Pressespiegel

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir an dieser Stelle alle Zeitungsartikel des Lokalteils der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für Pattensen (Leine-Nachrichten) sowie ausgewählte Texte der Online-Medien LeineBlitz und leine.on über die Ernst-Schule im laufenden Schuljahr. Die Artikel der letzten Jahre sind im Archiv zu finden.

Lust auf Lokalpolitik | Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 15.12.16

Veröffentlicht admin (admin) am 14.12.2016
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Um bei Schülern die Lust auf Demokratie zu wecken, ist für drei Tage das preisgekrönte Planspiel „Pimp Your Town!“ zu Gast an der Ernst-Reuter-Schule (KGS) und der benachbarten Calenberger Schule in Pattensen. 90  Jugendliche der achten bis zehnten Klassen erarbeiten hier als fiktive Kommunalpolitiker eine Vielzahl von Verbesserungsvorschlägen für Pattensen und seine Bürger. Zunächst am Dienstag in insgesamt 45 Anträge gefasst, sind die Vorschläge am Mittwoch zunächst in drei Ausschüssen (Schule und Kultur / Jugend, Sport und Soziales / Bau, Verkehr und Umwelt) sachlich diskutiert und in Abstimmungen abgelehnt oder befürwortet worden.

Im Rahmen einer Planspiel-Ratssitzung werden heute ab 10 Uhr im Feuerwehrgerätehaus am Commandant-Diete-Weg 1 alle Meinungsbilder aus den Ausschüssen zusammengetragen. 18 Anträge, sechs aus jedem Ausschuss, werden in der – von der tatsächlichen Pattenser Ratsvorsitzenden Julia Recke geleiteten – öffentlichen Sitzung vorgestellt, diskutiert und endgültig beschlossen oder verworfen.

Die an „Pimp Your Town!“ beteiligten Schüler der Klassen 8R3 und 10G3 der Ernst-Reuter-Schule sowie der 10. Klasse der Calenberger Schule haben dafür zahlreiche interessante Ideen als Tagesordnungspunkte zu Papier gebracht. Formell in Ablauf und Diskussionskultur in den drei Ausschüssen unterstützt wurden sie von teilnehmenden Ratsmitgliedern und Ausschussvorsitzenden unterschiedlicher Parteien, darunter Matthias Friedrichs, Andreas Ohlendorf, Michael Wahl, Marion Kimpioka, Hans-Friedrich Wulkopf und Udo Mensing.

Inhaltlich zeigte die Jugend, dass Kommunalpolitik jenseits von Straßenausbaubeitragssatzung und Dachziegelfarben auch kreativ sein kann. Da gab es im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss Überlegungen, wie und wo man für Kampfsportarten Trainingsmöglichkeiten schaffen kann. Um das Thema freies WLAN im Stadtgebiet und rechtliche Probleme dabei ging es bei Bau, Verkehr und Umwelt. Und neben notwendiger Straßensanierung wurde auch diskutiert, ob man nicht in einem Anbau des Calenberg Centers ein Kino und eine Fast-Food-Kette ansiedeln könnte. Preisreduzierte Busfahrkarten für Oberstufenschüler waren bei Schule und Kultur gefragt.

„Welche Themen und Beschlüsse in die Arbeit des wirklichen Rates einfließen können, wissen wir nach der Ratssitzung unseres Planspiels“, sagte Antoinette Rappo, Projektleiterin des Vereins Politik zum Anfassen aus Hannover, der die Veranstaltung organisierte.

Text/Bild: Torsten Lippelt, HAZ

Zuletzt geändert am: 14.12.2016 um 22:19

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