KGS-Schüler bauen alten Bauwagen um (HAZ vom 15.07.21)

Bei Buller & Bü in Schulenburg machen die Jungen aus dem Gefährt ein Lager für Spielgeräte / Sachspenden sind erwünscht

Schulenburg. Sie sind mit Hämmern und Brecheisen sowie mit Schraubenziehern und Zangen eifrig gewesen: Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs der KGS Pattensen hatten in den vergangenen Wochen auf dem Gelände des Vereins Buller & Bü in Schulenburg im Rahmen der sogenannten Jungs-AG angefangen, einen alten Bauwagen wieder herzurichten. Dieser soll zukünftig auf dem Schulgelände in Pattensen-Mitte aufgestellt werden. In ihm sollen nach Wunsch der Schüler Spielgeräte gelagert werden. Um das Projekt realisieren zu können, haben die Kinder nun einen Brief verfasst und bitten um Spenden.

„Ich finde es richtig gut, aus alten Sachen etwas Neues zu machen“, sagt der elfjährige Niclas. „Es ist cool, dass wir hier etwas Richtiges bauen können“, ergänzt der gleichaltrige Cedric. Die Schüler sollen selbst ihre Ideen entwickeln.

„Sie sollen erst einmal groß denken“, sagt Steffen Lebjedzinski, der als Betreiber von Buller & Bü das Projekt begleitet. Allerdings sei am Ende nicht jeder Gedanke umsetzbar.

Doch das Bauwagenprojekt erfüllt noch einen weiteren Zweck: „Das ist gleichzeitig eine teambildende Maßnahme“, erklärt Karsten Oppermann. Der Schulsozialarbeiter der KGS ist ebenfalls zweimal in der Woche bei den jeweils eineinhalbstündigen Treffen auf dem Hof in Schulenburg dabei.

Die Schüler müssten sich intensiv untereinander austauschen, aufeinander einlassen, Ideen abwägen und am Ende Entscheidungen treffen.

Der Bauwagen, den Lebjedzinski als Schenkung erhalten hatte, wurde zunächst von den Schülern und den erwachsenen Helfern zurückgebaut. Wo Schrauben oder Nägel nicht mit ungefährlicherem Werkzeug zu entfernen waren, ging Lebjedzinski schließlich mit der Flex bei.

Rechtzeitig vor den Sommerferien ist der Rückbau nun abgeschlossen. Die Schüler hatten sogar noch Zeit, eine grobe Zeichnung des zukünftigen Bauwagens, der 4,78 Meter lang und 2,08 Meter breit ist, zu entwerfen. „Am hinteren Ende soll eine Tür eingebaut werden und auf einer Seite ein kleines Fenster“, sagt der zehnjährige Aslan.

Wann das Projekt abgeschlossen werden soll, ist noch offen. „Wir haben keinen Zeitdruck, aber Ende des nächsten Schuljahres sollte es in Richtung Schule rollen“, sagt Lebjedzinski. „Der Prozess ist das Ziel“, ergänzt Oppermann. Wenn der Bauwagen schließlich an der KGS steht, sollen darin unter anderem Fuß- oder Basketbälle sowie Tischtennis- und Badmintonschläger und Springseile aufbewahrt werden. In den Pausen könnten sich die Schüler die Utensilien aus dem Gefährt holen.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies einerseits mit Sachspenden tun. „Wir benötigen unter anderem Holz, Schrauben, ein Fenster, Beschläge“, sagt Lebjedzinski. Allerdings bittet er darum, dass diejenigen, die etwas beisteuern möchten, sich vorab mit ihm in Verbindung setzen. Lebjedzinski ist unter Telefon (01 51) 24 11 03 41 und per E-Mail an bullerundbue@yahoo.com erreichbar. Die zweite Möglichkeit der Unterstützung ist eine Geldspende auf das Konto des Fördervereins der Ernst-Reuter-Schule. Die Kontodaten sind im Internet unter www.foerderverein-ers-pattensen.de abrufbar. Als Verwendungszweck sollte das Stichwort Bauwagen angegeben werden.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)