Fachbereich Werte und Normen
 

Das Unterrichtsfach Werte und Normen nimmt in erster Linie Bezug auf Problemstellungen:

  • der Philosophie
  • der Religionswissenschaften und
  • geeigneter Gesellschaftswissenschaften

Im Mittelpunkt des Werte und Normen-Unterrichts steht dabei die Förderung der Entwicklung des moralischen Urteilsvermögens. Moralische Haltung und Handlungsbereitschaft können nur in authentischen Handlungssituationen erworben werden, unterstützt durch Vorbilder und Kenntnisse. Somit zählen zu den fachspezifischen Unterrichtsmethoden: sokratisches Gespräch, Gedankenexperiment, Dilemmageschichten, Produktion eigener Texte, Rollenspiel, kreatives Gestalten, philosophischer Umgang mit Texten (z.B. kurze Texte aus der Philosophiegeschichte, der Wissenschaft und den Massenmedien, literarische Texte wie Gedichte, Märchen, Fabeln, Mythen).

Der Lehrplan des Fachs orientiert sich an Kants vier Fragen „Was kann ich wissen?“, „Was soll ich tun?“, „ Was ist der Mensch?“, „Was darf ich hoffen?“. Dem Unterricht liegt kein abgestuftes Curriculum zugrunde, das von Grundwissen über erweiterte Grundlagen zu Detailkenntnissen fortschreitet, sondern ein sogenanntes Spiralcurriculum, in dem dieselben Sachverhalte unter verändertem Blickwinkel und in höherem Komplexitätsgrad in den verschiedenen Jahrgängen wiederkehren.
Ziel ist also nicht in erster Linie eine quantitative Zunahme von Wissensinhalten, sondern ein qualitativer Zuwachs an Differenziertheit bei Urteils- und Entscheidungsprozessen sowie an vielseitig brauchbaren methodischen Fähigkeiten. Die Schüler erwerben somit Strategien für ihre selbstständige Orientierung und Positionierung in der Welt und werden damit vertraut andere Standpunkte kritisch zu hinterfragen.

 

Fachbereichsleitung

Maurice Laurenz