Bestandteile des Programms

Damit Schülerinnen und Schüler Aufgaben und Problemstellungen zunehmend eigenverantwortlich bearbeiten können, müssen sie in einem aufeinander aufbauenden und zwischen den Beteiligten abgestimmten Lernprozess ihr Repertoire an Lernstrategien erweitern und ihre Lernkompetenzen entwickeln. Das setzt voraus, dass Lehrkräfte ihrerseits ihr Repertoire an Lernstrategien erweitern, um Unterricht methodisch vielfältig anzulegen und eigenverantwortliches Lernen zu ermöglichen. Deshalb durchlaufen Lehrkräfte, die am Qualifizierungsprogramm teilnehmen, die Basistrainings in gleicher Weise wie sie diese Module anschließend in den Schulen mit den Schülerinnen und Schülern umsetzen. Durch das eigene Tun sollen so die Handlungsroutinen der Lehrkräfte thematisiert und Teamarbeit, schulische Kommunikationsprozesse und eigenverantwortliches Lernen gefördert werden.

Trainingsspirale und Lernspirale im Fachunterricht

Durch die Wahl der Begriffe „Trainingsspirale“ und „Lernspirale im Fachunterricht“ wird deutlich, dass das Programm von einem kumulativen Aufbau von Lernkompetenzen ausgeht. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen unterschiedliche, sich ergänzende Übungen bzw. Arbeitsphasen, die ihnen Gelegenheit geben, ihr Repertoire an Lernstrategien sukzessive zu erweitern.
Das Basistraining erfolgt in „Trainingsspiralen“. Schülerinnen und Schüler erweitern in den Trainingsspiralen ihre Lernkompetenzen und ihr Repertoire an Strategien und Instrumenten zur eigenverantwortlichen Gestaltung individueller Lernprozesse. Die Trainingsspiralen korrespondieren mit den „Lernspiralen im Fachunterricht“. In der fachdidaktischen Transformation nutzen die Lehrkräfte die von den Schülerinnen und Schülern erworbenen Lernkompetenzen zur Gestaltung eines zunehmend eigenverantwortlichen Lernens im Fachunterricht. Die Trainingsspiralen bilden somit die Grundlage für eine Weiterentwicklung des Fachunterrichts und eröffnen den Lehrkräften eine Ausweitung der methodisch-didaktischen Gestaltung des Fachunterrichts.

Bausteine des Konzepts

Durch intensives Training erfolgt eine Erweiterung der Lernkompetenzen an möglichst handlungsorientierten exemplarischen Inhalten, die immer wieder reflektiert und auf weitere Unterrichtsprozesse ausgeweitet werden. Im Mittelpunkt stehen neben dem übergeordneten Aspekt Selbstgesteuertes Lernen (SegeL) drei Bausteine:

Lern- und Arbeitstechniken
- Instrumente zur Informationsbeschaffung , -erfassung, -verarbeitung, -aufbereitung und deren Präsentation
- Strategien der Arbeits-, Zeit- und Lernplanung
- Verfahren zur Reflexion und Bewertung des eigenen Handelns

Kommunikationstraining
- funktionale kommunikative Kompetenzen mit ihren nonverbalen, paraverbalen und verbalen Elementen Kommunikationstechniken u.a. zum aktiven Zuhören, in der Diskussionsführung, dem konstruktiven Miteinander-Reden und der freien Vortragsgestaltung

Teamentwicklung
- der Erwerb von Teamkompetenzen und elementare Kooperationstechniken und -strategien

 

 

This page was last modified on 12/11/2012 at 20:24.