Pressespiegel

Mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen wir an dieser Stelle alle Zeitungsartikel des Lokalteils der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung für Pattensen (Leine-Nachrichten) sowie ausgewählte Texte der Online-Medien LeineBlitz und leine.on über die Ernst-Schule im laufenden Schuljahr. Die Artikel der letzten Jahre sind im Archiv zu finden.

Rat will mehr Zeit für Namenssuche | Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 17.12.16

Veröffentlicht admin (admin) am 19.12.2016
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Der Rat der Stadt Pattensen braucht bei der Diskussion um die Umbenennung der Ernst-Reuter-Schule mehr Zeit. Diese Bitte hat Bürgermeisterin Ramona Schumann am Freitag persönlich an die Schule gerichtet. Schulvertreter hatten am Donnerstagabend in der Ratssitzung über die Namenssuche berichtet.

Weil sie sich mitten in einem Erneuerungsprozess befindet, will die Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen einen Ideenwettbewerb starten, um nach einem neuen Namen zu suchen. Der Prozess soll nach den Winterferien beginnen und im Juni mit der Bekanntgabe des Namens enden. Wobei der Prozess nach Wunsch der Schule „ergebnisoffen“ sein soll: Es könnte auch bei dem Namen Ernst Reuter bleiben.

Die Schule trägt den Namen seit 1968. Der Sozialdemokrat Reuter hatte unter den Nazis im KZ gesessen und war nach dem Krieg Oberbürgermeister im geteilten Berlin zur Zeit der Luftbrücke. Mirjam Gerull, die stellvertretende Schuldirektorin, und der Fachbereichsleiter Andreas Ulrich hatten im Rat die Pläne vorgestellt und den Zeitplan skizziert.

Günter Bötger (CDU) forderte, dass zusätzlich zu den Vertretern der Schule auch von jeder Ratsfraktion ein Vertreter über den Namen mitentscheiden soll. Bisher sind weniger Vertreter der Politik eingeplant. Bürgermeisterin Ramona Schumann forderte auch für sich einen Sitz im Entscheidungsgremium, „um das Gleichgewicht herzustellen“.

Klaus Iffland (UWG) fragte, ob auch die Folgekosten bedacht und beziffert worden seien. „Das ist, genau wie bei der Änderung eines Unternehmensnamens, ein erheblicher Aufwand.“ Jens Ernst (SPD) warnte vor Namensvorschlägen, die populär seien, aber nicht akzeptabel. „Wie stehen wir als Rat da, wenn es keine Mehrheit für einen Schülervorschlag gibt?“, fragt er. Gerull sagte, Namen, die nicht zulässig seien, würden aussortiert, bevor sie öffentlich vorgestellt würden.

Heinrich Lindenberg (CDU) sagte: „Es ist für mich undenkbar, dass man den Namen fallen lässt.“ Jonas Soluk (CDU) plädierte dafür, Projekte zu unterstützen, die aus der Schulgemeinschaft selbst entstanden sind. „Damit sind wir bisher gut gefahren.“

Nach Angaben von Bürgermeisterin Schumann haben die Ratsmitglieder im Anschluss an die Sitzung intern noch weiterdiskutiert. Es sei dann von den Fraktionen der Wunsch geäußert worden, sich intern mit dem Thema beschäftigen zu können. Schumann hat deshalb am Freitag die Schule gebeten, dem Rat mehr Zeit zu geben.

Sie kündigte an, dass sich im Januar ein Arbeitskreis mit Vertretern von Rat, Verwaltung und Schule mit der Namensfindung befassen werde. „Der Name betrifft die ganz Stadt, nicht nur die Schule“, betonte Schumann. Einen Vorteil der ganzen Diskussion sehe sie aber schon jetzt: „So intensiv haben wir uns lang nicht mehr mit der Person Ernst Reuter auseinandergesetzt.“

Von Kim Gallop, HAZ

Zuletzt geändert am: 19.12.2016 um 10:08

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