Pressespiegel

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir an dieser Stelle alle Zeitungsartikel des Lokalteils der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für Pattensen (Leine-Nachrichten) sowie ausgewählte Texte der Online-Medien LeineBlitz und leine.on über die Ernst-Schule im laufenden Schuljahr. Die Artikel der letzten Jahre sind im Archiv zu finden.

Pfleger erklärt seinen Job und lässt nichts aus | Leine-Nachrichten vom 21.09.16

Veröffentlicht admin (admin) am 21.09.2016
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Beim Projektunterricht Alt und Jung an der KGS Pattensen hat Vincenzo Bekierz, gelernter Pfleger und Sprecher der Pflegefachschule Hannover, den Schülern von seinem Beruf berichtet. Die Jugendlichen beschäftigen sich im ersten Halbjahr jeden Dienstag mit dem Thema Pflege und Pflegeberufe.

Bei dem von Lehrerin Evelyn Albutat-Fischer betreuten Projekt gehen zwei achtköpfige Gruppen von Zwölf- bis 14-Jährigen aus allen Schulzweigen der Ernst-Reuter-Schule in die Pflegewohnstifte an der Koldinger Straße und an der Schützenallee. Sie gehen mit den Senioren spazieren, lesen ihnen vor und werden in der Adventszeit mit ihnen singen und Kekse backen. „Die Schüler nehmen viel mit“, sagt Albutat-Fischer. Der ein oder andere entwickele Interesse am Pflegeberuf. Aber ganz sicher gewinne jeder Schüler, der persönlich Umgang mit den alten Menschen habe, an sozialer Kompetenz.

Gestern standen die Informationen über das Berufsbild im Mittelpunkt. Bekierz, ein cooler Typ mit Pferdeschwanz und Tattoos, gelang es schnell, die jungen Zuhörer zu packen. Beklemmend still war es, als er von seinen Erfahrungen mit Sterbenden berichtete. Befreit lachten die Jugendlichen auf, als er von seinen Begegnungen mit leicht verwirrten alten Damen erzählte.

Der erfahrene Pfleger, der selbst Pflegeschüler unterrichtet, sparte auch die Dinge nicht aus, die Ängste oder Ekel auslösen können: Spritzen geben, Wunden versorgen, Körperpflege. Besonders beeindruckend: Alle Zuhörer konnten Spezialbrillen aufsetzen, mit denen simuliert wird, was ein Mensch noch sieht, der unter grauem oder grünem Star leidet oder anderen typischen Augenproblemen im Alter.

Im Pflegeberuf sei auch Organisationstalent gefragt, oft unter Zeitdruck, sagte Bekierz. „Da ist ein Kollege krank, oder es klingeln zehn Patienten gleichzeitig. Dann müsst ihr das schnell hinkriegen.“ Die Bezahlung sei relativ gut: „Eine gelernte Pflegefachkraft verdient so viel wie ein Bankkaufmann.“ Das sei aber nicht das Wichtigste: „Das Coolste an dem Job ist der Umgang mit Menschen.“

Text/Bild: Kim Gallop, Leine Nachrichten

Zuletzt geändert am: 21.09.2016 um 16:41

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