredaktionsteam, welches ausschließlich über schulische Veranstaltungen auf der Schulhomepage Artikel und Fotos veröffentlichte und aus Schülerinnen und Schülern eines Projektunterrichtskurses, einmal auch eines Förder-/Forderkurses und zuletzt einer Arbeitsgemeinschaft bestand.

Mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 wurde die bisherige redaktionelle Arbeit zugunsten in ein neues Konzepts überführt. Die Aufgaben der Schülerredaktion übernimmt seither der bilinguale Profilunterrichtskurs "Fake News" des 9. Jahrganges, welcher neben der redaktionellen Arbeit sich grundsätzlichen mit deutsch- und englischsprachigen journalistischen Textsorten beschäftigt und darüber hinaus das Phänomen der Fake News genauer in den Blick nimmt. Dadurch werden sich die Themen, über die geschrieben wird, ändern. Natürlich wird es weiterhin um das Schulleben gehen, unser Blick reicht aber auch darüber hinaus.

Ebenfalls anders ist, dass die neue Schülerredaktion nicht mehr auf dieser Schulhomepage, sondern in einem eigenen Schülerblog veröffentlicht. Betreut von zwei Lehrkräften, starten wir in Kürze unsere Veröffentlichungen und hoffen auf eine rege Leserschaft!

Andreas Ulrich
betreuende Lehrkraft der Schülerredaktion von 2013-2017

 

Hier ein Foto des ersten Projektunterricht-Kurses aus dem Schuljahr 2013/2014: