5 Phasen von gruppendynamischen Prozessen

Die Gruppendynamischen Prozesse laufen in folgenden Phasen ab:

  1. Kennenlernphase: eine neue Gruppe entsteht; die Gruppenmitglieder lernen sich kennen und beginnen sich gegenseitig einzuordnen.

  2. Normierungsphase: die Gruppe kennt sich seit kurzer Zeit und beginnt (verbal oder nonverbal – bewusst und unbewusst) erste Regeln innerhalb der Gruppe aufzustellen, sowie ihre Rollen innerhalb der Gruppe zu festigen.

  3. Konfliktphase: die festgelegten Regeln und Rollen werden auf die Probe gestellt; die Konflikte innerhalb der Gruppe oder einzelner Gruppenmitglieder nehmen verstärkt zu.

Diese ersten drei Phasen kann eine Gruppe immer wieder durchlaufen, z. B. durch eine Änderung der Zusammensetzung (Fortgang oder Hinzukommen eines Gruppenmitgliedes, Leitungswechsel, etc.). Erst wenn ein Schüler sein Bedürfnis nach Sicherheit in einer Gruppe in Phase (1)-(3) gestillt hat, kann er produktiv werden, d.h. nachhaltig und effektiv beginnen zu lernen.

  1. Produktivitätsphase: die Gruppenmitglieder haben in den Phasen (1)-(3) ihre Rolle bzw. ihren Platz in der Gruppe gefunden und Regeln getestet und festgelegt; nun können sie produktiv werden und effektiv lernen; diese Phase ist die produktivste Phase.

  2. Abschiedsphase: die Gruppe weiß, dass sie sich trennen wird bzw. ein oder mehrere Mitglieder die Gruppe verlassen werden. Jedes Gruppenmitglied geht anders mit dieser Situation um: Trauer, Ignoranz, Erinnerungen/ Gemeinsamkeiten schaffen, Trotz, etc..