Ernst-Reuter-Schule Pattensen | Kooperative Gesamtschule

Schülerfirma entwirft Sitzmöbel (HAZ vom 01.10.20)

KGS hofft auf Preis bei Wettbewerb / Jugendlichen soll Handwerk näher gebracht werden
 

Pattensen. Bei einem bundesweiten Wettbewerb ist in den vergangenen Monaten an der Ernst-Reuter-Schule (KGS) ein besonderes Sitzmöbel aus Holz für den Schulhof entstanden. Es soll nicht nur als einfache Sitzgelegenheit in den Pausen dienen, sondern auch eine Entspannungs- und Arbeitsmöglichkeit bieten – und bestenfalls einen Preis gewinnen.

Im Februar hatte sich die KGS-Schülerfirma Holzwerk dazu entschlossen, am bundesweiten Wettbewerb „Mach was! Der Handwerkswettbewerb für Schulteams“ teilzunehmen. Initiator ist das Unternehmen Adolf Würth aus Künzelsau, dass die handwerklichen Projekte mit 250 000 Euro fördert. Jede teilnehmende Schule erhält 1000 Euro, die bei der professionellen Umsetzung helfen sollen. Mit dem Wettbewerb für Schulteams möchte das Unternehmen in Partnerschaft mit der Aktion Modernes Handwerk spielerisch die Handwerksberufe vorstellen, junge Menschen für das Handwerk begeistern und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

„Sitzen, Schreiben und Chillen“

Für die Schülerfirma Holzwerk stand schnell fest, ein ganz besonderes Sitzmöbel für den Schulhof der Ernst-Reuter-Schule gestalten zu wollen. „Sitzen, Schreiben und Chillen“ – so fasst der am Möbeldesign beteiligte Dimitri aus dem elften Jahrgang die Grundidee für das multifunktionale Sitzmöbel zusammen. „Die Schüler haben den kompletten Entstehungsweg mitbegleitet – von der Idee über die Kalkulation bis hin zur Fertigung“, sagt Stefan Lampen, schulischer Fachobmann Gestaltendes Werken und Projektleiter.

Dabei erhielten die Schüler einen umfassenden Einblick in die betrieblichen Arbeitsprozesse eines modernen Handwerkbetriebes. Die Pattenser Möbeltischlerei Wackerhagen stand ihnen mit professioneller Unterstützung zur Seite. Zunächst besprachen die Schüler ihre Entwürfe mit einem Fachteam um Geschäftsführer Malte Hasenpusch. Für die gemeinsam weiterentwickelten Modelle wurden anschließend die Materialkosten kalkuliert und das ausgesuchte Lärchenholz bestellt. An der CNC-Fräse in der Wackerhagen-Werkstatt begleiteten die Schüler letztlich den Zuschnitt ihres Möbels.

Bis zum Wettbewerbsende am 18. Oktober muss die Schülerfirma Holzwerk nun noch eine Projektdokumentation abgeben. Anschließend werden von einer Fachjury aus den mehr als 200 bundesweit teilnehmenden Schulen die Top-100-Projekte für ein Onlinevoting ausgewählt. „Dieses wird vom 26. Oktober bis zum 8. November auf der Wettbewerbsinternetseite von Würth stattfinden“, sagt Lampen und lädt zum Abstimmen für Holzwerk ein.

Aus den zehn Projekten mit den meisten Stimmen wählt eine Fachjury schließlich die drei besten Projekte aus.

Die Schülerfirma Holzwerk besteht seit drei Jahren. „Es ist ein auf die Jahrgänge neun und zehn konzipierter Profilkurs, zu dem im vergangenen Schuljahr 20 Teilnehmer gehörten, aktuell sind es zehn“, sagt Projektleiter Lampen.

Text/Bild: Torsten Lippelt (HAZ)

30 Schüler arbeiten freiwillig am Sonnabend auf dem KGS-Gelände (HAZ vom 21.09.20)

Rund 30 Schüler der KGS-Pattensen sowie drei Lehrkräfte haben am Sonnabend kräftig im Schulgarten zugepackt und im Schulwald Bäume gezählt. Die beiden Bereiche wurden erst vor zwei Jahren angelegt.

Pattensen. Während andere Schüler und Lehrer ein freies Wochenende genießen konnten, haben rund 30 KGS-Schüler der Schulgarten- und Schulwald-AG am Sonnabend fleißig auf dem Gelände gearbeitet. Gemeinsam mit drei betreuenden Lehrern trafen sie sich für Arbeiten wie Bäume zählen und Pflanzen zurückschneiden. „Wir finden es sinnvoller, nach Absprache einmal im Monat sonnabends aktiv zu sein, statt nur kurz im Wochenrhythmus“, erklärte Lehrer Nikolas Strauch den ungewohnten Termin. Gemeinsam mit seiner Kollegin Jennifer Jollet und Referendarin Jessica Sommerfeld hatte er den sechsstündigen Umwelteinsatz für die Fünft- bis Neuntklässler organisiert.

150 Bäume sind angewachsen

Im Schulwald ging es darum, eine Bestandsaufnahme zu machen und zu sehen, was von den vor knapp zwei Jahren neben dem Lehrerparkplatz angepflanzten 1000 Bäumen angegangen war. Immerhin rund 150 Bäume zählten die AG-Mitglieder zwischen kräftigem Distelbewuchs, darunter Buchen, Eschen und Linden sowie Apfel-, Birnen- und Kirschbäume. „Die Bäume sollen ohne besondere Pflege im Sinne von ‚Survival of the Fittest‘ wachsen“, sagte Betreuungslehrerin Jennifer Jollet. Langfristig würde schließlich nur rund jeder fünfte Baum eine Zukunft haben.

 

Schüler räumen Garten auf

Genau am entgegengesetzten Bereich des Geländes, im gleichfalls 2018 angelegten Schulgarten, waren die AG-Mitglieder zugange, um Büsche und Äste zurückzuschneiden. An den Treppenstufen aus Naturstein entfernten die Neuntklässlerinnen Rojin (14) und Katja (13) zudem üppig wuchernde Gräserbüschel. Andere AG-Jugendliche harkten Blätter zusammen, mähten Gras, schnitten mit einer Astschere Zweige ab oder gruben mit dem Spaten alte Baumstümpfe aus. Dabei entdeckten sie auch schon mal eine bis dato vergrabene Erdkröte, die schnell in den angrenzenden Hüpeder Bach hüpfte.

Material für Igelunterschlupfe

„Ich möchte helfen, hier aufzuräumen, und etwas Gutes für die Schule tun“, begründete der 16-jährige Can seine Teilnahme. Der gesammelte Strauch- und Grasschnitt werde nicht einfach entsorgt, sondern zusammengetragen und sortiert, erklärte Lehrer Strauch. „Wir benötigen Material für zwei Igelunterschlupfe hier im Schulgarten und drüben im Schulwald.“ Für den Herbst planen die AG-Teilnehmer bereits die nächste Aktion. Dann wollen sie die zahlreicher Hochbeete bepflanzen, deren hölzerne Einfassungen bereits stehen.

 

Text/Bilder: Thorsten Lippelt, HAZ

 

Rasen wertet Innenhof der Schule auf (HAZ vom 10.09.2020)

Über eine mehr als nur dekorative Verschönerung des Innenhofes der Ernst-Reuter-Schule freuen sich seit wenigen Tagen die Schüler, Lehrer und Besucher der KGS. Albrecht Freiherr Knigge, Inhaber des Pattenser Unternehmens Rasenland, hat der Schule 175 Quadratmeter Rollrasen im Wert von rund 900 Euro gespendet.

In Anwesenheit von Schulleiterin Mirjam Gerull (hinten links) und der Schulsozialpädagogin Susanne Farkhar (hinten Mitte) verlegten Mitarbeiter Kai Münzer (vorne links) und Jan Vogt (vorne rechts) des Stadtbetriebshofes nun das Grün auf dem dafür vorbereiteten Untergrund. Albrecht Freiherr Knigge (hinten rechts) gab den Vertretern der Schule zudem Tipps zum Anwachsen und Pflegen der Rollrasenbahnen. Die reizvolle Innenhof-Grünfläche grenzt direkt an die vor erst wenigen Monaten eröffnete sogenannte Oase im Innenbereich der Schule, einen niedrigschwelligen Sozial- und Begegnungsraum für die Schüler. Und damit die Schüler auch mal Unterricht außerhalb des Klassenraums haben können – was in Corona-Zeiten durchaus angenehm ist – oder sich einfach nur mal entspannen wollen, gehören auch acht Liegestühle und Picknickdecken zum Wohlfühlambiente, sagte Farkhar.

Text/Bild: Thorsten Lippelt (HAZ)

Vor 25 Jahren… (HAZ vom 21.08.20)

… wurde die Kooperative Gesamtschule Ernst Reuter offiziell eröffnet. Die bisherige Haupt- und Realschule bekam erstmals einen Gymnasialjahrgang, der 29 Schüler aufnahm. Vier Gymnasiallehrer waren dafür eingestellt worden. Abitur konnten die Schüler dort jedoch noch nicht machen. Nach der zehnten Klasse mussten die Schüler auf andere Schulen in der Umgebung wechseln. In einer Umfrage unter den Eltern hatten sich zuvor fast 80 Prozent für die Einführung eines gymnasialen Jahrgangs an der Schule ausgesprochen. Unter den Gästen zur Eröffnungsfeier waren neben Kultusminister Rolf Wernstedt auch die SPD-Landtagsabgeordnete Gertraude Krause. Sie sagte: „Ich sehe unter den Ehrengästen sonst nur noch Männer. Vielleicht kann die KGS auch etwas für die Gleichberechtigung erreichen.“
 
Text: Tobias Lehmann

Feuerfeste Möbel für KGS-Schüler (HAZ vom 09.0.20)

Bürgermeisterin testet die neuen Stühle
 

Pattensen-Mitte. Bürgermeisterin Ramona Schumann und Schulleiterin Mirjam Gerull haben die neuen Sitzgelegenheiten im Pausenbereich der Schule gleich ausprobiert. Aber eigentlich sind die Stühle mit metallenen Schalen für die Schüler gedacht. Die mussten in der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen nämlich im Neubau zuletzt in den Pausen auf der Erde oder auf Treppenstufen sitzen.

Die Brandschutzauflagen der Region waren so hoch, dass die Möbelhersteller, die die Stadt üblicherweise beauftragt hatte, sie nicht erfüllen konnten. Die Suche nach dem geeigneten Mobiliar gestaltete sich recht zäh. Insbesondere die deutlich höheren Kosten wurden zum viel diskutierten Thema in den Haushaltsberatungen der Politik.

Im Boden verankert

„Ich fand diese Diskussion auch in Teilen schwer zu vermitteln, schon weil Vergleiche fehlen“, sagte Schumann jetzt. „Das war wirklich ein schwieriges Unterfangen.“ Am Ende hat sich aber das passende Inventar gefunden, das nun Stück für Stück erweitert wird. Die Sitzflächen bestehen aus feuerfesten Granitplatten, die auf sicherem Metallgestänge installiert sind. Diese Sitzgelegenheiten sind fest im Boden verankert und können nicht verschoben werden. Somit werden sie nicht im Wege stehen, falls eine Flucht aus dem Gebäude erforderlich wird.

„Die Tischplatten eignen sich gut zum Schreiben und um darauf zu arbeiten“, lobte Direktorin Gerull. „In den Stühlen kann man auch etwas länger sitzen, was wiederum für unseren Schulalltag eine große Rolle spielt.“ Die Schule sei sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Text: Kim Gallop (HAZ), Bild: Stadt Pattensen

Rekordverdächtige Zeugnisfeier (HAZ vom 6.7.20)

Pattensen. Am Donnerstag hat die wohl ungewöhnlichste Entlassungsfeier seit Bestehen der Ernst-Reuter-Schule in Pattensen stattgefunden: In einer vier Stunden langen Veranstaltung im Altbau-Forum bekamen 78 Haupt- und Realschüler ihre Abschlusszeugnisse überreicht.

Gleich zwei Besonderheiten trafen hier aufeinander. „Aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 haben wir in diesem Jahr kein Abitur“, erläuterte der stellvertretende Direktor der Schule, Andreas Ulrich.

Der andere Umstand war der Corona-Pandemie geschuldet. Zur Einhaltung der Hygienebestimmungen erhielten die 19 Hauptschüler der Klasse 9H und die neun Schüler der 10H sowie die jeweils 25 Schüler der beiden Realschulklassen 10R1 und 10R2 ihre Abschlusszeugnisse nach den Klassen gestaffelt im Stundentakt. Um 14 Uhr begann der Festakt mit der 10R1, es folgten im Abstand die 10R2, die 9H und die 10H.

Persönliche Abschiedsworte

Im Abstand wurden dann auch auf der Bühne die einzelnen Zeugnisse überreicht. Dazu wurden jeweils drei Schüler aufgerufen, die an mit Blumen markierten Stellen in entsprechender Distanz warteten, bis sie an der Reihe waren. Dazu gab es stets persönliche Glückwunschworte und eine Rose seitens ihrer Lehrer.

Den verabschiedeten Schülern gaben nicht nur die jeweiligen Klassenlehrer und Elternvertreter, sondern auch die KGS-Schulleiterin Mirjam Gerull und Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann Worte der Anerkennung und Motivation mit auf den Weg.

Besondere Auszeichnung

„Ich werde 25 tolle Persönlichkeiten vermissen“, sagte Sonja Haenicke, Klassenlehrerin der 10R1, bereits bei der ersten Verabschiedung. Sie ehrte außerdem Fee Schulte für das mit Note 1,14 beste Zeugnis, Lucas Behling für dessen außerordentliches Engagement für die Schulgemeinschaft und Erik Körner für dessen Bühnentechnikeinsatz.

Als weitere schöne Erinnerungen an diesen besonderen Tag verbleiben den Teilnehmern – bei im Forum säuberlich in kleine, mit bunten Luftballons aufgeteilte Stuhlgruppen – eine Bilderschau der Absolventen mit jeweils einem Einschulungsfoto und einem aktuellen Bild sowie einem Schlüsselanhänger in Steuerradform. „Lasst euch nicht durchs Leben treiben. Ihr seid der Steuermann eures Lebens“, sagte Haenicke.

Bürgermeisterin Ramona Schumann freute sich über die Abschlussfeier. „Schön, dass das organisiert werden konnte und auch die Eltern mit dabei sind.“ Und an die Schüler gerichtet, sagte sie: „Es war für euch eine Zeit mit Höhen und Tiefen. Nun wünsche ich euch eine große Portion Gelassenheit, um die Entscheidungen zu treffen, die euren Lebensweg positiv beeinflussen werden.“

„Die Zeugnisübergabe an die Klassen nacheinander ermöglicht es heute, die Verabschiedungsfeier intensiver zu erleben“,sagte Mirjam Gerull und sah in der coronabedingt vierstündigen Feier zumindest auch etwas Positives. Die Zeugnisübergabe wurde dabei immer wieder musikalisch am Keyboard umrahmt von Viktoria Farkhar, unter anderem mit dem Lied „Father and Son“ von Cat Stevens.

„Mit Abstand die Besten“

Auf dem Parkplatz war zu sehen, dass sich die Schulabgänger auch in Corona-Zeiten nicht das Feiern von schönen Dingen des Lebens verderben lassen wollen.

„Trotz Corona mit Abstand die Besten“, lautete der Spruch auf dem Banner eines für den Schulabschluss dekorierten Autoanhängers. Ein roter Minithron auf ebenso rotem Teppich, umrahmt von Lorbeerbäumchen und Sonnenblumen, Luftballons und VIP-Bändchen, rundete diesen Festtagseindruck ab.

 

 

Text/Bilder: Torsten Lippelt (HAZ)

 

 

Die Absolventinnen und Absolventen der
Ernst-Reuter-Schule (KGS)

Diese Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr ihren Abschluss an der Ernst-Reuter-Schule Pattensen gemacht:

Klasse 9H: Javad Asghari, Naman Ausi, Florian Bellacerka, Christoph Ehmke, Alia Chiara Fandrich, Kevin Gruß, Faris Hajlovac, Jolina Heuer, Helin Kanar, Sarah Köhler, Maurice Meyer, Konstantinos Nitsos, Chantal Polz, Maximilian Scheunert, Adorin Seferi, Aurelia Wieliczko, Kira Wienekamp, Kevin Witt, Lisa Zenker.

Klasse 10H: Lilaf Alali, Bissan Alsoleiman, Marcel Berger, Melina Habenicht, Mariam Latsabidze, Lea-Rexa Liebetrau, Luise Miler, Ilian Pano, Justin Rössing.

Klasse 10R1: Fatmeh Abdulkader, Maryam Al-Akhammas, Nico Bauer, Lars Baumgarten, Lucas Behling, Jasmin Blank, Domenik Dinse, Alina Dörge, Patrick Fietz, Paula Grotha, Erik Körner, Luis Maurer, Niklas Mazurek, Lukas Mücke, Thomas Ribka, Nicole Sander, Lars Schöll, Fee Schulte, Ian Schumacher, Kim Simon, Arezu Teimori, Pascal Witt, Nico Witzig, Fabrice Wollenweber, Anton Wolters.

Klasse 10R2: Erik Azizi, Daniel Boot, Samantha Börner, Nabil Bouderka, Diana Gauk, Marlon Gebhardt, Mia-Sophie Hauer, Lara-Chantal Kefel, Julia Krone, Florian Liesch, Maurice Meyer-Stadie, Yahya Morad, Charlene Müller, Vanessa Nicolai, Nele Osterode, Leon Reich, Eileen Remm, Celina Rose, Niklas Schlechter, Sina Schwarzer, Melina Standau, Dustin Tewesmeier, Felix Wegner, Calvin Winkler, Rene Witt.

So will die KGS beim Stadtradeln gewinnen (HAZ vom 08.06.2020)

Die Ernst-Reuter-Schule beteiligt sich am diesjährigen Stadtradeln-Wettbewerb – und fordert andere Pattenser auf, sich dem Schulteam anzuschließen. Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, hat der Zwölftklässler Johannes Lorenz zusammen mit Mitschülern ein Video gedreht.

Am Sonntag, 7. Juni, hat die Aktion Stadtradeln begonnen. Die Region Hannover lobt in diesem Jahr erstmals einen gesonderten Schulwettbewerb mit Preisen aus. Die Ernst-Reuter-Schule geht mit einem Team an den Start. „Wir wollen die fahrradaktivste Schule in der Region werden“, sagt Lehrerin Antonie Gerharz. Dafür gibt es kreative Ideen – wie etwa ein Video von Schülern.

Etwa 100 Jungen und Mädchen, Lehrer sowie Angestellte der KGS haben sich bislang im Internet auf der Seite stadtradeln.de/pattensen für den Wettbewerb registriert. Gezählt werden sämtliche Strecken, die die Teilnehmer im Aktionszeitraum auf dem Drahtesel zurücklegen – auch abseits des Schulwegs. Die ersten Ergebnisse können sich sehen lassen: An den ersten beiden Tagen hat das KGS-Team bereits mehr als 800 Kilometer erradelt.

Das Stadtradeln sei auch in Krisenzeiten eine gute Gelegenheit, sich klimabewusst zu präsentieren. „Obwohl wir uns nicht regelmäßig sehen, können wir zeigen, dass wir eine Gemeinschaft sind und als solche Kilometer sammeln“, sagt Gerharz. Die Schule setze sich damit bewusst und aktiv für den Klimaschutz ein und trage dies auch nach außen – denn auf der Stadtradeln-Seite wird errechnet, wieviel CO2 eingespart wird, wenn man das Auto gegen ein Fahrrad eintauscht. Eltern, Verwandte und Freunde können sich dem KGS-Team per Registrierung anschließen und ebenfalls Kilometer für die Schule erradeln.

Schüler der KGS: „Es geht um Ruhm und Ehre“

Mehrere Klassen haben bereits eigene Teams gebildet. So entsteht ein schulinternenen Wettkampf. „Jeder kann sehen, wer wie viele Kilometer beigetragen hat“, sagt Reinharz. „Das ist ein Ansporn, mehr zu erradeln als die anderen Klassen.“ Die gefahrenen Kilometer kommen am Ende der ganzen Schule zugute. Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, hat die KGS mehrere Fahrräder mit Hinweisen zum Stadtradeln in der Schule positioniert.

Die Schüler unterstützen die Aktion – und werben ebenfalls auf unterschiedlichste Weise für die Teilnahme am Wettbewerb. Johannes Lorenz aus der zwölften Klasse hat mit Mitschülern aus seinem Sportkurs zum Beispiel ein Video zum Stadtradeln gedreht. Der 18-Jährige schlüpft dabei in die Rolle eines Motivationstrainers, der seine Mitschüler zur Teilnahme auffordert. „Es geht um Ruhm und Ehre“, macht Lorenz auf humorvolle Weise deutlich. Das Stadtradeln nennt er dabei kurzerhand als „exklusive Challenge“.

Sämtliche Mitschüler des Sportkurses seien an der Entstehung des Videos beteiligt gewesen. Sie agieren zum Beispiel als Mitglieder einer IT-Abteilung, die den Zuschauenden auf verständliche Weise erklären, wie sie sich zum Schulradeln anmelden können. Die Schüler haben das Video selbst geplant, gedreht und geschnitten. „Wir waren überrascht, als nach dem Wochenende auf einmal ein Video fertig war“, sagte der stellvertretende Schulleiter Andreas Ulrich erfreut. Das Ergebnis ist im Internet auf kgspattensen.de zu sehen. Auch Bürgermeisterin Ramona Schumann habe das Video bereits geteilt.

Aufforderung per Durchsage

Christian und Julia werben ebenfalls für die Aktion. Am Montag haben sie ihre Mitschüler per Lautsprecherdurchsage zum Mitmachen aufgefordert. „Ich fahre mit dem Rad oft nach Hannover“, sagte der 13-Jährige. „Es ist sehr erfrischend und einfach cool, wenn man den Wind in den Haaren spürt. Außerdem tut man etwas gegen den Klimawandel, wenn man auf das Auto verzichtet.“ Sogar auf Pannen ist er vorbereitet: „Ich habe mittlerweile immer einen Rucksack mit Flickzeug dabei.“

Auch Julia fährt fast täglich mit dem Rad. „Nach der Schule treffe ich mich oft mit Freunden zu Fahrradtouren“, sagt die 14-Jährige. „Das macht Spaß, und man kann zusammen einen schönen Nachmittag verbringen.“ Das Radeln zur Schule ist für Julia seit der ersten Klasse selbstverständlich, und auch für den Weg nach Hannover und zum Laatzener Leine-Center schwingt sie sich die Schülerin auf den Sattel.

Die meisten Kilometer hat bislang übrigens Andreas Ulrich erradelt. Der stellvertretende Schulleiter war am Sonntag mit seiner Familie mit dem Fahrrad unterwegs. „Unser Kind hat gerade im Fahrradanhänger geschlafen, wir sind dann einfach immer weitergefahren.“ 63 Kilometer seien auf dieser Tour zusammengekommen.

Die Kampagne Stadtradeln wurde vom Netzwerk Klima-Bündnis initiiert. Ziel ist es, innerhalb von 21 Tagen möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Der Wettbewerb läuft bis zum 27. Juni. Die Teilnehmer können ihre Kilometer entweder händisch auf der Internetseite stadtradeln.de eintragen oder die kostenlose App „Bike Citizens“ auf dem Smartphone installieren. Die Distanzen werden dann direkt von der App ermittelt. Zudem führt Bike Citizens die Radler über das insgesamt knapp 1000 Kilometer lange Routennetz der Region.

 

Text/Bilder: Daniel Junker (HAZ)

Sparkasse spendet 1000 Euro für Homeschooling (HAZ vom 18.05.20)

Pattensen. Pattenser Schüler werden während der Corona-Krise zum Teil über das Internet unterrichtet. Doch nicht jedem steht daheim ein geeignetes Gerät zur Verfügung. Um die Bedingungen für das sogenannte Homeschooling zu verbessern, haben nun Jessica Herrmann, die Pattenser Vertriebsdirektorin der Sparkasse Hannover, und die Kundenberaterin Heike Hache im Namen des Geldinstitutes einen Spendenscheck in Höhe von 1000 Euro an den Förderverein der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen überreicht.

„Für besondere Unterstützungen in unserem Pattenser Bereich haben wir einen kleinen Sparkassen-Spendenetat“, sagte Herrmann. Ein Spendenaufruf des Schulfördervereins an die Pattenser zur Abgabe von nicht mehr selbst benötigten Laptops, Notebooks und Tablets zugunsten bedürftiger Schüler hatte sie zur Hilfe durch ihr Geldinstitut motiviert.

„Damit können wir drei weitere Laptops für bedürftige Schüler kaufen“, sagte Gudrun Hüper, die Vorsitzende des Fördervereins, erfreut. Wie sie berichtete, hat ihr aktuell rund 170 Mitglieder zählender Förderverein bereits mehrere Geräte dafür organisieren können.

Die mobilen digitalen Endgeräte, stets mit neu installierter Software, werden den Familien vom Förderverein und auch direkt von der Schule entweder dauerhaft überlassen oder aber als Leihgabe für den Bedarfszeitraum zur Verfügung gestellt. Auch zukünftig würden Geldspenden sowie kostenlose mobile Geräte für den Onlineunterricht benötigt, heißt es.

Förderverein sucht Mitglieder

„Wir haben bis zu 80 Kinder von der fünften Klasse bis zur Oberstufe an unserer Schule, die diesbezüglich einen Bedarf haben“, ergänzt KGS-Schulleiterin Mirjam Gerull. Sie würde sich freuen, wenn die Pattenser weiterhin die Bildung des Nachwuchses fördern. „Man kann auch gern Mitglied in unserem Förderverein werden“, wirbt Hüper.

Text/Bild: Torsten Lippelt (HAZ/Leine Nachrichten)

KGS startet in einen neuen Alltag (HAZ vom 28.04.20)

Pattensen. Es ist ein Schulstart im Zeichen von Solidarität und Achtsamkeit an der Ernst-Reuter-Schule (KGS) in Pattensen. Am Montag hat für einige wenige Schüler wieder der Schulbetrieb begonnen – allerdings unter neuen Sicherheitsbedingungen.

Schulleiterin Mirjam Gerull schrieb dazu in einer E-Mail an die Schüler der betroffenen Abschlussklassen: „Auch, wenn es weit weg von einem normalen Schulgefühl sein wird, hoffen wir, dass ihr euch als Abschlussklassen sicher fühlen werdet und euch gut auf eure Prüfungen vorbereiten könnt.“

Zuvor waren zum Schutz vor dem Coronavirus die Schüler klassenweise digital unterrichtet worden. Nun gehen etwa 80 Schüler der Abschlussklassen des Haupt- und Realschulzweigs wieder in den Gebäuden am Platz St. Aubin ein und aus. Das Abitur wird im laufenden Schuljahr wegen der Umstellung von zwölf auf 13 Jahre (G8 auf G9) an der KGS Pattensen nicht abgenommen.

Wie Andreas Ulrich, der stellvertretende Direktor, berichtet, habe das Schulleitungsteam mit großem Engagement in der vergangenen Woche gemeinsam mit dem Schulträger, den Hausmeistern, den Sekretärinnen und Kollegen, dem Schulassistenten, den Sozialpädagogen und der pädagogischen Mitarbeiterin Diana Böttcher zunächst alles für die Klassen 9H, 10H, 10R1 und 10R2 vorbereitet.

Risikogruppe bleibt zu Hause

Vorbereitet werden mussten unter anderem Hygiene- und Verhaltensregeln zum Schutz vor dem Virus, neue Stundenpläne und Aufgaben für das Homeoffice. Denn einzelne Schüler, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen zur Risikogruppe gehören, kommen nicht in die Schule, werden aber trotzdem unterrichtet.

„Ebenso zählen aber auch viele aufgehängte Willkommensschilder dazu, welche in herzlicher Art und Weise die Schüler auf die neue Situation und die notwendige neue Form von Achtsamkeit hinweisen sollen“, beschreibt Ulrich die sichtbaren Veränderungen am und im Schuzentrum in Pattensen.

Direktorin Mirjam Gerull freut sich auch über die Hilfe und die Wertschätzung, die der Ernst-Reuter-Schule in diesen schwierigen Zeiten entgegengebracht wird. „Besonders dankbar sind wir für die Spende von 110 Baumwollmasken“, sagt sie.

Die Masken kommen von den Unternehmern Oliver Bartelt von Bartelt Immobilien und Martin Jausch, der Anbieter von Wildspezialitäten und Tierfutter sowie Ratsmitglied in Pattensen ist. „Was wieder einmal die große Solidarität der Stadtgesellschaft Pattensens mit unserer Schule ausdrückt“, sagt Schulleiterin Gerull.

Laut dem Niedersächsischen Kultusministerium sei das Tragen von Masken in der Schule zwar keine Pflicht, betont Gerull, dennoch werde es unter anderem für die Pausen und den Aufenthalt in gemeinschaftlich genutzten Räumen empfohlen. Man wolle daher aus Verantwortung auf den Wegen in der Schule Masken tragen, sagt sie.

Unternehmer wollen helfen

Oliver Bartelt sagt zu den Gründen für seine Spende: „Gerade in der aktuellen Zeit spielen Sicherheit und Zusammenhalt eine immer wichtigere Rolle. Wir freuen uns, dass wir mit dieser Spende an die KGS Pattensen und die Freiwillige Feuerwehr Pattensen unseren Teil dazu beitragen können.“

Martin Jausch ergänzt: „Mit der Organisation des Neustarts hat die Schule eine große Herausforderung vor der Brust. Es ist schön, dass wir mit der kleinen Spende ein wenig helfen konnten.“

Text: Kim Gallop (HAZ), Foto: Mirjam Gerull

KGS beginnt mit digitalem Unterricht (HAZ vom 22.04.20)

Bildung der Schüler erfolgt in Videokonferenzen / Auch Gruppenarbeit ist möglich
 

Pattensen. Die Lehrkräfte der KGS Pattensen haben begonnen, klassenweise digital zu unterrichten. Alle Schüler einer Klasse werden per Videokonferenz unterrichtet. „Einigen Schülern musste ich erstmal sagen, dass sie dabei nicht essen dürfen.
Das ist schließlich Unterricht“, sagt Schulleiterin Mirjam Gerull augenzwinkernd. Das gesamte Team der Ernst-Reuter-Schule will die Einschränkungen wegen des Coronavirus jetzt nutzen, um das digitale Angebot der Schule weiter auszubauen.

Gerull lobt alle 90 Mitarbeiter der Schule. „Einige sind digital affiner als andere. Doch alle zeigen sich offen, die neuen Möglichkeiten auszuprobieren“, sagt sie. Der digitale Unterricht soll jetzt für alle Schüler angeboten werden, die noch nicht wieder zur Schule gehen dürfen. Dabei entspricht der Unterrichtsplan allerdings nicht dem Standard. „So viele Stunden wie üblich werden digital nicht unterrichtet. Es kommt in dieser Zeit auch viel an Eigeninitiative auf die Schüler zu“, sagt Gerull.

Fester Terminplan

Es gibt für die Kernfächer einen festen Terminplan, an dem die Schüler an den Videokonferenzen teilnehmen müssen. „Dort bekommen sie dann auch Aufgaben, die sie bis zur nächsten digitalen Lerneinheit erledigt haben müssen“, sagt Gerull. Sogar Gruppenarbeit sei in den digitalen Lerneinheiten möglich. Einzelne Schüler können sich in Gruppen untereinander verbinden und dann zunächst abseits des Klassenverbandes arbeiten. Für die Dauer der einzelnen Einheiten ist zurzeit noch keine feste Verabredung getroffen. Der stellvertretende Schulleiter Andreas Ulrich erläutert: „Der digitale Unterricht ist für die Schüler anstrengender als die Teilnahme am Unterricht hier vor Ort. Es wird deshalb pädagogisch empfohlen, für eine Unterrichtseinheit nicht die üblichen 90 Minuten auszureizen.“

Das Land Niedersachsen hat die Datenschutzrichtlinien während der Corona-Krise gelockert. „Sonst dürften wir die Videokonferenzen gar nicht anbieten“, sagt der stellvertretende Schulleiter. Bewertet werden soll der digitale Unterricht im Normalfall nicht. Ausnahmen sind aber möglich. „Wenn ein Schüler mich bittet, seine Arbeit zu bewerten, darf ich das“, erklärt Ulrich. Gerull ergänzt, dass der digitale Unterricht den normalen nicht ersetzen kann. „Pädagogische Arbeit ist auch auf den persönlichen Kontakt im Klassenraum ausgerichtet. Jetzt in der Corona-Zeit ist der digitale Unterricht aber sinnvoll“, sagt sie. Auch nach der überstandenen Krise sollen digitale Medien weiterhin als Ergänzung mit in den Unterricht einbezogen werden.

Aber nicht alle Schüler haben bislang die erforderlichen Tablets oder Laptops. „Jeder Schüler soll die Möglichkeit haben, digital mit uns zu kommunizieren“, sagt Gerull. Die Schule bittet deshalb alle Pattenser, die nicht mehr benötigte Geräte zu Hause haben, diese zu spenden. Der Förderverein wird dann als Vermittler die Geräte an die betreffenden Schüler verteilen. Tablets und Laptops werden wochentags von 9 bis
13 Uhr auf dem Platz an der Rückseite der Schule von den ehemaligen Schülern Leon Reddersen und Janic Roller entgegengenommen. Die beiden leisten ein Jahr Bundesfreiwilligendienst an der Schule.

Onlinepräsentation ab 1. Mai

Da der Tag der offenen Tür dieses Jahr entfallen musste, wird sich die Schule auf der 2019 unter Leitung von Ulrich neu gestalteten Website www.kgspattensen.de präsentieren. „Es wird viele Videos geben, zum Beispiel von Experimenten, die wir sonst am Tag der offenen Tür vorgeführt hätten“, sagt Ulrich. Die Präsentation, die am Freitag, 1. Mai, freigeschaltet werden soll, richtet sich vor allem an die Eltern, die ihre Kinder im nächsten Jahr auf die KGS schicken wollen.

Am 8. Mai werden Mitglieder des Leitungsteams der Schule auch für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen. Eltern können sich dafür im Sekretariat unter Telefon (0 51 01) 1 00 16 10 anmelden. „Erstmals bieten wie diese Gespräche nicht nur telefonisch, sondern auf Wunsch auch als Videokonferenz an“, sagt Ulrich. Gerull bittet Eltern, ihre Kinder postalisch anzumelden. „Das ist digital nicht möglich, weil wir die Unterschrift brauchen“, sagt sie. Persönliche Anmeldungen in der Schule seien aber auch möglich.

Für die rund 80 Schüler der Abschlussklassen aus dem Haupt- und Realschulzweig wird die Schule am Montag, 27. April, wieder geöffnet. Die weiteren Klassen sollen nach dem Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums nach und nach folgen. Die Klassen werden geteilt und besuchen die Schule im Wechsel, sodass der Mindestabstand eingehalten werden kann. „Wir haben die Räume entsprechend vorbereitet. Zudem werden alle Türen in der Schule offen stehen, sodass die Schüler keine Türklinken anfassen müssen“, sagt Schulleiterin Gerull.

Text/Bild: Tobias Lehmann (HAZ)