Klimaschutzprojekte 11. Jahrganges sorgen für Aufmerksamkeit

Die beiden GSW Profile des 11.Jahrgangs erproben in diesem Schuljahr eine neue, projektartige Unterrichtsgestaltung.

Angekoppelt an den Klimaschutzwettbewerb: How to: Climate change des SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch, haben die insgesamt 33 Schüler:innen innovative und konkret zur Umsetzung konzipierte Projekte zum Klima/Umweltschutz erarbeitet und durchgeführt.

Unter der Prämisse „Global denken – lokal handeln“ entstanden in sechs Projektgruppen Ideen für sozialverträglichen Klimaschutz, der vor Ort umgesetzt werden kann:

E-Mobility, Together we’re green: Schulklimakonferenz, Grünes Klassenzimmer, Schulwald & Insektenhotels, Kleintierschutz in Wäldern und Wir halten unsere Umwelt sauber (für die Projektvideos bitte auf die Verlinkungen klicken)

Die beiden Kursleiter Frau Bruder und Herr Scheel empfinden die Erprobung dieser Profilausgestaltung als sehr gewinnbringend für die Schüler:innen: „In den einzelnen Projektarbeitsphasen zeigte sich wie viel methodisches Know How unsere Schüler:innen sich bereits für fachbasierendes kreatives, eigenverantwortliches und zielorientiertes Arbeiten über die Unterrichtsjahre angeeignet haben. Wir halten eine Nachhaltigkeit und ein Weiterbestehen der initiierten Projekte als sehr erstrebenswert und es ist angedacht, dies im nächsten Schuljahr mit den folgenden GSW Profilkursen weiterzuverfolgen.“   

Die Wettbewerbsprojektpräsentationen finden am 12.Juli vor breitem Publikum an der Erich-Kästner-Schule in Laatzen statt. Alle 16 teilnehmenden Schulen der Region Hannovers und eine zusätzliche Fachjury werden hier ihr Votum für das beste Klimaschutzprojekt abgeben.

Text: Bru

Freiwilligendienst: KGS sucht Bewerber (HAZ vom 01.06.22)

Zwei frühere Schüler arbeiten ein Jahr als Bufdis an Ernst-Reuter-Schule / Nachfolger erwünscht

Pattensen-Mitte. Ob als Tröster bei Liebeskummer, als Unterstützer beim Sportunterricht oder einfach zum Quatschen über die neuesten Modetrends oder Computerspiele – die Einsatzgebiete für die Bundesfreiwilligendienste an der Ernst-Reuter-Schule in Pattensen sind vielfältig. Marco Lentz (19) und Laura Heinrich (20) sind aktuell als sogenannte Bufdis an der Schule im Einsatz. Allerdings endet ihre Tätigkeit in wenigen Monaten. Die KGS sucht deshalb junge Menschen, die ab Mitte August ihren Bundesfreiwilligendienst an der Schule verrichten möchten.

Von der fünften bis zur zehnten Klasse ist Lentz zur KGS gegangen. Dass der in Pattensen lebende
19-Jährige diese so schnell wiedersieht, hatte er nicht gedacht. „Nach meinem Fachabitur habe ich nicht gewusst, was ich machen soll“, sagt er. Er entschied sich für den Bundesfreiwilligendienst. Und bereut die Entscheidung keineswegs. „Man erlebt die alte Wirkungsstätte plötzlich aus anderer Perspektive. Das war anfangs schon etwas komisch“, sagt er. Statt einer von rund
1200 Schülerinnen und Schülern zu sein, ist er plötzlich etwas Besonderes. „Man hat eine Vorbildfunktion. Der versuche ich bestmöglich nachzukommen“, sagt er.

Ansprechpartner für alle

Heinrich nickt bei den Worten ihres Kollegen. Sie hatte die Schule in der elften und zwölften Klasse besucht. „Es ist eine gute Kombination, dass wir männlich und weiblich sind. So ist für jeden der richtige Ansprechpartner da“, sagt sie. Sie habe eher einen guten Draht zu den älteren Schülern. Lentz sei in vielen Fällen Vertrauensperson der Jüngeren.

Beide sind froh, ihre eigenen Interessen mit in die Tätigkeit einfließen zu lassen. So bezeichnet sich Lentz selbst als sportbegeistert. Deshalb unterstützt er die Lehrer gerne im Sportunterricht. „Sie sind flexibel einsetzbar. Wir brauchen sie, damit der Laden hier läuft“, sagt Schulsozialpädagogin Carina Ingles.

Sie seien bei Elterngesprächen involviert oder beaufsichtigen in den Pausen Schulbereiche oder sind bei Arbeitsgemeinschaften mittendrin. „Sie müssen Verantwortung übernehmen. Deshalb müssen sie verlässlich sein“, sagt Ingles. „Es ist bei ihnen noch nicht so lange her, dass sie bei uns auf der Schule waren. Jetzt haben sie eine andere Rolle und sind nah an den Schülern dran.“

Erfahrungen helfen im Beruf

Beide Bufdis stellen fest, dass sie im Rahmen ihrer Arbeit gereift seien. „Ich habe meine Geduld auf alle Fälle verbessert“, sagt Heinrich. „Ich wollte immer gerne viel auf einmal machen, aber ich muss auch mal durchatmen“, sagt sie. Lentz bezeichnet sich als „ruhiger Typ“. Er habe erst lernen müssen, offener zu sein, offensiv auf die Schüler und auch Lehrer sowie die Schulleitung zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Das klappe inzwischen sehr gut. „Es hilft, die soziale Kompetenz zu verbessern. Später im Berufsleben arbeitet man auch mit Kollegen“, sagt er.

Heinrich genieße diese Tätigkeit, sagt aber auch: „Die Arbeit kann ganz schön stressig werden.“ Es ist eine Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden. Obwohl es ein Freiwilligendienst ist, wird die Tätigkeit vergütet. 330 Euro gibt es im Monat dafür. „Das ist ein nettes Zubrot“, sagt Lentz. „Wenn man noch zu Hause bei den Eltern wohnt, kann man damit sehr gut leben. Es ist das erste selbst verdiente Geld“, ergänzt Heinrich.

Sie werde ab dem Spätsommer Psychologie per Fernstudium studieren. Lentz strebt eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann an.

Einfühlungsvermögen nötig

Zu den Qualifikationen der Bewerberinnen und Bewerber sagt Heinrich: „Man muss ein gewisses Einfühlungsvermögen besitzen. Man muss einerseits ruhig sein, auf der anderen Seite aber auch ein kommunikativer Mensch sein.“ Lentz ergänzt: „Für Leute, die keine sozialen Kontakte wollen, ist das nichts.“ Bezüglich der Unterstützung der Schule sind beide positiv: „Man steht nie alleine da und bekommt die Hilfe der Lehrer und der Schulleitung“, sagt Heinrich.

Wer sich für den Bundesfreiwilligendienst an der KGS interessiert, kann ein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf an Schulsozialpädagogin Susanne Farkhar per E-Mail an oase@kgs-pattensen.de senden.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Bürgermeister begeistert vom „Makerspace“ (HAZ vom 27.05.22)

Im Werkraum der Ernst-Reuter-Schule entwickeln Jugendliche Softwareprogramme und 3D-Simulationen

Pattensen-Mitte. Wo sonst Schüler schrauben, löten oder den 3D-Drucker steuern, haben sich kürzlich neun Bürgermeister niedersächsischer Kommunen getummelt. Die Delegation bewunderte den Werkraum mit dem Namen „Makerspace“ der Ernst-Reuter-Schule. „Mit dem Besuch von Projekten wie diesem möchten wir den Bürgermeistern aufzeigen, was vor Ort mit unseren Förderungen an aktuellen Entwicklungen möglich sind“, sagte Dinah Stollwerck-Bauer. Sie ist die Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung und hat die Realisierung an der KGS Pattensen mit der Fördersumme von 75 000 Euro möglich gemacht.

„Im Sinne der Grundidee von Schule im Aufbruch erhalten unsere 1100 Schüler hier Raum, Ideen projektartig zu erarbeiten“, erklärte KGS-Schulleiterin Mirjam Gerull. Ganzheitlich und nachhaltig weite sich die gesellschaftliche Bildungslandschaft in der Stadt Pattensen durch die externen Kooperationen über das Schulgelände hinaus aus.

So waren beim Bürgermeisterbesuch unter anderem mit Peter Grochowski und Jörg Stotz auch technisch versierte Mitglieder der KGS-Kooperationspartner des Modellflugclubs Pattensen und vom Ortsverband Marienburg vom Deutschen Amateurradio Club vor Ort dabei. „Es ist eine tolle Idee, die Stadtgesellschaft mit einzubinden und so zu stärken“, sagte Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD). „So wird über das Schulgebäude hinweg die gesamte Stadt zum gemeinsamen Lernort.“

3D-Simulation der Schule

Fast eine Stunde lang ließen sich die Bürgermeister – unter anderem aus Diekholzen, Hessisch Oldendorf, Sulingen, Uchte und Wunstorf – von KGS-Schülern über moderne Geräte und selbst entwickelte Softwarespielprogramme informieren. So zeigte Frederik Postler (17) an einem Modell seine Fortschritte beim elektrisch gesteuerten synchronen Öffnen und Schließen von Wohnungsfenstern für ein modernes „Smart-Home“. Jonas Nartov (17) arbeitete für zukünftige Schüler an einer 3D-Simulation der KGS Pattensen, bei der man virtuell nach Wunsch alle Räumlichkeiten der Schule kennenlernen kann.

Makerspace-Projektleiter Stefan Lampen und der Physik- und Mathematiklehrer Ralf Lürig blicken zudem voraus: In den kommenden Wochen besuchen die Neuntklässler in Zusammenhang mit dem Thema Nachhaltigkeit einen Hersteller von Bio-Kunststoff für die 3D-Drucker.

Und nach den Sommerferien startet der rund 20-köpfige Profilkurs des zehnten Jahrgangs eine „MINT-Space-Lab“-Kooperation mit Christian Schmicke von der Abteilung Maschinenbau an der Hochschule Hannover. Die Aufgabe der Schüler dabei: Aus der Ferne eine Pflanze zu überwachen und diese möglichst auch gedeihen zu lassen. Die Pflanzen sind in Räumen des Projekthauses an der Bismarckstraße untergebracht. Mit Kamera, Wassersensoren und kleinen Heizelementen können sie online kontrolliert werden.

Text/Bilder: Torsten Lippelt (HAZ)

Stadtradeln vom 29.5. bis 18.6.2022: Schon im Stadtradeln-Schulteam?

Vom  29.5. bis 18.6.2022 findet wieder das STADTRADELN in der Region Hannover statt. STADTRADELN ist ein bundesweiter Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist. Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte.

Auch wir nehmen als Schulgemeinschaft beim STADTRADELN teil und treten somit gegen andere teilnehmende Schulen in der Region Hannover an. Vor 2 Jahren konnten wir den 3. Platz erreichen und 500€ Preisgeld gewinnen. Das wollen wir wieder schaffen! Dazu laden wir Euch und Sie ein, sich ebenfalls im Schulteam anzumelden und im Aktionszeitraum die mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer zu zählen. Schülerinnen und Schüler können sich mit der Anmeldung direkt in der eigenen Klasse anmelden. Auch die Klasse mit den meisten gefahrenen Kilometern wird intern ausgezeichnet. Eltern dürfen sich im Hauptteam der Schule anmelden und uns somit fleißig unterstützen.

Wie funktioniert eine Anmeldung?
Über diesen Link gelangt man direkt zur Anmeldung im Schulteam. Mit wenigen Klicks kann man die Daten eingeben und schon kann losgeradelt werden. STADTRADELN gibt es auch in den Appstores, sodass man alle Eintragungen auch am Smartphone vornehmen kann.

Wie bleibe ich auf dem neuesten Stand?

  • Auf der Schul-Homepage veröffentlich wir ab Aktionsstart den aktuellen Kilometerzähler und die neuesten Infos.

  • Über unseren Instagram-Kanal „stadtradeln_kgspattensen“ werden regelmäßig Neuigkeiten zum Schulradeln gepostet.

Am 29.5.22 findet als Auftaktveranstaltung eine „Velo Family Tour“ mit viel kinderfreundlichem Programm in Hannover statt. Weiterführende Informationen finden sich hier. Wir laden alle herzlich zur Teilnahme ein!

Wir freuen uns auf 21 fahrradintensive Tage, in denen wir uns als das groß(artig)e Team erleben können, das wir tagtäglich sind :).

Ansprechpartnerinnen für die Schulgemeinschaft:
Sophie Stettner (Q1) und Antonia Gerharz (Lehrkraft)

Kleine Kleider machen kleine Leute – Kommissionsbasar für den Schulgarten

Am 25.6.2022 findet im Zeitraum von 9:00-12:00 Uhr in der Aula der Ernst-Reuter-Schule ein großer Kommissionsbasar für alles rund ums Kind statt.

Wir verkaufen gut erhaltene Kinderbekleidung, Spielzeuge, Fahrzeuge, Babysachen, Bücher, CDs und vieles mehr…Hier sollte für jeden etwas dabei sein!
Währenddessen Sie in der Aula nach Lust und Laune in jeder Kategorie und Größe stöbern können, können sich Ihre Kinder auf dem Klettergerüst neben dem Schulgebäude austoben.
Zusätzlich wird es ein Kuchenbuffet mit viel Auswahl und frischen Kaffee geben, um sich eine Auszeit zu gönnen.

20% der Einnahmen gehen als Spende an den Förderverein der Schule und werden genutzt, um das „Grüne Klassenzimmer“ im Schulgarten auszubauen.

Sollten Sie selbst Interesse daran haben, Sachen zu verkaufen, so können Sie zur Listenausgabe am 24.5. oder 26.5. im Zeitraum von 16-17 Uhr (Ernst-Reuter-Schule, Platz St. Aubin 1, 30982 Pattensen) in die Schule kommen.

Wenn Sie den Schulgarten unentgeldlich unterstützen wollen, nehme wir zudem sehr gerne Ihre gut erhaltenen Sachspenden entgegen!

Zusätzlich würden wir uns auch freuen, wenn Sie sich vorstellen könnten, als Helfer aktiv dabei zu sein und uns beim Aufbau am 24.6.2022 ab 13 Uhr oder beim Abbau am 25.6.2022 ab 13 Uhr zu unterstützen. Gerne nehmen wir auch Kuchenspenden entgegen!

Bei Fragen zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren:
kinderbasar@kgs-pattensen.de

Von Regenwald bis Afghanistan (HAZ vom 17.05.22)

Redaktion der Online-Schülerzeitung der Ernst-Reuter-Schule erhält Auszeichnung / Lob für vielfältige Themen und gründliche Recherche

Redaktion der Online-Schülerzeitung der Ernst-ReuPattensen-Mitte. Sie schreiben über die Abholzung des Regenwaldes, über ukrainische Flüchtlinge, über Aids und die Situation mit der Taliban in Afghanistan. Die 16 jungen Journalistinnen und Journalisten der Schülerzeitung „Reuter Times“ der Ernst-Reuter-Schule widmen sich teils großen Themen. „Das ist total cool, dass man sein eigenes Ding machen kann“, sagt die 16-jährige Haeat. Ganz besonders cool finden alle, dass der Blog der KGS Pattensen kürzlich einen Preis gewonnen hat. Der Verband der niedersächsischen Jugendredakteure (VNJ) hat die Schule in der Kategorie Online gewürdigt.

„Die Reuter Times ist eine Online-Schülerzeitung, wie man sie sich vorstellt. Immer aktuell, übersichtlich und mit einer bunten Mischung an Themen“, sagt Ann-Christin Weber. Sie ist stellvertretende VNJ-Vorsitzende. „Mit einem Klick merkt man schnell, dass die jungen Redakteurinnen und Redakteure schreiben, worauf sie Lust haben und was sie und ihre Leserschaft bewegt“, begründet sie die Auszeichnung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden zudem sorgfältig recherchieren und ihre Quellen bei den Artikeln angeben.

Lehrer halten sich zurück

„Über diese Auszeichnung freuen wir uns natürlich sehr“, sagt Benedikt Alt. Er ist Lehrer und betreut mit seinem Kollegen Pascal Schirmer und dem stellvertretenden Schulleiter Andreas Ulrich zusammen die Schülerzeitung. „Wir lassen den Schülerinnen und Schülern viel Freiraum bei der Themenfindung“, sagt Alt. „Niemand ist auf einen bestimmten Bereich festgeschrieben.“ Die Schreibenden sollen gegenseitig ihre Texte redigieren. „Wir als Lehrer schauen abschließend nur noch einmal drüber und korrigieren Schreibfehler“, sagt Alt.

Die Freiheiten kommen bei den Neunt- und Zehntklässlern sehr gut an. „Es macht Spaß, auf diesem Wege anderen Wissen zu vermitteln und sich selbst mit bestimmten Themen zu befassen“, sagt die 15-jährige Lucie. „Dieser Preis motiviert uns natürlich, weiterhin besondere Themen zu finden und darüber zu schreiben“, sagt die 14-jährige Lena. Sie recherchiert aktuell zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Abholzung und Urlaubstipps

Ein paar Arbeitsplätze weiter befassen sich die beiden 15-jährigen Schülerinnen Benthe und Melina mit der Abholzung des Regenwaldes im Amazonasgebiet und Reisezielen innerhalb von Deutschland. „Es ist schön, wenn man den Urlaub im eigenen Land verbringt“, sagt Benthe. Auf die Themen seien sie beim Suchen im Internet gestoßen. Und was bringt sie zur Reuter Times? „Ich schreibe gerne, Deutsch ist mein Lieblingsfach“, sagt Benthe weiter.

Aufgrund der Pandemie wird es in diesem Jahr keine offizielle Preisverleihung geben. Demnächst soll laut VNJ ein Paket mit Urkunde und „kleinen Überraschungen“ bei der KGS ankommen.

Mit dem ersten Platz qualifizierten sich die „Reuter Times“ zudem für den bundesweiten Entscheid der besten Schülerzeitungen. Dabei ging die KGS allerdings leer aus. Doch das entmutigt in der Redaktion niemandenter-Schule erhält Auszeichnung / Lob für vielfältige Themen und gründliche Recherche.

Text/Bilder: Mark Bode (HAZ)

KGS-Schüler fordern mehr Elektroladesäulen (HAZ vom 16.05.22)

Elftklässler wünschen sich Umsetzung an Schulparkplätzen / Stadtverwaltung reagiert zurückhaltend

Pattensen-Mitte. Es hatte lange gedauert. Als letzte der 21 Kommunen der Region Hannover hat die Stadt Pattensen inzwischen an zwei Standorten öffentliche Ladesäulen für Elektroautos geschaffen. Einer befindet sich am Pattenser Bad, der andere an der Ecke Heinz-Golitz-Straße und Marienstraße. Doch für Schülerinnen und Schüler des elften Jahrgangs der Ernst-Reuter-Schule ist das noch nicht genug. sie haben im Rahmen eines Klimaschutzprojekts die Idee entwickelt, auf den Parkplätzen an der KGS weitere Ladesäulen zu errichten. Doch die Stadt gibt sich diesbezüglich zunächst noch zurückhaltend.

„Wir halten das für eine gute Idee“, sagt die 17-jährige Schülerin Sina Reichel. Sie besucht die elfte Klasse der Ernst-Reuter-Schule und beteiligt sich im Rahmen eines Profilkurses am Klimaschutzprojekt „How to: climate change“ des SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch. „Wir hatten schon mit dem Hausmeister der KGS und dem Jugendparlament über unsere Idee gesprochen“, sagt Sina. Gemeinsam mit vier Mitschülern engagiere sie sich für eine Attraktivitätssteigerung der E-Mobilität in Pattensen. „Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitschüler aus der Oberstufe haben schon signalisiert, dass sie das begrüßen und über ein Elektroauto nachdenken würden, wenn es an der KGS Lademöglichkeiten gibt“, sagt Sina.

Elf Standorte in Prüfung

Die Stadt Pattensen hatte im Jahr 2020 bereits in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Eon Avacon elf Standorte in Pattensen-Mitte mittels eines Kriterienkatalogs auf ihre Eignung für E-Ladesäulen geprüft. In die Bewertung flossen die Standzeit des Autos, die Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, die Distanz zu Bundesstraßen, die Sichtbarkeit für das Image des Unternehmens sowie mögliche Stellplätze ein. Das Calenberg Center landete in der Rangliste auf Platz eins. Dort sei es allerdings Sache des Centermanagements, den Bau umzusetzen.

Der Standort KGS hatte in dieser Überprüfung am schlechtesten abgeschnitten. „Eine Realisierung dieses Standorts ist daher nicht erfolgt“, sagt Stadtmitarbeiterin Renate Riedel. Allerdings zeigt sich Sina von der Bewertung überrascht. Die Verweildauer wurde dabei mit „kurz“ angegeben, was weniger als eine Stunde bedeutet. „Eigentlich sind die Lehrer und Schüler schon mehrere Stunden vor Ort. Und abends könnten auch Pattenser aus der Nachbarschaft die Ladesäulen nutzen“, sagt die 17-Jährige.

Ihrer Ansicht nach sei es vielleicht realistisch, die bevorstehende Sanierung der Sporthalle gleich mit dem Verlegen von entsprechenden Stromkabeln in Richtung Parkplatz zu verbinden. Sie sagt aber auch: „Wenn der Standort an der Schule doch nicht geeignet ist, wollen wir uns dennoch weiterhin für mehr Ladesäulen in der Stadt einsetzen“, sagt Sina. Und das sogar über das Ende des Klimaschutzprojektes im Juni hinaus. „Dann eben an anderen Standorten in Pattensen“, sagt sie weiter.

Keine weiteren Mittel

Die Verwaltung teilt mit, dass aktuell lediglich die Beschaffung von E-Ladesäulen im Zusammenhang mit den Neubauten der Grundschule sowie der Kindertagesstätte in Schulenburg geplant seien. „Für weitere Ladesäulen sind keine Mittel im Haushalt der Stadt Pattensen veranschlagt“, sagt Riedel.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Schüler sammeln 15 000 Euro bei Spendenlauf (HAZ vom 05.04.22)

Diese sportliche Betätigung hat sich gelohnt – und das im wahrsten Sinne: Mehr als 15 000 Euro haben Schülerinnen und Schüler beim Spendenlauf der KGS Pattensen mit ihren gelaufenen Runden eingesammelt.

Die endgültige Summe ist allerdings noch nicht bekannt, weil einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Zettel nicht abgegeben hatten. 80 Prozent des Gesamtbetrages soll an den geplanten Jugendsportplatz Multisportcourt gehen. Die restliche Summe darf der Abiturjahrgang für sich behalten – als Dank für das Organisieren des Spendenlaufes.

„Mit der Summe sind wir sehr zufrieden“, sagt Mila Revink. Sie ist Jugendbürgermeisterin, angehende Abiturientin und Jahrgangssprecherin.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Miersch stellt Klimaschutzprojekt an KGS vor (HAZ vom 21.03.22)

„How to: climate change“: Bundestagsabgeordneter diskutiert mit Schülerinnen und Schülern

Pattensen-Mitte. Während der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch noch die weiteren Schritte seines Klimaschutzprojektes „How to: climate change“ erläutert, tuscheln die beiden 16-jährigen Schülerinnen Lara und Zoe eifrig miteinander. „Wir sprechen über unsere Idee“, sagt Lara zu Miersch, nachdem dieser etwas irritiert dreinblickt. Genau das möchte der Politiker erreichen: Schülerinnen und Schüler sollen sich mit dem Problem des Klimawandels befassen und Ideen entwickeln, der Erderwärmung entgegenzuwirken. Dafür wirbt er bei diesem Besuch an der Ernst-Reuter-Schule in Pattensen.

Lara lebt in Jeinsen, Zoe in Hüpede. „Sonntags fahren nur ganz sporadisch mal Busse. Man kommt fast nicht aus dem Ort oder wieder zurück“, sagt Lara. Sie möchten gerne ein Ruftaxi-Modell entwickeln. „Das wäre nachhaltig. Dann müssen uns unsere Eltern nicht immer irgendwo hinbringen und abholen“, sagt Zoe.

In den nächsten Monaten können sie und die Mitschülerinnen und Mitschüler des Profilkurses im elften Jahrgang ihre Ideen weiter verfeinern. Kursleiterin Mirjam Bruder ist von dem Projekt sehr angetan. „Es wäre fatal, wenn wir uns daran nicht beteiligen“, sagt sie. Es sei eine andere Unterrichtsform, als der reguläre Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler könnten eigenständig arbeiten, kreativ sein.

Keine Schere im Kopf

An diese Kreativität appelliert auch Miersch: „Ihr dürft keine Schere im Kopf haben. Denkt auch Dinge, die derzeit vielleicht noch idiotisch erscheinen.“ Zoe nickt. „Wenn wir uns jetzt nicht einsetzen, bekommen wir ein Problem“, sagt die 16-Jährige. „Wir müssen vorangehen und einfach etwas machen“, ergänzt Lara.

 

Rund eineinhalb Stunden diskutiert Miersch mit den Anwesenden über den vom Menschen gemachten Klimawandel, den CO2 -Ausstoß, fossile Brennstoffe, die Auswirkungen auf die Autoindustrie und über schwierige Verhandlungen bei der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro 2012.

„Was sind wir bereit zu tun“, fragt er. „Wie kriegen wir es hin, dass alle Leute mitgenommen werden? Etwa 85 Prozent der Menschen sind für den Klimaschutz. Aber wenn es um konkrete Maßnahmen geht, werden es schon deutlich weniger“, sagt er. Das sei besonders dann der Fall, wenn Menschen persönlich von Einschnitten – beispielsweise hoher Benzinpreise – betroffen seien.

Bis Anfang Juni haben die Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 16 Schulen aus Mierschs Wahlkreis Zeit, Ideen zu entwickeln und diese schriftlich festzuhalten. Bei einer Abschlussveranstaltung Mitte Juli soll das beste Projekt prämiert werden. Die Sieger gewinnen eine Fahrt in die Hauptstadt.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

KGS baut Praxiswochen weiter aus (HAZ vom 19.03.22)

Deeper Learning: Die Pattenser Schule ist jetzt Teil eines bundesweiten Netzwerks

Pattensen. Die KGS Pattensen stellt den Unterricht in der Oberstufe neu auf: Als eine von nur 13 Schulen bundesweit ist die KGS jetzt in das Innovationsnetzwerk Deeper Learning der Schulpädagogik-Professorin Anne Sliwka von der Uni Heidelberg aufgenommen worden. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm, das von der Telekom-Stiftung getragen wird, um neuartige Lernprozesse speziell für die Oberstufe zu gestalten. „Wir wollen eine zeitgenössische Oberstufe entwickeln, die eine demokratische und interkulturelle Gesellschaft abbildet“, sagen Oberstufenkoordinator Andreas Skouras und Thomas Weiß, Leiter des Gymnasialzweigs der KGS.

Das Deeper-Learning-Modell teilt den Unterricht in drei Abschnitte: Zunächst wird das Wissen über einen bestimmten Bereich erlernt, dann folgt die praktische Arbeit und anschießend die Präsentation des selbst gestalteten Werks. Bisher stehe an vielen Schulen immer noch der erste Bereich im Vordergrund, sagt Skouras. „Auch wir legen weiterhin Wert darauf. Die Schülerinnen und Schüler müssen schließlich ebenso wie alle anderen das Zentralabitur schreiben“, sagt er.

„Mehr Selbstwirksamkeit“

Doch die Bereiche der praktischen Anwendung und das „problemlösende Arbeiten“ sollen an der KGS jetzt auch immer stärker berücksichtigt werden, erläutert Weiß. Ein Baustein seien die sogenannten Pulsarwochen. In dieser Woche nehmen sich die Schüler in Kleingruppen selbst ein Thema vor, entwickeln es in einem Projekt und stellen es schließlich öffentlich vor. „Die Schüler erfahren dadurch eine viel größere Form von Selbstwirksamkeit. Sie können Einfluss nehmen, etwas bewegen“, sagt Weiß. Dazu komme der wichtige Aspekt der Zusammenarbeit. „Bisher waren die Schüler zumindest im Unterricht immer eher Einzelkämpfer. Diese Mentalität wollen wir aufbrechen und das Team mehr in die Vordergrund rücken“, sagt er.

Eine erste Pulsarwoche hatte die KGS bereits kurz vor der Corona-Pandemie ausgerichtet. Dann ruhte das Projekt wegen der verschiedenen Auflagen zwei Jahre. Jetzt hat die Schule das Projekt wieder aufgenommen. Im Februar stellten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ihre Projekte vor, unter anderem ein Start-up für Apfelchips und das öffentliche Thematisieren von Mobbing. „Hier werden Schülerinnen und Schüler auf eine ganz andere Art gefordert. Manche, die im Unterricht vielleicht eher unauffällig sind, wachsen über sich hinaus“, sagt Weiß. Gleich mehrere Schüler hätten freiwillig auch am Wochenende daran gearbeitet, ihre Projekte umzusetzen.

Pulsarwochen mehrmals im Jahr

Zurzeit ist geplant, die Pulsarwochen bis zu dreimal im Jahr anzubieten. Bewertet werden sie nicht. „Es gibt keine bundeseinheitliche Regelung. In einigen Bundesländern dürfen Pulsarwochen in die Bewertung einfließen, in Niedersachsen noch nicht“, sagt Skouras. Weiß ergänzt, dass besondere Leistungen der Schüler in diesen Wochen von den Lehrern aber sehr wohl wahrgenommen werden.

Das Deeper Learning stellt auch neue Ansprüche an die Lehrer, die sich in vielen Bereichen umstellen müssen. „Wir haben an der KGS Pattensen ein relativ junges Kollegium, das neuen Methoden gegenüber sehr aufgeschlossen ist. Und wenn Schüler an bestimmten Projekten wachsen, freut es am Ende immer auch den Lehrer“, sagt Weiß.

Skouras weist noch darauf hin, dass auch die Arbeit mit digitalen Produkten wie Tablets oder Laptops weiter aufgebaut werden soll. Die Schule kann diese Geräte nicht allen fast 1000 Schülern zur Verfügung stellen. „Doch wir sind auch offen für das Motto: Bring Your Own Device“, sagt Skouras. Schülerinnen und Schüler dürfen ihre privaten mobilen Endgeräte mitbringen und nutzen. In dem Zusammenhang spricht Skouras auch einen Dank an die Stadt Pattensen aus. „Das ist alles nur mit einer funktionierenden digitalen Infrastruktur möglich, die hier an der Schule vorhanden ist. Ohne WLAN in den Schulräumen könnten wir in diesem Bereich nicht arbeiten.“

Text/Bild: Tobias Lehmann