Schulhomepage der Ernst-Reuter-Schule in neuem Gewand

Die Homepage der Ernst-Reuter-Schule erstrahlt seit kurzem  in neuem Glanz. In vielen Bereichen gab es dringend notwendige Aktualisierungen  und auch an Modernisierungen wurde Einiges umgesetzt. Die Homepage ist in ihrem neuen Gewand deutlich zeitgemäßer als die alte und vor allem für die Administratoren einfacher zu verwalten. 

Die Umsetzung geschah in Kooperation mit dem Bad Harzburger Unternehmen CIVID Studio, das durch ein Mitglied der Schulgemeinschaft empfohlen wurde. „Wir sind froh, dass wir die Neugestaltung der Homepage binnen eines Jahres umsetzen konnten – ohne die große Kooperationsbereitschaft und dem Engagement aller beteiligten Lehrkräfte wäre dies aber nicht möglich gewesen“, gibt Schulleiterin Mirjam Gerull an. Die Schulhomepage wird an der ERS von einem Team aus mehreren Adminstratoren gewartet, zudem können alle Fachbereichsleitungen ihre Bereiche eigenständig pflegen.

Künftig werden wie gehabt mit freundlicher Genehmigung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sowie der Onlinemedien leineblitz und leine.on ausgewählte Artikel über die Ernst-Reuter-Schule unter der Rubrik Pressespiegel veröffentlicht. Des Weiteren werden Pressemitteilungen der Schule künftig ausschließlich über die Rubrik „Aktuelles“ veröffentlicht. Nach wie vor wird es zudem viele Nachrichten aus den Fachbereichen, dem Schulleben und auch aus dem Schülerblog geben.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Andreas Ulrich (Webmaster)
Tel. 05101/1001-601
E-Mail: ulrich.andreas@kgs-pattensen.de

Großer Andrang auf der dritten Azubi-Messe (HAZ vom 10.02.20)

500 Acht- bis Zwölftklässler informieren sich bei 24 Ausstellern / Praktika sind nachgefragt

Pattensen. Statt sportlicher Übungen der Schüler gab es in der großen Sporthalle der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen am Donnerstag informelle Gespräche über die berufliche Zukunft des Nachwuchses.

Alle rund 500 Schüler vom achten bis zwölften Jahrgang und aus allen drei Schulzweigen nutzten die Gelegenheit, sich innerhalb von drei Stunden klassenweise zeitlich abgestimmt an den Ständen von insgesamt 24 Ausstellern über Ausbildungsberufe, Berufsbilder und mögliche Praktika zu informieren. Zu den Ausstellern gehörten örtliche Firmen, wie das Leine-Hotel und die Biber-Werkvertretung, das CMS-Pflegewohnheim und der Verein Mobile, aber auch die Stadtverwaltung und das Hallen- und Freibad Pattensen. Zu den regionalen und bundesweit tätigen Unternehmen und Einrichtungen zählten Gramann Landschlachterei, die Calenberger Backstube und Rewe, die Bundeswehr und die Polizei bis hin zu BMW und Strabag.

„Die Aussteller stellten den interessierten Schülern insgesamt über 50 Ausbildungsberufe vor“, erläuterte Pattensens Wirtschaftsförderer Arne Schütt das gebotene Leistungsspektrum. Gemeinsam mit Agnieszka Heubaum, Fachbereichsleiterin Arbeit-Wirtschaft an der KGS, und einigen Firmenvertretern aus der Umgebung hatte er die Azubi-Messe vor drei Jahren initiiert.

Ob nun Asphaltbauer oder Erzieher, Hotelfachkraft oder Florist, Binnenschiffer oder Polizist: Für praktisch jeden fanden sich hier die passenden Ansprechpartner. Dafür sorgten organisatorisch auch die KGS-Berufseinstiegsbegleiterin Sylvia Mizera und acht freiwillige Schulscouts aus der 9R1. „Unsere Aufgabe ist es, die Schüler in ihren Klassen abzuholen und zur Halle zu begleiten“, erläuterte Sina (15). „Und damit sie sich bei den ganzen Ausstellungsständen zurecht finden, zeigen wir ihnen mit einem Plan dann, wo sie mehr soziale oder mehr technische Berufe finden“, ergänzte Max (16).

Ausbilder lobt Organisation

So informierten sich die Neuntklässler Zoe (14) und Simon (15) aus Hüpede am Stand der Polizei bei Jens Günther über die Ausbildung und den beruflichen Alltag. Der Polizeihauptkommissar von der Polizeidirektion Hannover ist zugleich Einstellungsleiter und wusste den beiden allerhand Informatives dazu mitzuteilen. „Wir fühlen uns hier auf der Azubi-Messe sehr wohl. Das Ganze ist gut organisiert und wir sind die gesamte Zeit über gleichmäßig im Schülergespräch“, lobte er.

„Toll, Menschen helfen ist voll mein Ding“, kann sich Zoe eine Zukunft als Polizistin nach ihrem angestrebten Abitur vorstellen. Mitschüler Simon sagte: „Ich finde die ganze Messe gut. Denn man muss sich nicht einzeln irgendwo um Informationen über verschiedene Berufsbereiche bemühen, sondern hat hier alles gleich an einem Ort.“

Zufrieden zeigte sich Lutz Ahlers vom Rewe Center im Calenberg-Center: „Es ist ein guter Mix an Besuchern heute.“ Ähnliches sagte Michelle Dörn, seit sechs Jahren Rezeptionistin vom Leine Hote. Mehrere Praktikaanfragen hat sie bereits erhalten.

„Wichtig für uns war ein breites Spektrum vieler verschiedener Ausbildungsberufe und eine gute Mischung zwischen örtlichen und überregional tätigen Unternehmen“, sagte Wirtschaftförderer Schütt.

Schule überdenkt Konzept

Ob das bisherige Konzept auch in Zukunft noch zeitgemäß ist oder geändert wird, soll in Kürze ein Gespräch der Schule und des Wirtschaftsförderers mit Mitplanern wie Sparkasse Hannover JRS Prozesstechnik und Calenberger Backstube zeigen. Denkbar wären ebenso Speeddatings wie die Unterteilung in Branchen. „Wir wollen auch die Azubi-Messe vom Anfang des Jahres auf den Herbst verlegen. Das passt besser für Praktikazeiträume und Ausbildungsbewerbungen“, ergänzte Schütt. In diesem Zusammenhang wird daher bereits für den kommenden Herbst 2020 an die nächste Azubi-Messe in Pattensen gedacht.

Text/Bild: Torsten Lippelt (HAZ)

Infoabend für Jahrgang 4 zur Kooperativen Eingangsstufe

Die Schulleitung der ERS Pattensen lädt für Dienstag, den 25.02.20 interessierte Eltern von Kindern im Grundschuljahrgang 4 herzlich zu einem Informationsabend ein.

Termin:
Dienstag, 25. Februar 2020

Uhrzeit:

19:00 Uhr, Eintreffen ab 18:30 Uhr möglich für individuelle Gespräche mit der Schulleitung

Ort:
Aula der Ernst-Reuter-Schule Pattensen (A-Trakt), Platz Saint Aubin 1, 30982 Pattensen

 

Bei dem Termin haben  Eltern und Kinder Gelegenheit, sich genauer über das Angebot der Ernst-Reuter-Schule zu informieren, Fragen zu stellen, die Schulleitung kennenzulernen und sich einen ersten Eindruck vom Schulgebäude zu verschaffen. Auf dem Informationsabend werden u. a. folgende Fragen behandelt, um die Schullaufbahnentscheidung und die Auswahl der richtigen Schule zu unterstützen:

  • Welche Kompetenzen werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene benötigen, um fit für die Zukunft zu sein, d.h. was und wie sollen sie künftig lernen?
  • Warum halten wir individualisierte Lernformate für wichtig und welchen Stellenwert nehmen diese innerhalb der traditionellen Lernformen ein?
  • Wie bereiteten wir die Schüler auf das Leben in der digitalen Welt vor und welche Rolle spielt die Digitalisierung im Unterricht?
  • Warum ist das Konzept der Kooperativen Eingangsstufe (KES5.7) vorteilhaft und was beinhaltet es?
  • Wie verläuft der Weg der Schülerinnen u. Schüler ab Klasse 8 in den einzelnen Schulzweigen?
  • Zwischen welchen Fremdsprachen kann Ihr Kind wählen?
  • Sind Übergänge zwischen den Schulzweigen möglich?
  • Welche Voraussetzungen gelten für den Besuch der Oberstufe/den Erwerb des Abiturs?
  • Was versteht man unter dem Wahlpflicht- oder Profilbereich?
  • Wie bereitet die Ernst-Reuter-Schule Ihre Kinder auf den Beruf vor?
  • Welche besonderen Angebote hat die Schule (auch im Ganztagsbereich)?

Details zur Kooperativen Eingangsstufe sind bereits auf der Schulhomepage kgspattensen.de nachzulesen und werden auch noch einmal genauer auf dem Informationsabend erläutert. Darüber hinaus kann nachfolgend der aktuelle Flyer unserer Schule hier eingesehen werden:

Ansprechpartner

Ulrich Ziehn

Didaktischer Leiter
erreichbar unter ziehn@pattensen.de und über 05101/1001-603

Jugend debattiert Regionalfinale 2020 an der ERS

Am Donnerstag, den 06.02. fand neben der Azubi-Messe auch erstmalig das diesjährige Jugend debattiert Regionalfinale an der Ernst-Reuter-Schule statt. Die Ernst-Reuter-Schule wurde auf dieser Veranstaltung, deren Erstplatzierte am Landesfinale im Niedersächsischen Landtag teilnehmen, von der Neuntklässlerin Mia Oehlsen und der Elftklässlerin Mila Revink vertreten.

Debattiert wurden die Fragen Sollen Windräder näher an Wohnsiedlungen errichtet werden dürfen? und Soll die Polizei in Pressemitteilungen die Nationalität von Tatverdächtigen nennen?

Mittlerweile im sechsten Jahr beteiligt sich die Ernst-Reuter-Schule an Jugend debattiert. In diesem Projekt lernen Jugendliche in Unterricht und einem schulischen Wettbewerb das Debattieren. Inhaltlich geht es um schulische und politische Streitfragen. Sie lernen dabei im geregelten und fairen Wettstreit nicht nur ihre Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit zu verbessern, sondern auch ihre Sachkenntnis und Überzeugungskraft.

Die Schüler des achten bis elften Jahrganges, die sich bereits auf Klassen- bzw. Kursebene qualifiziert haben, traten bereits im Dezember im Schulwettbewerb gegeneinander an. Nachdem unsere Schulsieger in den vergangenen Jahren immer an andere Schulen fahren mussten, ist es in diesem Jahr gelungen die Ausrichtung des Regionalwettbewerbs nach Pattensen zu holen. „Alle Gäste haben sich sehr wohl bei uns gefühlt. Besonders beeindruckt waren sie auch vond er großen Kooperationsbereitschaft der hiesigen Kommunal- und Landespolitiker für die Veranstaltung“, freut sich Andreas Ulrich, Schulkoordinator für Jugend debattiert an der ERS.

Wie bei Jugend debattiert an der ERS üblich, wurde die Jury nicht nur mit Schülern und Lehrern besetzt. Es jurierten ebenso Bürgermeisterin Ramona Schumann, SPD-Ratsfrau Marion Kimpioka und SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann. Bereits beim Schulfinale an der ERS im Dezember hatte Schumann in der Jury mitgewirkt neben  dem CDU-Fraktionsvorsitzenden und Ratsherrn Dr. Horst Bötger. „Wir haben hiermit eine schöne Tradition fortgesetzt, die mittlerweile ein wertvolles Bindeglied zwischen Politik und Schule darstellt“, bestätigt Schulleiterin Mirjam Gerull, die Teilen der Veranstaltung ebenfalls beiwohnte.

Text: Ulr, Bilder: Köl

 
 

KGS erwartet Schüler aus Madrid (HAZ vom 31.01.20)

Fachgruppe organisiert Austausch mit dem Instituto Malala
 

Pattensen. In diesem Schuljahr ist es der Fachgruppe Spanisch an der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen gelungen, erstmalig einen Spanien-Austausch auf die Beine zu stellen. 16 Pattenser Schüler des Spanischkurses vom neunten Gymnasialjahrgang waren Ende November bereits eine Woche zu Gast bei Familien von etwa gleichaltrigen Schülern der Madrider Schule Instituto Malala.

„Es ist der inzwischen vierte Anlauf in eineinhalb Jahren von uns gewesen, mit einer Schule in Spanien einen Austausch zu organisieren“, sagte die KGS-Fachobfrau Lara-Marie Schiller, die sich über die noch junge Kooperation beider Schulen freute. Bei früheren Anläufen habe es zwar immer großes Interesse auf spanischer Seite daran gegeben, aber man sei mit einem Austauschprogramm leider nicht weitergekommen.

Persönliche Kontakte

Der aktuelle Kontakt mit der bei rund 500 Schülern nur etwa halb so großen Madrider Schule Instituto Malala sei über den Bekannten eines Bekannten entstanden, berichtete Schiller. Zusammen mit den beiden weiteren Spanischkurs-Lehrern an der KGS, Rebekka Raphael und Daniel Scheibelhut, war sie beim Madrid-Aufenthalt in einem privat angemieteten Apartment untergebracht. „Wir sind aus organisatorischen Gründen zu dritt und nicht zu zweit als Begleitpersonen mitgeflogen, weil es der erste Austausch mit Spanien ist“, so Schiller weiter.

Geflogen sei man, weil sich trotz des selbst gesteckten Klimaschutzanspruches weder mit Bus noch mit Bahn zeitlich und kostenmäßig eine vertretbare Alternative zur Anreise geboten hätte. Mit Bus oder Bahn wären es für die knapp 2000 Kilometer fast 22 Stunden Anfahrt gewesen. Da es für die Fahrt keine Zuschüsse gab, haben die Teilnehmer ihre Reisekosten auch selbst bezahlt.

Zum klassischen Programm gemeinsam mit den spanischen Schülern gehörten neben dem Besuch der von 8 bis 15 Uhr laufenden Schule auch Besichtigungen der vielen Sehenswürdigkeiten von Madrid.

Die am Austausch teilnehmenden 13 Mädchen und drei Jungen des insgesamt 25 Schüler zählenden KGS-Kurses lernten in ihren jeweils ausgesuchten Gastfamilien außerdem den Alltag in Spanien kennen.

„Wenn man sich mit Freunden trifft, dann geschieht das dort im Freien – im Park oder so – und nicht zu Hause“, bemerkte Lilly (15, 9G1). Zum Abendessen ins Restaurant geht man dort selten vor 21 Uhr. „Und morgens gibt es zum Frühstück mehr Gebäck und Süßes als bei uns“, ergänzte Madeline (15, 9G1). Dafür würden die Lehrer geduzt, es sei lauter und es gebe weniger Gruppenarbeit und dafür mehr Frontalunterricht, beobachtete Louisa (15, 9G3) in der Schule.

Ausbau zur Europaschule

An dieser Schule wird parallel dreisprachig auf Spanisch, Englisch und Französisch unterrichtet – nicht aber auf Deutsch. „Die Schule möchte jedoch eine Europaschule werden und sich dafür international breiter aufstellen“, erläuterte Scheibelhut das spanische Interesse am Austausch mit der KGS Pattensen. So musste in Gesprächen zwischen den deutschen und spanischen Schülern auch schon mal auf Englisch zurückgegriffen werden.

Für den nun freudig erwarteten Gegenbesuch der Schüler und Lehrer aus Madrid vom 16. bis zum 23. März sind neben den Erfahrungen des deutschen Schul- und Familienlebens auch Ausflüge nach Hannover – mit Maschsee und Rathaus – und eventuell nach Hameln oder Hamburg geplant.

„So ein Austausch ist hilfreich für die Schüler zur persönlichen Weiterentwicklung. Viele von ihnen sind das erste Mal ohne Eltern unterwegs gewesen. Und sie lernen durch das Leben in einer anderen Familie die Unterschiede zum eigenen Daheim kennen“, sah Lara-Marie Schiller einen wichtigen Lerneffekt neben dem Praxistest der Fremdsprache.

Text/Bilder: Torsten Lippelt (HAZ)

System hat nicht mehr funktioniert (HAZ vom 12.12.19)

Für manche Eltern wird der Besuch in der neuen Kooperativen Eingangsstufe (KES) der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen vermutlich ein kleiner bis mittelgroßer Kulturschock sein. Einige Kinder aus dem fünften Jahrgang schlendern während einer Schulstunde in Richtung des Auditoriums, andere liegen auf Matten in den Gängen. In den Unterrichtsräumen selbst sind überall Kleingruppen zu sehen, die gemeinsam an etwas arbeiten. Laut ist es jedoch nicht. Alle sind beschäftigt.

Das neue in diesem Schuljahr für die Jahrgänge fünf bis sieben eingeführte Modell der Kooperativen Eingangsstufe sticht besonders durch zwei Aspekte hervor: Die Lehrer gehen individueller auf jeden Schüler und seinen persönlichen Entwicklungsstand ein. Gleichzeitig wird von den Schülern mehr Eigeninitiative als zuvor gefordert. Der didaktische Leiter Ulrich Ziehn spricht vom sogenannten Beziehungslernen, das Empathie und gegenseitige Wertschätzung betont.

Kaum noch Frontalunterricht

„Wir haben den Frontalunterricht zum großen Teil aufgegeben. Das alte System hat nicht mehr funktioniert“, erläutert Ziehn. Frontalunterricht bezeichnet das Modell, in dem der Lehrer für alle einheitlich etwas erläutert und die Schüler zuhören. Nicht alle können diesem Unterricht jedoch folgen – schon allein, weil jeder in einem anderen Tempo lernt, sagt Ziehn. Stattdessen gibt es jetzt definierte Wochenziele, die jeder Schüler erreichen muss. Die nötige Zeit dafür kann er jedoch deutlich freier gestalten als zuvor. Die Fortschritte werden in individuellen Lernmappen festgehalten.

Beweisen müssen sich die Schüler nicht mehr nur in Klassenarbeiten, sondern auch in selbst oder im Team erstellten Präsentationen. Die Unterrichtsziele müssen nach wie vor erreicht werden. Nur die Wege dorthin sind differenzierter. „Elemente des klassischen Frontalunterrichts gibt es auch noch“, sagt Ziehn. Der Lehrer erläutert die Grundlagen, und dann werden die Schüler selbst aktiv.

 

Viel Zeit für Gruppenarbeit

Um ihre Projekte vorzubereiten, bekommen die Schüler dann auch die nötige Zeit. So gibt es täglich eine sogenannte Meile-Stunde, was für „Meine Lernzeit“ steht. Dort können sich die Kinder für Gruppenarbeiten im Klassenraum zusammensetzen oder sich mit den in jedem Raum liegenden Matten an einen anderen Ort innerhalb der Schule zurückziehen. Weiterhin steht jeweils vier Schülern einer Klasse pro Tag das Auditorium zur Verfügung. Dort können Schüler dann abseits der Klasse in Ruhe bestimmte Themen recherchieren. Ziehn betont, dass die Schüler jedoch immer noch rund um die Uhr betreut werden. Zur Beschreibung nutzt er eine Metapher. „Wir geben Wände vor. Das ist auch nötig, damit die Schüler sich den Raum ertasten können“, sagt er.

Die Schüler können auf verschiedenen Wegen äußern, was ihnen gefällt und was nicht. Einmal in der Woche gibt es in jeder Klasse eine Feedbackstunde, in der die Lehrer in Einzelgesprächen mit den Schülern besprechen, wie die Woche gelaufen ist. „Wir erfahren so viel mehr von den Schülern und ihrer Lebenswelt. So gibt es manchmal auch private Gründe, weshalb einzelne Schüler in einer Woche besonders still waren“, sagt Ziehn. Zusätzlich zu den Gesprächen innerhalb der Klasse gibt es regelmäßig Treffen zwischen Lehrern und Klassensprechern.

 

Gemeinsam bis zur siebten Klasse

Neu ist auch, dass Schüler aller Schulzweige bis zum siebten Jahrgang in einer Klasse bleiben. Für die Schüler hat das den Vorteil, dass sie beim Wechsel eines Schulzweigs nicht auch die Klasse wechseln müssen. „Etwa 10 Prozent der Kinder werden für den gymnasialen Zweig gemeldet, obwohl die Realschule zumindest zu dem Zeitpunkt geeigneter wäre“, sagt Ziehn. Umgekehrt sei es so, dass einige Kinder im fünften und sechsten Jahrgang noch einen Sprung machen und vom Hauptschul- in den Realschulzweig oder vom Realschulzweig zum gymnasialen Zweig wechseln können.

Die Klassenarbeiten schreiben die Schüler auf dem Niveau des Schulzweigs, für den sie angemeldet sind. Die Bewertung der Präsentationen basiere unter anderem auf der Verwendung von Fachsprache. „Die Anforderungen an Schüler aus dem gymnasialen Zweig sind höher als für Schüler aus dem Hauptschulzweig“, sagt Ziehn. So bekommen Hauptschüler in einer Präsentation bei gleicher Leistung wie der eines Gymnasiasten eine bessere Note als dieser. Akzeptieren die Schüler das? „Einiges muss sich noch einspielen, doch bis jetzt läuft es“, sagt Ziehn.

Die Schule hat für das Modell nur diejenigen Lehrer eingesetzt, die sich freiwillig dafür gemeldet haben. Jahrgangsleiterin Astrid Bollmann sagt, dass die neue Unterrrichtsart von den Lehrern viel Engagement, Flexibilität und Mut erfordere. „Am Ende gilt: Wenn es den Lehrern gut geht, geht es auch den Schülern gut“, sagt sie.

Rund 25 Lehrer, etwa ein Viertel der Belegschaft, engagieren sich in der Kooperativen Eingangsstufe. Viele werden möglichst oft innerhalb einer Klasse eingesetzt. „Wir achten darauf, dass die Klassen nicht für jedes Fach einen anderen Lehrer haben“, sagt Bollmann. Das sorgt zum einen für eine engere Bindung von Lehrer und Schüler und ermögliche zum anderen den Lehrern mehr Flexibilität. „Wenn zum Beispiel ein Lehrer Deutsch und Englisch unterrichtet und am nächsten Tag eine Englischarbeit ansteht, kann er sich spontan entscheiden, statt der geplanten Deutschstunde noch eine englische Einheit zu unterrichten“, sagt Bollmann.

Lob von Schülern

Die aktuellen Fünftklässler loben die Unterrichtsform. „Wir müssen schließlich auch selbstständig werden“, sagt der zehnjährige Sirius, einer der Klassensprecher aus dem fünften Jahrgang. Dennoch übt er auch Kritik. „In den freien Arbeitszeiten wissen manchmal nicht alle, was sie machen sollen“, sagt er. Ziehn erläutert, dass jede Unterrichtsform immer in Entwicklung sei und noch verbessert werden kann. Deshalb werde dem Feedback so eine große Rolle eingeräumt. Eltern können den Unterricht auf Anfrage besuchen. „Das war vorher auch schon möglich“, sagt Ziehn. „Doch gerade bei diesem neuen Modell weisen wir noch einmal explizit darauf hin.“

Text/Bilder: Tobias Lehmann, HAZ

Ab 2020 summt es bei uns!

Seit diesem Schuljahr gibt es an unserer Schule ein Bienenteam. Wir haben im Mai 2019 an einem Praxislehrgang zum Thema „Sommerbienenkonzept“ des Bildungswerkes Kronsberghof mit lebenden Bienen und viel Anschauungsmaterial teilgenommen. Sogar unseren eigenen Honig konnten wir ernten und probieren.

Im Laufe des zweiten Halbjahres werden wieder einige Bienen auf unserem Schulgelände ein Zuhause finden. Auch freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Pattensen.

Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen eines Profilkurses und der Wald und Bienen AG mit unseren Bienen in Berührung kommen. Bei Fragen kann man sich per Email an bienen@kgs-pattensen.de wenden.

Mitglieder des Bienenteams: Johannes Weibert, Christine Lorentz, Birger Heel, Timo Stiehl.