„Es ist etwas Eigenes, kein Cover“ (HAZ vom 19.07.21)

Schüler der KGS Pattensen nehmen am Musikzentrum-Projekt „Soundtrack Voice“ teil und erarbeiten eigenes Lied

Pattensen-Mitte. Anfangs sei es etwas schleppend gelaufen, sagt Lilly Engelhardt. „Doch dann ging es richtig schnell“, fügt die 17-jährige Schülerin der KGS Pattensen hinzu. Gemeinsam mit sechs weiteren musikinteressierten Schülern im Alter von zwölf bis 18 Jahren beteiligt sie sich derzeit am Projekt „Soundtrack Voice“ vom Musikzentrum Hannover. Jugendliche aus jeder Kommune der Region sollen dabei ein Lied aufnehmen und veröffentlichen. Dazu soll auch ein Musikvideo aufgenommen werden.

Das macht total viel Spaß“, sagt Max Nitsche. Er nennt AC/DC, Queen und Led Zeppelin als seine Lieblingsbands. Mit dem eher poplastigen Lied, das er gemeinsam mit der Gruppe erarbeitet hat, ist er dennoch zufrieden. „Es ist was Eigenes, kein Cover, das ist super“, sagt der Schlagzeuger. Lilly bezeichnet sich selbst eher als Balladensängerin. „Deshalb ist das hier eigentlich nicht so typisch für mich. Aber es ist trotzdem cool. Das ist mal was anderes“, sagt die Schülerin, die bereits mehrere Songs produziert und veröffentlicht hat.

Musiker unterstützt die Gruppe

An den drei Treffen teilgenommen hat der freiberufliche Dozent und Musiker Roland Loy. Er leitete die Gruppe an. „Die Kids sind es nicht gewöhnt, kreativ zu arbeiten“, sagt er. Deshalb habe er sie teils leicht anstupsen müssen, um in die richtige Richtung zu gehen.

„Zunächst haben wir Material für den Text gesammelt“, berichtet Loy. Dabei konnte jeder der Gruppenmitglieder einzelne Worte oder Gedankengänge vortragen. „Das war am Ende eine bunte Ideensammlung“, sagt die städtische Jugendpflegerin Claudia Schoppmeier, die das Projekt mit ihrem Aufruf an der KGS auf den Weg gebracht hat.

„Das war ganz schön philosophisch“, sagt Lilly. Es sei viel um Herz, Kopf und Gefühle gegangen, sagt Loy. Am Ende kristallisierte sich die Richtung heraus und der Songtitel stand schnell fest: „There’s no Recipe for Life“. Inhaltlich geht es darum, dass jeder sein Leben so gestalten kann, wie er es möchte. Es gibt keine Vorgaben. „Es soll hoffnungsvoll stimmen und ein Appell sein, etwas aus seinem Leben zu machen“, sagt Lilly.

Aufnahme im Studio in Hannover

Nachdem der Text feststand, ging es an die Melodie. Auch diese erarbeitete die Gruppe in Zusammenarbeit mit Loy. „Man muss gucken, was gut zusammen passt“, sagt er. Noch innerhalb des ersten dreistündigen Workshoptages war das Lied geschafft. Weiter ging es bei zwei weiteren Treffen mit Proben. Für nächsten Freitag ist ein Termin im professionellen Tonstudio im Musikzentrum in Hannover vereinbart worden. Später folgt noch ein weiterer gemeinsamer Termin, um ein Musikvideo aufzunehmen. Das Ergebnis mit allen 21 Liedern soll voraussichtlich im Oktober im Internet abrufbar sein.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Diese Anliegen haben KGS-Schüler an die Bürgermeisterkandidaten (HAZ vom 16.07.21)

Pattensen-Mitte. Als Mirjam Bruder, Fachbereichsleiterin geschichtlich-soziale Weltkunde an der KGS Pattensen, kürzlich einer Oberstufenklasse erzählte, dass Schüler die ab 16 Jahren für die Kommunalwahl im September wahlberechtigt sind, reagierten die meisten überrascht. „Viele wussten davon gar nichts“, sagt Bruder. Deshalb sei es wichtig, junge Menschen an das Thema Kommunalpolitik heranzuführen. Die Leitung der Ernst-Reuter-Schule hatte deshalb die beiden Bürgermeisterkandidaten Ramona Schumann (SPD) und Roman Dobberstein (CDU) eingeladen. Beide besuchten abwechselnd neunte und elfte Klassen und stellten sich den teils kritischen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Abschließend folgte eine Podiumsdiskussion.

Schumann sprach anschließend von einem „ganz tollen Vormittag“. Dobberstein lobte das Engagement der Schule, diese Veranstaltung anzubieten. „Wenn wir auch nur einen oder zwei erreicht haben, die von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen, zur Wahl zu gehen, hat es sich gelohnt“, sagte er. „Es war sehr gut, dass beide zu uns gekommen sind. Sonst kommt man mit der Bürgermeisterin oder dem Bürgermeister nicht so leicht in Kontakt“, sagte Neuntklässlerin Katja Ritter.

Schülerin fragt kritisch nach

Nachdem Dobberstein seinen Werdegang mit regelmäßig wechselnden Arbeitsplätzen vorgestellt hatte, wollte die 14-jährige Ritter wissen, was die Wähler denn zuversichtlich machen kann, dass er als Bürgermeister tatsächlich die gesamte Zeit im Amt bleibt. „Der Bürgermeister wird für fünf Jahre gewählt, die mache ich dann auch voll. Wenn ich was mache, dann mache ich es auch richtig“, sagte Dobberstein. Auch eine längere Amtszeit, wenn er gewählt werden sollte, könnte er sich vorstellen.

Auf die Frage nach der Schaffung von Angeboten für Jugendliche erklärte Schumann, dass sie dabei auf die Mitsprache der Jugendlichen angewiesen sei. „Ich bin über 40. Ich weiß nicht, was ihr braucht“, sagte sie. Deshalb sollen die Jugendlichen in ein zu erarbeitendes Jugendkonzept eingebunden werden. In mehreren Klassen habe sie gehört, dass sich Jugendliche einen Ort wünschten, an dem sie sich ungestört aufhalten können, ohne von Erwachsenen beaufsichtigt zu werden. Sie regte an, dass womöglich einer der drei zurückgebauten Spielplatzflächen eine Möglichkeit sein könnte. „Ein paar Bänke drauf, dazu vielleicht eine Schutzhütte – fertig“, sagte Schumann.

Jugendliche brauchen Aufenthaltsmöglichkeit

Dobberstein sprach sich ebenfalls für die Schaffung von Aufenthaltsmöglichkeiten aus. Er verwies auf die Bürgerinitiative, die sich für ein Sportareal, den sogenannten Multi-Sport-Court, einsetzt. „Die Bürger sehen den Bedarf. Es ist schade, dass dies nicht schon eher aus der Politik angegangen wurde.“ Er erklärte, dass bis zur Fertigstellung noch Jahre vergehen können. Deshalb würde er sich für die Umsetzung des seit 2019 vom Jugendparlaments geforderten und auch mit Mitteln im Haushalt bedachten Calisthenics-Parks zeitnah umzusetzen. „Es muss nicht alles an einem Ort sein“, sagte Dobberstein. Schumann entgegnete dazu, dass das Jugendparlament die Haushaltsmittel in den Multi-Sport-Court überführen möchte und Elemente des geplanten Calisthenics-Parks dort mit integriert werden sollen. Die Umsetzung sei laut Bürgermeisterin bislang an einem geeigneten Ort gescheitert.

Die Kandidaten wurden gefragt, wie Jugendliche vermehrt in die Politik eingebunden werden können und wie diese transparenter gestaltet werden könnte. Schumann verwies auf das von ihr initiierte Jugendparlament und appellierte an die Schülerinnen und Schüler, über eine Kandidatur nachzudenken. „Ich habe mich schon angemeldet“, sagte Katja Ritter. „Ich denke noch drüber nach“, ergänzte ihre Klassenkameradin Sophie Spangenberg (15).

Kein Stimmrecht für das Jugendparlament

Mila Revink, Mitglied des Jugendparlaments, wollte wissen, ob die Möglichkeit besteht, zum Antrags- und Rederecht auch noch ein Stimmrecht zu erhalten. „Auch ohne Stimmrecht kann man sich mit den Anliegen der Jugendlichen auseinandersetzen“, sagte Dobberstein. Ähnlich reagierte Schumann: „Rechtlich besteht keine Möglichkeit auf ein Stimmrecht. Zudem bedeutet Stimmrecht auch immer Verantwortung.“

Vermehrt wurde von den Schülerinnen und Schülern der Wunsch geäußert, auf einfachem Weg erfahren zu können, wo Ferienjobs zur Verfügung stehen. „Das Netzwerk mit der Wirtschaftsförderung und den Unternehmen ist da. Es fehlt nur noch an einem funktionierenden System, die Informationen zu transportieren“, sagte Dobberstein. Der Wunsch nach besseren Anbindungen mit dem Bus an Nachbarorte kam ebenfalls vermehrt auf. Schumann erklärte, dass sie sich bereits bei der Region Hannover dafür eingesetzt habe, dass die aktuelle Situation mit teils langen Wartezeiten beim Umsteigen angepasst wird.

Text/Bilder: Mark Bode (HAZ)

KGS-Schüler bauen alten Bauwagen um (HAZ vom 15.07.21)

Bei Buller & Bü in Schulenburg machen die Jungen aus dem Gefährt ein Lager für Spielgeräte / Sachspenden sind erwünscht

Schulenburg. Sie sind mit Hämmern und Brecheisen sowie mit Schraubenziehern und Zangen eifrig gewesen: Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs der KGS Pattensen hatten in den vergangenen Wochen auf dem Gelände des Vereins Buller & Bü in Schulenburg im Rahmen der sogenannten Jungs-AG angefangen, einen alten Bauwagen wieder herzurichten. Dieser soll zukünftig auf dem Schulgelände in Pattensen-Mitte aufgestellt werden. In ihm sollen nach Wunsch der Schüler Spielgeräte gelagert werden. Um das Projekt realisieren zu können, haben die Kinder nun einen Brief verfasst und bitten um Spenden.

„Ich finde es richtig gut, aus alten Sachen etwas Neues zu machen“, sagt der elfjährige Niclas. „Es ist cool, dass wir hier etwas Richtiges bauen können“, ergänzt der gleichaltrige Cedric. Die Schüler sollen selbst ihre Ideen entwickeln.

„Sie sollen erst einmal groß denken“, sagt Steffen Lebjedzinski, der als Betreiber von Buller & Bü das Projekt begleitet. Allerdings sei am Ende nicht jeder Gedanke umsetzbar.

Doch das Bauwagenprojekt erfüllt noch einen weiteren Zweck: „Das ist gleichzeitig eine teambildende Maßnahme“, erklärt Karsten Oppermann. Der Schulsozialarbeiter der KGS ist ebenfalls zweimal in der Woche bei den jeweils eineinhalbstündigen Treffen auf dem Hof in Schulenburg dabei.

Die Schüler müssten sich intensiv untereinander austauschen, aufeinander einlassen, Ideen abwägen und am Ende Entscheidungen treffen.

Der Bauwagen, den Lebjedzinski als Schenkung erhalten hatte, wurde zunächst von den Schülern und den erwachsenen Helfern zurückgebaut. Wo Schrauben oder Nägel nicht mit ungefährlicherem Werkzeug zu entfernen waren, ging Lebjedzinski schließlich mit der Flex bei.

Rechtzeitig vor den Sommerferien ist der Rückbau nun abgeschlossen. Die Schüler hatten sogar noch Zeit, eine grobe Zeichnung des zukünftigen Bauwagens, der 4,78 Meter lang und 2,08 Meter breit ist, zu entwerfen. „Am hinteren Ende soll eine Tür eingebaut werden und auf einer Seite ein kleines Fenster“, sagt der zehnjährige Aslan.

Wann das Projekt abgeschlossen werden soll, ist noch offen. „Wir haben keinen Zeitdruck, aber Ende des nächsten Schuljahres sollte es in Richtung Schule rollen“, sagt Lebjedzinski. „Der Prozess ist das Ziel“, ergänzt Oppermann. Wenn der Bauwagen schließlich an der KGS steht, sollen darin unter anderem Fuß- oder Basketbälle sowie Tischtennis- und Badmintonschläger und Springseile aufbewahrt werden. In den Pausen könnten sich die Schüler die Utensilien aus dem Gefährt holen.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies einerseits mit Sachspenden tun. „Wir benötigen unter anderem Holz, Schrauben, ein Fenster, Beschläge“, sagt Lebjedzinski. Allerdings bittet er darum, dass diejenigen, die etwas beisteuern möchten, sich vorab mit ihm in Verbindung setzen. Lebjedzinski ist unter Telefon (01 51) 24 11 03 41 und per E-Mail an bullerundbue@yahoo.com erreichbar. Die zweite Möglichkeit der Unterstützung ist eine Geldspende auf das Konto des Fördervereins der Ernst-Reuter-Schule. Die Kontodaten sind im Internet unter www.foerderverein-ers-pattensen.de abrufbar. Als Verwendungszweck sollte das Stichwort Bauwagen angegeben werden.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Der 1. Pattenser Schulhonig wurde geerntet

… und auch schon gegessen 😊

Am 08. Juni 2021 war es soweit, dass wir bei unseren Bienenvölkern den ersten Honig ernten konnten. Damit möglichst schnell viele Schüler*innen und Mitarbeiter*innen sich davon überzeugen konnten, wie lecker das Erzeugnis unserer Schulbienen ist, haben wir gleich die ganze Ernte in Gläser abgefüllt und verkauft. Die Etiketten auf den Gläsern wurden von Schüler*innen unseres 6. Jahrgangs entworfen.

Den nächsten Honig gibt es dann im September.

Hier kommt ein kurzer Einblick in die Honigernte:

Als erstes werden die mit Honig gefüllten Waben aus den Beuten genommen und in die Schulküche gebracht.
Dort entdeckelt man mit einer speziellen Gabel die Honigwaben …
…und die entdeckelten Waben werden dann in unsere Honigschleuder gesteckt.
Die Honigschleuder schleudert nun den Honig aus den Waben hinaus, …
… welcher dann durch ein Grob- und ein Feinsieb in den Honigeimer fließt.
Zum Schluss wird der Honig in Gläser abgefüllt…
… und verkauft.
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Text/Bilder: Birger Heel

Von Lebensqualität über Schullaptops bis Luftfilter (HAZ vom 13.07.21)

Schüler der KGS Pattensen diskutieren mit Kommunalpolitikern über Themen, die Kinder und Jugendliche bewegen


Pattensen-Mitte.
In dieser Diskussionsrunde mit Pattenser Kommunalpolitikern war das Thema Straßenausbaubeitragssatzung ausnahmsweise tabu. Dafür interessierten sich die Oberstufenschüler der KGS Pattensen beim Besuch von Abgesandten sämtlicher im Rat vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften für Angelegenheiten, die besonders Kinder und Jugendliche betreffen: Verbesserung der Lebensbedingungen in der Stadt, Umweltschutz und Luftfilter für Schulen. Aber auch die Ausweitung des Gewerbegebietes sowie die Verschuldung der Stadt und Wohnbebauung wurden angeschnitten.

Die Zwölftklässler eines Politikkurses hatten die Fragen im Unterricht erarbeitet. „Demokratie muss man erleben und selbst mitgestalten“, sagte Schulleiterin Mirjam Gerull. Nirgendwo anders, als auf der kommunalen Ebene, sei in politischer Hinsicht ein realeres Erleben von Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit möglich, erklärte sie.

Schulnote drei für die Stadt

Eine Umfrage unter den Schülern habe ergeben, dass sie der Stadt in Sachen Lebensbedingungen eine Schulnote drei geben. Sie fragten deshalb in die Runde, was die Vertreter gerne verändern möchten. Für Ratskandidatin Justina Walkowiak (SPD) gehöre dazu unter anderem die Ausweitung von Blühwiesen. Ihr Parteikollege Jens Ernst appellierte an die Jugendlichen, sich in Zukunft selbst in die Gestaltung der Stadt einzubringen. „Wir brauchen euch, beteiligt euch“, rief er ihnen zu. Das Jugendparlament sei dafür ein erster guter Schritt.

Laut des CDU-Fraktionsvorsitzenden Georg Thomas sei das Leben in Pattensen durchaus angenehm. Er bezog sich dabei auf Einkaufsmöglichkeiten, die Nähe zu Hannover und Restaurantvielfalt. Allerdings sei es erforderlich, den öffentlichen Personennahverkehr in den Ortsteilen zu verbessern. „Es ist schon doof, wenn man sonnabends um 22 Uhr schon wieder nach Hause muss, weil später kein Bus mehr fährt, obwohl man bis 24 Uhr unterwegs sein dürfte“, pflichtete ihm Svenja Blume (UWG) bei. Für sie sei es erfreulich, dass die Schaffung des sogenannten Multi-Sport-Courts, einer vielseitig nutzbaren Sportfläche, von Bürgern und dem Jugendparlament auf den Weg gebracht wurde.

Sie erinnerte sich daran, dass es früher Jugenddiscos gegeben habe. „Warum gibt es die nicht mehr“, fragte sie rhetorisch. Für Uwe Hammerschmidt von den Grünen seien hingegen vielfältige Angebote vorhanden. „Aber es stellt sich die Frage, ob die angenommen werden.“ Deshalb sei eine Bedarfsabfrage erforderlich, um herauszufinden, was die Jugendlichen sich eigentlich wünschen. Diese wolle die Stadt umsetzen.

Günter Kleuker der UWJ aus Jeinsen kritisierte, dass sich die bisherigen Angebote der städtischen Jugendarbeit vorwiegend auf die Kernstadt bezögen. „Es muss mehr in den Ortsteilen passieren“, forderte er.

Die Schüler schilderten, dass die vorhandenen Schullaptops häufig gewartet werden müssten. Sie wollten wissen, ob eine Ausstattung mit neuer Technik für alle Schüler zeitnah möglich sei. „Auf einen Schlag ist das nicht drin. Schon gar nicht bei der Haushaltslage“, sagte Michael Wahl (UWG), der Vorsitzender des städtischen Finanzausschusses ist.

Luftfilter nur an Grundschulen?

Zu den von vielen Schulen geforderten Luftfiltern zum besseren Schutz vor einer Corona-Infektion sagte Thomas, dass seine Fraktion dabei sei, einen Antrag für die nächste Ratssitzung zu formulieren. Damit wolle sie eine Verbesserung im Bereich der Pattenser Grundschulen erreichen. Für die KGS sehe er nicht zwingend den Bedarf. „Viele Schüler können sich impfen lassen, wenn sie es möchten. Grundschüler sind hingegen völlig ungeschützt“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

140 Millionen Euro Schulden

Schwammig blieben die meisten Antworten auf die Frage nach den Möglichkeiten der Verbesserungen der finanziellen Lage. Auf 140 Millionen Euro bezifferte Wahl (UWG) die Schulden der Kommune. Dinge anders abzuwickeln und die Mitarbeiterzahl im Rathaus zu verschlanken, waren Ansätze von Thomas. Auch die Erweiterung des Gewerbegebietes sei vorteilhaft für die Einnahmen.

Das Thema Klimawandel beschäftige viele Schüler. Auf die Frage nach den Möglichkeiten erklärte Walkowiak, dass die SPD ein Planspiel an der Schule umsetzen wolle. Blume erläuterte, dass für Schulenburg die Ausweitung von Blühwiesen sowie Aufforstung an Landes- und Kreisstraßen geplant seien. Thomas sei durchaus für die Ausweitung der Elektromobilität. „Aber wenn es keine Elektroladesäulen gibt, schafft sich auch niemand ein E-Auto an“, sagte er.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Blumiger Wochenendeinsatz der Schulgarten-AG

Am Samstag, den 10.07.2021, war es endlich wieder soweit: Durch den vollbrachten Wechsel in das Szenario A konnte sich die Schulgarten-AG der KGS Pattensen wieder treffen, um verschiedenste Projekte im Schulgarten anzugehen. Ganz groß auf der Tagesordnung stand der Bau von Sitzgelegenheiten am Teich des Schulgartens, um im kommenden Schuljahr den Traum eines grünen Klassenzimmers endlich umsetzen zu können. Mit Hilfe der Familie Hellmann sowie von Herrn Märtens aus der Elternschaft der KGS konnten wir an diesem Tag mit großer Kompetenz diese Aufgabe in Angriff nehmen. Zunächst hoben die SchülerInnen unter Anleitung von Herrn Märtens mehrere Löcher aus, in denen dann die Pfosten zur Befestigung der Sitzgelegenheiten platziert wurden. Daraufhin wurden diese von mehreren Schülerinnen des 6. und 9. Jahrgangs einbetoniert, sodass die von Familie Hellmann und weiteren SchülerInnen zurecht gesägten Bänke darauf montiert werden konnten. Vielen Dank für diese tatkräftige Unterstützung!

Darüber hinaus wurden auch die zuvor gepflanzten Weinreben wieder freigelegt sowie weitere Kräuter und Blumen gepflanzt, die letztlich unsere wunderschöne Blühwiese ergänzen werden.

Im kommenden Schuljahr wollen wir als Schulgarten-AG weitere tolle Projekte angehen, darunter vor allem der Bau eines Gewächshauses. Damit dies auch gelingt, sind wir aber auf weiteres Know-how sowie Spendengelder angewiesen.  Falls Sie Interesse haben, uns beim Bau des Gewächshauses finanziell oder auch durch Ihre Kompetenz zu unterstützen, dann melden Sie sich gerne unter jollet.jennifer@kgs-pattensen.de . Wir würden uns sehr freuen!

KGS-Schüler lernen Umgang mit dem 3D-Drucker (HAZ vom 12.07.21)

Neuntklässler lernen im Rahmen der Berufsvorbereitung neue Technik kennen – und bilden ihre eigene Schule nach
 

Pattensen-Mitte. Genüsslich lehnen sich Rojan Kaciran und Can Önel auf ihren Stühlen zurück. Ganz lässig beobachten sie, wie der 3D-Drucker seine Arbeit macht. Aus grünem Material setzt das Gerät Schicht um Schicht etwas zusammen. Zunächst ist für den Außenstehenden noch nicht ersichtlich, um was es sich handelt. Nach dem Abschluss der Arbeit nach etwa 45 Minuten ist es deutlich erkennbar: Es ist die KGS im Kleinformat. „Das sieht richtig gut aus“, sagt Malay Keophilavanh. Sie ist eine der Geschäftsführerinnen der gemeinnützigen Organisation „Einfach genial“, die kürzlich ein berufvorbereitendes Projekt an der Schule für Neuntklässler angeboten hatte.

Spaß und Startprobleme

Eigentlich, sagt Keophilavanh, ist die Umsetzung dieses Projekt für die Räume von „Einfach genial“ in Langenhagen geplant gewesen. Coronabedingt sei es dort aber nicht realisierbar gewesen. Deshalb seien die Organisatoren nach Pattensen gekommen. Ihr Equipment – unter anderem mehrere 3D-Drucker – hätten sie dabei gar nicht zwingend mitbringen müssen. „Die Schule ist ja toll ausgestattet. Das ist nicht überall so“, sagt die zweite Geschäftsführerin Claudia Ghouri. Der erst kürzlich offiziell eröffnete Werkraum mit dem Namen „MakerSpace“ eigne sich prima für Projekte dieser Art. Neben der vorhandenen Technik sei auch ausreichend Platz gegeben.

Das Projekt soll die Schüler „in der Phase der Berufsorientierung unterstützen“, so drückt es Ghouri aus. Bei einigen der Neuntklässler stünde der spätere Berufswunsch zwar schon fest. Wenngleich nicht bei allen später ein gekonnter Umgang mit CAD-Software, die zum Erstellen technischer Zeichnungen genutzt wird, erforderlich sein sollte, so zeigten die meisten großes Interesse an der Arbeit mit der Software und dem Gerät. „Am Anfang war es ein wenig chaotisch“, gibt Rojan Kaciran zu. „Auf den ersten Blick sieht die Sache ziemlich kompliziert aus. Aber nach einer Weile geht es ziemlich flott voran“, ergänzt Can Önel.

„Eine super Vorbereitung“

Rojan möchte „in Richtung Ingenieur gehen“, wie er sagt. „Deshalb interessiert mich der Umgang mit der Software sehr.“ Bislang habe er keine Erfahrungen mit Programmen dieser Art gehabt. Mitschüler Shane Douglas möchte seiner Aussage nach später Automobilkaufmann werden. Voraussichtlich würde er die Technik für die Arbeit nicht benötigen, „aber es ist ja nicht schlecht, wenn man sich auch damit auskennt“.

Den Umgang mit der CAD-Software im Rahmen dieses Projektes sei nicht viel anders, als später im Industriebereich. „Deshalb ist das eine super Vorbereitung für die Schüler“, sagt Keophilavanh. In zwei weiteren Abschnitten des Projekts müssen die Schüler noch Teamaufgaben in der virtuellen Welt lösen und sie betreten den virtuellen Betriebspark. „Hier können die Teilnehmenden simulierte Arbeitsprozesse virtuell erleben. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region Hannover entwickelt“, sagt Ghouri.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

 

Reuter Kids spielen in der Eisfabrik Crystals Case

Kurz vor Schuljahresende möchten wir auf unsere alljährliche Theaterproduktion aufmerksam machen, welche die Theaterfestival-AG „Reuter Kids“ unter der Leitung unserer Lehrkraft Frau Schmitmeier am Dienstag, den 20.07. in der Eisfabrik in der Südstadt (Adresse: Seilerstr. 15F, 30171 Hannover) um 18 Uhr und um 20 Uhr aufführen wird.

Zur diesjährigen Produktion: Die Reuter Kids spielen Crystals Case, frei nach dem Roman von Joan K. Rowling „Ein plötzlicher Todesfall“. In dem Stück Crystals Case kommen Jugendliche zu Wort: Sie erzählen, wohin es führt, wenn Jugendliche nicht gesehen und nicht gehört werden. Wenn Erwachsene mehr mit sich selbst als mit den jungen Menschen um sich herum beschäftigt sind. Wenn Verantwortlichkeiten auf andere abgewälzt werden, wenn Institutionen nicht Hand in Hand arbeiten. Opfer dessen sind die schwächsten und wehrlosesten, aber schaut man genauer hin, sind es wir alle! Crystals Case entstand unter Covid Bedingungen und sollte eigentlich ein Film werden. Wir freuen uns jetzt umso mehr, dieses Stück auf der Bühne spielen zu können.

Es wirken aus der SchülerInnenschaft der Ernst-Reuter-Schule mit: Sophie Stettner, Nils-Felix Hartmann, Dimitri Melnik, Swetlana Melnik, Sina Wienbergen, Emma Umgelder, Emma Schlegel, Dorothea Kolbe, Sophia Gemen, Hella Seng und Mia C. Schumacher. Text und Regie: Petra Schmitmeier, Assistenz: Hannah Brabant.

Karten gibt es bei Petra Schmitmeier, erreichbar unter schmitmeier.petra@kgs-pattensen.de.

Text: Sht, Ulr
Foto: Sht (zu sehen ist die mitwirkende Schülerin Sophie Stettner aus Jg. 11)

Bester Abi-Jahrgang der KGS-Geschichte (HAZ vom 05.07.21)

Entlassungsfeiern an der Ernst-Reuter-Schule werden wegen Corona in vier Blöcken gehalten
 

Pattensen-Mitte. Die Ernst-Reuter-Schule in Pattensen hat am Donnerstagabend und am Freitag insgesamt 129 Schülerinnen und Schüler verabschiedet – wegen Corona in vier verschiedenen Entlassungsfeiern. 38 Abiturienten, 33 Haupt- und 58 Realschüler erhielten ihre Abschlusszeugnisse

Bei der fast zweistündigen Feier der KGS am Donnerstagabend stand die Zeugnisübergabe an die Abiturienten im Mittelpunkt. Am Freitagnachmittag folgten die 33 Absolventen der Hauptschuljahrgänge 9 und 10, bevor im Anschluss nacheinander die insgesamt 58 Schüler der Klassen 10 R1 und 10R2 feierlich verabschiedet werden sollten.

Bei der Abiturfeier gab es neben den zahlreichen Grußworten, Rückblicken und Dankesreden auch erfreuliche Zahlen, die der Gymnasialzweig-Leiter Thomas Weis den Eltern und Absolventen mitteilen konnte. Aus den anfangs 74 Schülern, die in drei fünften Parallelklassen als 5G1, 5G2 und 5G3 angefangen hatten, waren in der E-Phase in der Oberstufe nur noch 54 übrig geblieben. Schließlich traten nur 38 bei den Abiturprüfungen an. Aber alle von ihnen haben das Abitur ohne Nachprüfungen bestanden, 13 davon sogar mit einer Abiturnote mit einer 1 vor dem Komma.

Als Beste hob Thomas Weis dabei Eleni Kinze und Lea Patricia Redetzke hervor, die ihr Abitur jeweils mit 1,0 schafften – nach dem geltenden Punktesystem berechnet eigentlich sogar noch besser. Aber besser als 1,0 geht formal nicht.

„Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,3 seid ihr der beste Jahrgang, der hier bisher sein Abitur gemacht hat“, lobte Thomas Weis die Runde. 2016 war an der Ernst-Reuter-Schule erstmals das Abitur ausgehändigt worden. Mit 2,3 liegt die KGS Pattensen nun außerdem über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt von 2,67 im Jahr 2020.

Corona sorgte für Ausfälle

In zahlreichen Grußworten würdigten Redner die schulischen Leistungen der Abiturienten und gaben ihnen wohlmeinende Ratschläge mit auf den weiteren Berufs- oder Studienweg. Schulleiterin Mirjam Gerull bedauerte in ihrem Beitrag den einst boykottbedingten Ausfall der Klassenfahrten und die nachfolgend coronabedingt ausgefallenen Abschlussfahrten. Glücklicherweise habe man schnell wieder zum Präsenzunterricht gefunden. „Lernen braucht soziale Resonanz“, sagte sie. Bürgermeisterin Ramona Schumann lud die Abiturienten ein, bei Problemen auf dem Weg in die Welt für „Momente der Geborgenheit“ zurück zum Elternhaus, zur Schule und nach Pattensen zu kommen. „Was immer auch passiert – hier können Sie wieder Halt finden“, sagte Schumann.

Elternvertreterin Anja Redetzke und Jugendbürgermeister Joshua Kimpioka lobte die Schulabgänger – „Ich kann mich nur verneigen“ – für ihre Leistungen unter Pandemiebedingungen. Seitens der Schüler gab es durch ihre Vertreter und Sprecher Max Habermann, Kjell Schneemann und Johannes Lorenz auch Worte des Dankes an die Schule, mitsamt kleinen Geschenken an das Hausmeisterteam. Schulleiterin Mirjam Gerull und Oberstufenkoordinator Andreas Skouras wurden Film-Oscar-Statuen überreicht. Schülersprecher Kjell Schneemann formulierte sogar optimistisch: „Wir haben unseren Abschluss während einer weltweiten Pandemie geschafft. Was soll uns aufhalten?“

Für das musikalische Programm des Abends sorgte Sängerin Lilli Engelhardt aus dem elften Jahrgang mit Liedern von Lady Gaga, Lin-Manuel Miranda und Lewis Capaldi. Elisabeth Kugele aus dem neunten Jahrgang begleitete sie am Keyboard.

„Kein anderer Jahrgang hat in seiner Schulzeit so schnelle Veränderungen von der einstigen Kreidetafel mit Wischwasser in der fünften Klasse bis zur heutigen Digitalisierung und zu Home Schooling mitgemacht wie unserer“, blickt Max Habermann zurück. Die Ernst-Reuter-Schule sei schon vor der Pandemie auf einem sehr modernen Weg gewesen und auch in dieser Zeit besser aufgestellt im Vergleich zu anderen Schulen, lobte er.

Welchen Weg Eleni Kinze mit ihrem 1,0-Abitur beruflich gehen wird, weiß sie noch nicht. „Ab September fange ich erstmal ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Landeszentrale für politische Bildung an“, sagte sie. Insgesamt zufrieden mit den schulischen Ergebnissen des durch Corona doch recht anstrengenden Jahres zeigt sich Schulleiterin Mirjam Gerull: „Schön, dass unsere Arbeit und Wertschätzung offenbar ankommt. Es gibt Momente, da merkt man, dass es sich lohnt, so zu arbeiten.“

Text/Bild: Torsten Lippelt (HAZ)

Q1-Exkursion zu den Koldinger Seen

Trotz anhaltendem Regen schreckte der Q1-Bio-Grundkurs von Frau Weih am 1.7.2021 nicht davor zurück, seine Exkursion zu den Koldinger Seen durchzuführen. Voller Tatendrang und natürlich als Biolog*innen angemessen gekleidet wurden Wassertiere und -pflanzen gesammelt, gefangen und bestimmt sowie Wasserproben genommen. Dabei wurde dem Wetter getrotzt, indem für einen guten Fang auch knietief ins Wasser gewatet wurde.

Zum Abschluss kehrte der Kurs in die Schule zurück, um alle Ergebnisse zusammenzutragen, auszuwerten und weitere Untersuchungen, wie chemische Gewässergüte und Bestimmungen mithilfe des Binokulars, durchzuführen. Alles in allem war es ein toller Abschluss der Einheit Ökosystem See!

Text/Bilder: Weh/Pet