Graue Nudeln und Begegnung im Bunker (HAZ vom 15.07.22)

Zeitzeugen Horst Gerecke und Horst Callies berichten in KGS Pattensen von ihren Kriegserlebnissen

Pattensen-Mitte. Die Schilderungen hatten die etwa 150 Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schule beeindruckt: Der Pattenser Horst Gerecke und dessen Jugendfreund Professor Horst Callies berichteten kurz vor den Sommerferien in der KGS-Aula von ihren Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus. „Bald wird es sie nicht mehr geben: Menschen, die die letzten Tage des NS-Regimes miterlebt haben“, sagte Lehrer Philipp Sölken. Er und Ann-Kathrin Giebe hatten das Zeitzeugengespräch in ihrem Geschichtskurs vorbereitet. Damit die Aussagen zu grauen Nudeln und Begegnungen im Luftschutzbunker für zukünftige Schulklassen nicht verloren gehen, wurde die Veranstaltung aufgezeichnet.

Die beiden 88-Jährigen berichteten vom ersten Kennenlernen im Luftschutzbunker in Wolfenbüttel. Beide erzählten von unterschiedlichen Erfahrungen im Grundschulalter. Während Gereckes Eltern ein Lebensmittelgeschäft betrieben und er von der Nahrungsknappheit verschont blieb, hatte Callies weniger Glück. „Ich habe eine vage Erinnerung daran, dass ich abends im Bett gelegen und gewimmert habe, weil ich Hunger hatte“, sagte Callies. Besonders der „schreckliche Geschmack“ von grauen Nudeln sei ihm im Gedächtnis geblieben: „Die haben einem den Magen vollgepappt und einem nur das Gefühl gegeben, man sei satt.“

Die Schülerinnen und Schüler wollten wissen, wie die beiden den Nationalsozialismus in ihrem Alltag erlebt hätten. Gerecke berichtete davon, wie zu Schulbeginn mit Hitlergruß das Deutschlandlied gesungen werden musste. Auch an die NS-Jugendorganisation „Jungvolk“ konnte er sich erinnern, auch wenn er aufgrund seiner Tuberkulose-Erkrankung um eine Mitgliedschaft herumkam. Dass diese Organisationen jedoch eine gewisse Faszination auf einen Zehnjährigen ausübte, stellte Gerecke ganz offen fest. „Heute kann ich sagen, ich war schon immer gegen das System, aber das stimmt natürlich nicht.“

„Die beiden schafften es durch solche persönlichen Einblicke, Geschichte für die Schülerinnen und Schüler vorstellbar zu machen“, sagte Sölken. Im neuen Schuljahr sollten die Themen in den Geschichtsleistungskursen weiter vertief werden, sagte Sölken. Er und Giebe legten einen Fokus auf die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg. Gedenkstättenfahrten zu den früheren Konzentrationslagern Ravensbrück und Auschwitz-Birkenau mit weiteren Zeitzeugengesprächen sind geplant.

Text: Mark Bode
Bild: Philipp Sölken

Elftklässler organisieren Klimakonferenz (HAZ vom 12.07.22)

Schüler der Ernst-Reuter-Schule trafen sich mit Vertretern anderer Schulen für Vorträge und Austausch zum Thema Klimaschutz

Pattensen-Mitte. Sie möchten die Klimaveränderungen nicht tatenlos hinnehmen: Schülerinnen und Schüler des elften Jahrgangs der Ernst-Reuter-Schule haben sich intensiv Gedanken gemacht, mit welchen Vorhaben sie etwas zum Wohle der Erde erreichen können. Schüler Fynn Wilkening hatte die Idee entwickelt, in den intensiven Austausch mit anderen Schülerinnen und Schülern zu gehen. So entwickelte er den Plan für die erste Schul-Klimakonferenz an der KGS mit Fachvortrag und Gesprächen. „Das war ganz erfolgreich“, sagte Wilkening (20) anschließend.

Der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch (SPD) hatte das Projekt „How to: Climate Change“ ins Leben gerufen, für das sich Schulen seines Wahlkreises anmelden konnten. Die KGS Pattensen hatte sich mit dem Profilkurs „Geschichtlich-soziale Weltkunde“ (GSW) angemeldet. Förderung der Elektromobilität mit mehr gebauten öffentlichen Ladesäulen, Flohmarkt zur Vermeidung von Müll und Nachhaltigkeit, Bau von Insektenhotels und Nisthilfen, Errichtung eines grünen Klassenzimmers im Freien sowie gemeinsam den Schulhof vom Müll befreien waren dabei die Ideen. Der Wettbewerb sollte ursprünglich am Dienstag, 12. Juli, mit der Preisverleihung enden. Weil Miersch nun krank ist, muss der Termin kurzfristig auf Ende August verschoben werden.

50 Schüler von vier Schulen

An der Klimakonferenz beteiligten sich rund 50 Schülerinnen und Schüler von der KGS Pattensen und Hemmingen, der IGS Nienburg und Hölty Gymnasium Wunstorf. „Wenn man sich zusammenschließt, kann man mit einer lauteren Stimme viel mehr erreichen“, sagte die Mitorganisatorin und Schülerin Marie Nast. „Es liegt an unserer Generation, Umweltschutz zu betreiben“, sagte die 17-Jährige weiter.

Beeindruckt seien Wilkening und alle anderen Anwesenden vom Vortrag von Professor Gunther Seckmeyer vom Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover. „Die Realität vor Augen zu führen, hatte alle Anwesenden mitgenommen“, sagte Wilkening. Doch das sei durchaus positiv zu bewerten, denn: „Wenn das entsprechende Bewusstsein geschaffen wurde, ist das Handeln anschließend leichter“, sagte der
20-Jährige.

Konferenz in Zukunft jährlich

Wilkening erhofft sich, diese Klimakonferenz zu einer jährlichen Veranstaltung zu entwickeln. Ziel ist, auch noch weitere Schulen mit einzubinden. Wilkening kündigte an, sich auch weiterhin in dem Bereich einzubringen und den nächsten GSW-Kurs tatkräftig bei der Organisation der nächsten Klimakonferenz zu unterstützen.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Schüler treten im Ballhof auf (HAZ vom 12.07.22)

KGS-Theatergruppe spielt Stück nach Motiven von Shakespeare, Schiller und Fontane vor 60 Gästen / Am 12. Juli ist das Stück in der Eisfabrik zu sehen

Pattensen. Etwa in der Mitte des Theaterstücks „Shut up, Bitches (oder keep sweet)“ eskaliert es. Die Stimmen der acht weiblichen Charaktere schwellen zu einem lauten Summen an, das auch Nils Felix Hartmann in seiner Rolle als Baron von Innstetten nicht mehr ignorieren kann. Er bricht auf der Bühne zusammen und hält sich verzweifelt die Hände an die Ohren. Dem zweiten männlichen Darsteller, Dimitri Melnik, geht es ähnlich. Dann schlagen die acht Mädchen und jungen Frauen ihre Puppen auf der Bühne kaputt. Die Botschaft ist klar: „Wir Frauen werden nicht mehr schweigen.“

Projekt vom Bund gefördert

Unter der Leitung von Petra Schmitmeier hat die Theater-AG der KGS Pattensen ihr neues Stück innerhalb des mit Bundesmitteln geförderten Projekts „Jugend spielt für Jugend“ im Ballhof in Hannover am Freitagabend vor mehr als 60 Gästen aufgeführt. Schmitmeier hatte das Stück nach Motiven des Buches „Wenn du geredet hättest, Desdemona“ von Christine Brückner verfasst.

In dem Stück kommen Desdemona aus Shakespeares Stück „Othello“, Luise Miller aus Schillers Stück „Kabale und Liebe“ und Effi Briest aus dem gleichnamigen Roman von Theodor Fontane ebenso zu Wort wie Königin Marie Antoinette und Maria von Nazareth, die Mutter von Jesus. Sie alle fügen sich nicht in ihr Schicksal, sondern brechen aus, klagen an.

Schmitmeier hat das Stück den fünf Hauptpersonen entsprechend episodenhaft angelegt. Sophie Stettner gibt als Desdemona gleich zu Beginn die Richtung vor: „Ich werde nicht um Hilfe rufen, aber ich werde lauter sprechen“, sagt sie bestimmt. Die Sprache wechselt in dem Stück zwischen Original-Sätzen von Shakespeare oder Schiller und einer modernen Alltagssprache. So sagen zum Beispiel die Frauen, die sich in dem Stück immer wieder zu einer Art griechischem Chor verbinden, zu Ferdinand aus „Kabale und Liebe“: „Der ist voll der Controller. Ich würde sagen Narzisst.“ Gegen Ferdinand zieht Emma Umgelder als dessen Geliebte Luise Miller ins Feld.

Figuren der Zeitgeschichte

Effi Briest wird von Emma Schlegel gespielt. Sie wirft ihren Mann, Baron von Innstetten, vor, dass er ihre Lebenslust zwar geliebt habe. „Doch dennoch wolltet ihr mich anders, von allem weniger“, sagt sie. Dann wechselt das Stück zu den realen Personen Marie Antoinette, gespielt von Sophie Gemen, und ihrer Mutter, Kaiserin Maria Theresia von Österreich, gespielt von Mia Cecile Schumacher. Hier wird ein Konflikt zwischen zwei Frauen gezeigt, der aber das gleiche Thema hat.

Marie Antoinette wurde im Alter von 14 Jahren nach Frankreich gebracht, um dort den späteren König Ludwig XVI. zu heiraten, der zu dem Zeitpunkt nur ein Jahr älter war als sie. Ihre Mutter forderte von ihr, sich an die Verhältnisse anzupassen. Doch Schauspielerin Sophie Gemen machte die Wut der Marie Antoinette darüber deutlich, in einem Land leben zu müssen, das sie nicht kennt, verheiratet „mit einem impotenten 15-Jährigen, der sich immer wieder auf mir abmüht.“

Am Ende tritt schließlich Svetlana Melnik als Maria von Nazareth auf. Auch sie reflektiert ihre ungewollte Rolle. „Niemand hat mich je gefragt, ob ich die Auserwählte sein will“, sagt sie. Bevor der Vorhang fällt, erhebt sie sich und tanzt, frei von Fesseln.

Keine Nachwuchssorgen

Für Abiturient Hartmann war es das letzte Theaterstück an der KGS. Dimitri Melnik und Stettner werden die Schule voraussichtlich im nächsten Jahr verlassen. Doch der Nachwuchs steht schon bereit. Neben den bereits genannten Schauspielerinnen sind dies auch noch die Fünftklässlerin Emma Jacobs und die Sechstklässlerin Hermine Jautzus. Eigene Sprechrollen hatten die beiden dieses Jahr noch nicht, doch sie waren unter anderem Teil des griechischen Chors.

Das Stück „Shut up, Bitches (oder keep sweet)“ wird am Dienstag,
12. Juli, um 18 und um 19.30 Uhr in der Eisfabrik in Hannover aufgeführt. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Text/Bild: Tobias Lehmann (HAZ)

Frauen holen sich ihre Stimme zurück (HAZ vom 06.07.22)

„Das musste raus“: Zehn Schülerinnen und Schüler der KGS Pattensen treten mit neuem Theaterstück im Ballhof auf

Pattensen. Was haben Desdemona, Luise Miller, Effi Briest, Marie Antoinette und Maria von Nazareth gemeinsam? Sie alle bekommen in dem neuen Theaterstück der KGS Pattensen mit dem Titel „Shut up, bitches (oder keep sweet)“ eine Stimme. Petra Schmitmeier hat als Leiterin der Theater-AG das Stück nach Motiven des Buches „Wenn du geredet hättest, Desdemona“ von Christine Brückner verfasst.

„Ich habe das Stück ,Kabale und Liebe’ von Friedrich Schiller schon mehrfach als Theaterstück gesehen. Und jedes Mal habe ich mich gefragt, warum Luise Miller so dumm ist“, sagt Schmitmeier. In dem KGS-Theaterstück sollen die fünf ausgewählten Frauen der Geschichte und der Literatur jetzt die Möglichkeit bekommen, sich frei und außerhalb gesellschaftlicher Unterdrückung zu äußern.

Fast alle Jahrgänge beteiligt

An dem Stück nehmen acht Schülerinnen und zwei Schüler aus den Jahrgängen fünf bis 13 teil. „Wir haben fast aus jedem Jahrgang einen Vertreter“, sagt Schmitmeier. Abiturient Nils Felix Hartmann übernimmt die Rolle des Barons von Instetten aus dem Roman Effi Briest, und Dimitri Melnik spielt Ferdinand, den Liebhaber und Mörder von Luise Miller in ,Kabale und Liebe’. Wie nähert man sich Rollen, die eher als antagonistische Unsympathen dargestellt werden? „Wir haben zu Beginn viel mit Körpersprache gearbeitet, um uns in die Figur hineinzufinden“, sagt Melnik. Und Schmitmeier ergänzt, dass es in dem Stück zwar viel Dialog gebe, aber Bewegung auch eine Rolle spiele. „Schauspiel ist immer auch Bewegung“, sagt sie.

Den Mädchen und jungen Frauen in dem Stück gefällt ihre Rolle. Sophie Stettner spielt Desdemona aus dem Hamlet-Stück „Othello“. „Es ist wichtig, den Frauen eine Stimme zu geben“, sagt sie auch mit dem Verweis auf aktuelle politische Entwicklungen unter anderem in den USA, in denen bereits erworbene Frauenrechte wieder zurückgenommen werden. Emma Umgelder, die Luise Miller spielt, ergänzt: „Das Stück ist ein Statement.“

Schmitmeier hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Theater-AG schon einige berührende Dramen inszeniert. Doch so deutliche gesellschaftliche Statements waren noch nicht darunter. „Es war einfach an der Zeit. Das musste raus“, sagt sie.

Kostenfreie Aufführungen

Die Theater-AG führt das Stück als Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Jugend spielt für Jugend“ im Ballhof Eins in Hannover am Freitag, 8. Juli, um 19.30 Uhr auf. Der Eintritt ist frei. Zwei weitere Aufführungen gibt es in der Eisfabrik in Hannover am Dienstag, 12. Juli, um 18 und um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Text/Bild: Tobias Lehmann (HAZ)

Zum Abschied eine Topfpflanze (HAZ vom 02.07.22)

Abschlussfeier an der KGS Pattensen / 17 Schüler schaffen Einser-Abitur / Jahrgangsbester erreicht Durchschnitt von 1,1

Pattensen. Eine letzte Aufgabe hat KGS-Schulleiterin Mirjam Gerull den Abiturienten in der Entlassungsfeier am Donnerstagabend mit auf den Weg gegeben: Sie schenkte allen eine Topfpflanze und bat darum, dass die 48 Schülerinnen und Schüler bei Instagram über den Gedeih berichten. Passend dazu erhielt die Schule von Elternsprecher Fred Oeltermann als Abschiedsgeschenk einen Apfelbaum. Alle seine sechs Kinder haben an der Schule ihren Abschluss gemacht.

Gymnasialzweigleiter Thomas Weis beglückwünschte die Schüler und nannte noch ein paar statistische Daten: Von 65 Schülerinnen und Schülern, die im Schuljahr 2013/2014 in drei Klassen an der KGS starteten, waren bis zur Oberstufe noch 30 übrig geblieben. Mit Neuzugängen startete der elfte Jahrgang dann mit 73 Schülern, von den 48 an den Prüfungen teilnahmen und alle bestanden.

Bürgermeisterin gratuliert

Bürgermeisterin Ramona Schumann gratulierte dem Jahrgangsbesten Levin Krause zu dessen Abiturnote von 1,1. Insgesamt 17 weiteren Schüler hatten eine Einser-Note. „Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,37 zählt ihr zu den besten Jahrgängen, die hier bisher ihr Abitur gemacht haben“, lobte Thomas Weis unter Publikumsapplaus. Schumann lobte in ihrer Rede das Selbstverständnis der Schule, ein aktiver Teil der Stadt Pattensen zu sein und gratulierte allen Schülern zum bestandenen Abitur. „Ihr habt jetzt frei – lasst euch Zeit beim Entscheiden, was ihr macht“, gab sie ihnen mit auf den Weg. Dabei Fehler zu machen, sei auch lehrreich.

Ausbildung für Absolventen

Die Entlassungsfeier für die insgesamt 74 Real- und Hauptschüler folgte am Freitag. „Ich freue mich über die vielen Abschlüsse, zumal dieser Jahrgang durch die Pandemie immer noch benachteiligt war. Sehr positiv ist auch, dass viele einen Ausbildungsplatz antreten und ein Teil mit dem erweiterten Realschulabschluss die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe bei uns besuchen kann“, sagte Realschulzweigleiterin Inka Hofer. 48 Realschüler haben die Schule erfolgreich abgeschlossen, 23 erreichten den erweiterten Realschulabschluss. Die Jahrgangsbeste ist Vildan Erkan mit einer Note von 1,1. Erkan wurde auch für ihren jahrelangen Einsatz im Schulsanitätsdienst geehrt.

Im Hauptschulzweig haben zwölf Schülerinnen und Schüler den Abschluss nach der 9. Klasse erreicht. Drei von ihnen beginnen eine Ausbildung, einer geht an die BBS Springe und die anderen wollen noch einen höherwertigen Abschluss an der KGS erzielen. Die Jahrgangsbesten sind Melina Immenroth (3,2) und Nico Cortnumme (2,4). Im 14-köpfigen, zehnten Hauptschul-Jahrgang sind Sara Neubert (1,93) und Marvin Schubert (2,27) die Jahrgangsbesten.

Hauptschulzweigleiter Haider Benke freut sich: „Die hohe Zahl an Ausbildungsplätzen für die 9H-Absolventen spricht für unsere erfolgreichen Projekte in der Berufsorientierung. Auch die Tatsache, dass in der 10H erweiterte Realschulabschlüsse erreicht wurden, sehe ich als sehr positiv an.“

Das sind die Abgänger

■ 9H: Lean Ahlvers, Baneen Al Seetli, Mohammad Asgari, Nico Cortnumme, Maurice Erdmann, Justin Fischer, Felix Graner, Melina Immenroth, Simon Maindock, Leland Reiter, Derek Rossel, Farhad Teimori, Emily Waldt.

■ 10H: Shawn Bilverstone, Elina Bisieva, Bleona Daci, Shane Douglas, Lennox Jacker, Rojan Kaciran, Nardos Kidane, Pryce König, Jan Meyer, Sara Neubert, Can Önel, Marvin Schubert, Vanessa Stolz.

■ 10R1: Nart Bagh, Nina Bey, Sebastian Blank, Noah Cherestal, Miruna- Elena Ciulin, Joyce Dreyer, Vildan Erkan, Nelly Fiolka, Merle Fleischmann, Nick Garlisch, Leni Geiger, Yannik Genditzki, Mariam Ghrairi, Clara Grossklags, Cindy Grotelüschen, Bendiks-Merlin Heinzel, Kilian Kröhle, Vivien Mönkemeier, Sanjay Müller, Emma Prochaska, Leonie Siebler, Ben Stettner, Pascal Totz, Valentin Voth, Niklas Wienekamp.

■ 10R2: Emely Bode, Dominick Bohnenstein, Enis Calakovic, Luisa Dittrich, Layan Eid, Kim Hammer, Timo Harder, Landon Kauz, Stella-Marie Kriese, Leonie Kroh, Cheyenne Lüdtke, Adis Papic, Fiona Saalbach, Lara-Sophie Schadenberg, Paul Schnetgöke, Stine Schöll, Chiara Severin, Linea Soltendieck, Jolina Taraks, Nick Tebelius, Louisa Teiwes, Kaja Tornow, Timon Wehrmann.

■ Q2: Victoria Anlauf, Juliette Benke, Max Bock, Luca Bode, Dennis Burmester, Ole Deubel, Vincent Gewand, Tessa Gödker, Romy Goldmann, Antonia Grönig, Chiara Grönig, Magdalena Gutekunst, Sina Harder, Luisa Harms, Jonas Hartmann, Malte Hartmann, Nils Felix Hartmann, Felix Hellmann, Tomke Helms, Nils Höfer, Felix Hübschmann, Ole Kolhoff, Lewin Krause, Lukas Kunze, Nils Lampe, Luca Lange, Tom Litwin, Sabrina Lüdtke, Jaqueline Meyer, Alexander Nartov, Kim-Lucy Nebe, Paulina Niekammer, Justin Junior Nulle, Jan-Frederik Oeltermann, Mila Revink, Rick-Martin Riebesam, Sophie von Schmieden, Timon Schnetter, Malte Schöll, Joanna Sundmacher, Joshua Sundmacher, Odin Troschitz, Paul Umgelder, Marla van Vürden, Jannis Wallenhauer, Adrian Wegener, Marie Wilde, Yannic Zielinsk.

Text/Bild: Torsten Lippelt (HAZ)

Förderverein der KGS wächst in der Corona-Zeit (HAZ vom 18.06.22)

Organisation der Ernst-Reuter-Schule präsentiert sich erstmals seit der Pandemie mit einem Konzert einer größeren Öffentlichkeit

Pattensen-Mitte. Premiere für die Oase in der KGS Pattensen: In den Entspannungs- und Begegnungsräumen in der Ernst-Reuter-Schule hat es nun zum ersten Mal ein sogenanntes Wohnzimmerkonzert gegeben. Die Einnahmen der Veranstaltung kommen dem Förderverein der Schule zugute. Deren Vorsitzende, Gudrun Hüper, erklärt, wie der Förderverein nach zwei von der Corona-Pandemie geprägten Jahren aufgestellt ist.

Musiker unterschiedlicher Richtungen waren für das Konzert
zu Gast: David Chou Lorenz präsentierte modernen Gitarrenpop, Schülersprecherin Lilli Engelhardt sang zu Pianoklängen von Elisabeth Kugele, von Jasper Schnackenberg gab es klassische Gitarrenmusik und mittelamerikanische Klängen waren von Andres Aguas und Nelson Mena zu hören. 80 Gäste waren dabei, darunter auch Hüper. „Wir sind froh, dass jetzt wieder Veranstaltungen möglich sind“, sagte sie.

Wichtige Einnahmequellen

Coronabedingt fielen in den zurückliegenden zwei Jahren mehrere Veranstaltungen aus. Dazu zählte unter anderem der sogenannte Novembertee. Dieses und andere Events seien grundsätzlich wichtige Einnahmequellen für den Förderverein der Schule, sagte Hüper. Zudem seien es Möglichkeiten, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Kurios: Obwohl dies nicht möglich gewesen war, hat die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer im Förderverein in den vergangenen Jahren zu. „Interessanterweise ist unsere Mitgliederzahl in der Corona-Zeit kräftig angestiegen“, sagte Hüper. Im Jahr 2018 besuchten etwa 900 Schülerinnen und Schüler die KGS. 150 Mitglieder hatte der Förderverein damals.

Inzwischen sind es 350 Mitglieder bei etwa 1200 Schülerinnen und Schülern. Die Vorsitzende will diese Zahl gern weiter steigern, um die eigenen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte weiterhin bei Projekten, Klassenfahrten, Vorlesungen und sportlichen Veranstaltungen unterstützen zu können. Sie lädt Interessierte ein, bei der nächsten Mitgliederversammlung am Mittwoch, 22. Juni, ab 19 Uhr inder Cafeteria der Oberstufe, im A-Gebäude dabei zu sein.

Für Sonnabend, 25. Juni, ist für die Zeit von 9 bis 12 Uhr ein Secondhandbasar in der Aula der Ernst-Reuter-Schule geplant. Angeboten werden Baby- und Kinderbekleidung, Bücher, CDs und Spielzeug.

Alle Verkäuferinnen und Verkäufer haben sich im Vorfeld dazu bereit erklärt, 20 Prozent ihrer Einnahmen an den Förderverein zu spenden.

Dieses Geld soll der Schulgarten-AG zugute kommen, kündigte Hüper an. „Wir werden ebenfalls mit einem eigenen Informationsstand beim Basar vertreten sein“, sagte sie.

Weitere Details zum Förderverein gibt es im Internet auf www.
foerderverein-ers-pattensen.de

Text/Bild: Torsten Lippelt (HAZ)

17.500 Euro fehlen für Fachraum zur Berufsorientierung (HAZ vom 10.06.22)

Ernst-Reuter-Schule will mit neuem Angebot Talent Company Schüler besser auf das Berufsleben vorbereiten und ruft Unternehmen zu Spenden auf

Pattensen-Mitte. Als „immens wichtige Schnittstelle“ bezeichnet Hans-Jürgen Rook den geplanten Fachraum an der KGS Pattensen, mit dem Schülerinnen und Schüler besser auf das Berufsleben vorbereitet werden sollen. „Schülerinnen und Schüler lernen Unternehmen besser kennen. Und anders herum“, sagt der Prokurist von JRS Prozesstechnik in Schulenburg. Das Unternehmen unterstützt die Einrichtung der sogenannten Talent Company mit 5000 Euro. Insgesamt ist ein Startkapital von 63.000 Euro nötig, um mit dem Vorhaben zu starten. Doch die Schule ist zuversichtlich, das Ziel zu erreichen. „Es fehlen nur noch 17.500 Euro“, so Schulsozialpädagogin Sylvia Mizera. Talent Company ist der Name eines Fachraums, der für Workshops und Begegnungen zur Berufsorientierung multimedial eingerichtet ist.

Für Rook sei die Talent Company für Nachwuchskräfte „die ideale Möglichkeit, sich im Vorfeld über bestimmte Berufszweige zu informieren“. Neben seinem Unternehmen haben auch der Pattenser Wirtschaftsverein Power sowie die Sparkasse und die Calenberger Backstube vierstellige Spendenbeträge gegeben. Die KGS profitiert zudem von einem Fördertopf der Strahlemann-Stiftung. Diese Organisation setzt sich bundesweit für die Förderung von Nachwuchskräften ein und kooperiert nun mit der Ernst-Reuter-Schule.

„Gespräche auf Augenhöhe“

„Es wäre sehr schade, wenn das nicht umgesetzt wird“, sagt Rook. Er sehe „sehr viel Engagement bei der Schulleitung“. In Niedersachsen gibt es bislang nur an einer Oberschule in Cloppenburg eine Talent Company. „Wir wären die Zweiten im ganzen Bundesland“, sagt Mizera. In diesem Raum sollen zukünftig lokale Unternehmen die Chance haben, sich zu präsentieren und auch Gespräche mit Schülerinnen und Schülern zu führen. „Gespräche auf Augenhöhe“ sollen das sein, sagt Schulleiterin Mirjam Gerull. Sie wolle mit diesem neuen Raum der Berufsorientierung dem Trend entgegenwirken, dass ein Großteil der Jugendlichen lange Zeit nicht wisse, welchen Weg sie nach ihrem Abschluss einschlagen möchten. „Viele Schüler sind noch orientierungslos“, sagt Gerull.

Schulabsolvent und Unternehmen sollen bestmöglich zueinander passen. Rook hofft, dass die Talent Company dazu beiträgt, die Schwierigkeiten beim Finden von geeigneten Auszubildenden zu senken. Bis es so weit ist und das Projekt tatsächlich starten kann, sind noch Spendengelder erforderlich. „Wir freuen uns auch über kleine Beträge“, sagt Mizera.

Wenn sich Unternehmen aus Pattensen oder den angrenzenden Kommunen für das Vorhaben interessieren, können sie sich mit Mizera unter Telefon (0 51 01) 1 00 16 60 oder per
E-Mail an talentcompany@kgs-
pattensen.de in Verbindung setzen. Weitere Informationen zur Talent Company gibt es im Internet unter www.strahlemann-stiftung.de.

Text: Mark Bode
Foto: Sylvia Mizera

Schüler und Lehrer steigen aufs RadSchüler und Lehrer steigen aufs Rad (HAZ vom 03.06.22)

Ernst-Reuter-Schule beteiligt sich am Stadtradeln / Auch Eltern und Freunde können teilnehmen

Pattensen-Mitte. Der Wettbewerb Stadtradeln ist gestartet. Wieder mit dabei ist in diesem Jahr die Ernst-Reuter-Schule. „Wir haben jetzt schon einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt“, sagt Lehrerin Antonia Gerharz. In den Vorjahren waren es in der Spitze 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Jetzt sind es schon mehr“, sagt sie zufrieden. Sie hofft, möglichst viele in der dreiwöchigen Aktionszeit für den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu begeistern. „Es ist eines der einfachsten Mittel, um etwas für das Klima zu tun“, sagt sie. Die Lehrerin gehe mit gutem Beispiel voran und fahre nahezu täglich mit dem Rad aus Hannover zur KGS.

Auch Schülerinnen und Schüler kommen häufig mit dem Rad zur Schule. „Man ist draußen, man bewegt sich, man tut etwas für den Körper. Das hat doch was“, sagt die Zwölftklässlerin Sophie Stettner. „Ich fahre in der Freizeit auch mal nach Hüpede oder Jeinsen“, ergänzt Laura Kauz. Die Zwölfjährige besucht die sechste Klasse. „Wir reden seit Tagen über das Stadtradeln und behandeln es auch anschließend noch im Unterricht“, sagt Lehrerin Gerharz.

Anmeldungen noch möglich

„Es müssen nicht zwingend Lehrer oder Schüler sein“, sagt Andreas Ulrich, der stellvertretende Schulleiter. „Auch Eltern, Freunde und Verwandte können sich anmelden.“ Obwohl der Wettbewerb bereits gestartet ist, sind Anmeldungen weiterhin möglich. Geradelte Kilometer können nachgetragen werden, sagt Gerharz. Und sollte die KGS am Ende nicht einen der vorderen Plätze des regionsweiten Wettbewerbs erlangen, wäre es auch nicht schlimm. „Jeder geradelte Kilometer ist ein guter Kilometer“, sagt Ulrich.

Das Stadtradeln endet am 18. Juni. Über die Internetseite der Stadtradeln-Aktion unter www.stadtradeln.de lässt sich eine App auf das Smartphone herunterladen. Damit können die Kilometer direkt eingetragen werden. Die Region Hannover bietet zusätzlich eine ebenfalls kostenlose Bike-Citizens-App an, die auf attraktive Strecken für Fahrradtouren hinweist.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Freiwilligendienst: KGS sucht Bewerber (HAZ vom 01.06.22)

Zwei frühere Schüler arbeiten ein Jahr als Bufdis an Ernst-Reuter-Schule / Nachfolger erwünscht

Pattensen-Mitte. Ob als Tröster bei Liebeskummer, als Unterstützer beim Sportunterricht oder einfach zum Quatschen über die neuesten Modetrends oder Computerspiele – die Einsatzgebiete für die Bundesfreiwilligendienste an der Ernst-Reuter-Schule in Pattensen sind vielfältig. Marco Lentz (19) und Laura Heinrich (20) sind aktuell als sogenannte Bufdis an der Schule im Einsatz. Allerdings endet ihre Tätigkeit in wenigen Monaten. Die KGS sucht deshalb junge Menschen, die ab Mitte August ihren Bundesfreiwilligendienst an der Schule verrichten möchten.

Von der fünften bis zur zehnten Klasse ist Lentz zur KGS gegangen. Dass der in Pattensen lebende
19-Jährige diese so schnell wiedersieht, hatte er nicht gedacht. „Nach meinem Fachabitur habe ich nicht gewusst, was ich machen soll“, sagt er. Er entschied sich für den Bundesfreiwilligendienst. Und bereut die Entscheidung keineswegs. „Man erlebt die alte Wirkungsstätte plötzlich aus anderer Perspektive. Das war anfangs schon etwas komisch“, sagt er. Statt einer von rund
1200 Schülerinnen und Schülern zu sein, ist er plötzlich etwas Besonderes. „Man hat eine Vorbildfunktion. Der versuche ich bestmöglich nachzukommen“, sagt er.

Ansprechpartner für alle

Heinrich nickt bei den Worten ihres Kollegen. Sie hatte die Schule in der elften und zwölften Klasse besucht. „Es ist eine gute Kombination, dass wir männlich und weiblich sind. So ist für jeden der richtige Ansprechpartner da“, sagt sie. Sie habe eher einen guten Draht zu den älteren Schülern. Lentz sei in vielen Fällen Vertrauensperson der Jüngeren.

Beide sind froh, ihre eigenen Interessen mit in die Tätigkeit einfließen zu lassen. So bezeichnet sich Lentz selbst als sportbegeistert. Deshalb unterstützt er die Lehrer gerne im Sportunterricht. „Sie sind flexibel einsetzbar. Wir brauchen sie, damit der Laden hier läuft“, sagt Schulsozialpädagogin Carina Ingles.

Sie seien bei Elterngesprächen involviert oder beaufsichtigen in den Pausen Schulbereiche oder sind bei Arbeitsgemeinschaften mittendrin. „Sie müssen Verantwortung übernehmen. Deshalb müssen sie verlässlich sein“, sagt Ingles. „Es ist bei ihnen noch nicht so lange her, dass sie bei uns auf der Schule waren. Jetzt haben sie eine andere Rolle und sind nah an den Schülern dran.“

Erfahrungen helfen im Beruf

Beide Bufdis stellen fest, dass sie im Rahmen ihrer Arbeit gereift seien. „Ich habe meine Geduld auf alle Fälle verbessert“, sagt Heinrich. „Ich wollte immer gerne viel auf einmal machen, aber ich muss auch mal durchatmen“, sagt sie. Lentz bezeichnet sich als „ruhiger Typ“. Er habe erst lernen müssen, offener zu sein, offensiv auf die Schüler und auch Lehrer sowie die Schulleitung zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Das klappe inzwischen sehr gut. „Es hilft, die soziale Kompetenz zu verbessern. Später im Berufsleben arbeitet man auch mit Kollegen“, sagt er.

Heinrich genieße diese Tätigkeit, sagt aber auch: „Die Arbeit kann ganz schön stressig werden.“ Es ist eine Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden. Obwohl es ein Freiwilligendienst ist, wird die Tätigkeit vergütet. 330 Euro gibt es im Monat dafür. „Das ist ein nettes Zubrot“, sagt Lentz. „Wenn man noch zu Hause bei den Eltern wohnt, kann man damit sehr gut leben. Es ist das erste selbst verdiente Geld“, ergänzt Heinrich.

Sie werde ab dem Spätsommer Psychologie per Fernstudium studieren. Lentz strebt eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann an.

Einfühlungsvermögen nötig

Zu den Qualifikationen der Bewerberinnen und Bewerber sagt Heinrich: „Man muss ein gewisses Einfühlungsvermögen besitzen. Man muss einerseits ruhig sein, auf der anderen Seite aber auch ein kommunikativer Mensch sein.“ Lentz ergänzt: „Für Leute, die keine sozialen Kontakte wollen, ist das nichts.“ Bezüglich der Unterstützung der Schule sind beide positiv: „Man steht nie alleine da und bekommt die Hilfe der Lehrer und der Schulleitung“, sagt Heinrich.

Wer sich für den Bundesfreiwilligendienst an der KGS interessiert, kann ein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf an Schulsozialpädagogin Susanne Farkhar per E-Mail an oase@kgs-pattensen.de senden.

Text/Bild: Mark Bode (HAZ)

Bürgermeister begeistert vom „Makerspace“ (HAZ vom 27.05.22)

Im Werkraum der Ernst-Reuter-Schule entwickeln Jugendliche Softwareprogramme und 3D-Simulationen

Pattensen-Mitte. Wo sonst Schüler schrauben, löten oder den 3D-Drucker steuern, haben sich kürzlich neun Bürgermeister niedersächsischer Kommunen getummelt. Die Delegation bewunderte den Werkraum mit dem Namen „Makerspace“ der Ernst-Reuter-Schule. „Mit dem Besuch von Projekten wie diesem möchten wir den Bürgermeistern aufzeigen, was vor Ort mit unseren Förderungen an aktuellen Entwicklungen möglich sind“, sagte Dinah Stollwerck-Bauer. Sie ist die Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung und hat die Realisierung an der KGS Pattensen mit der Fördersumme von 75 000 Euro möglich gemacht.

„Im Sinne der Grundidee von Schule im Aufbruch erhalten unsere 1100 Schüler hier Raum, Ideen projektartig zu erarbeiten“, erklärte KGS-Schulleiterin Mirjam Gerull. Ganzheitlich und nachhaltig weite sich die gesellschaftliche Bildungslandschaft in der Stadt Pattensen durch die externen Kooperationen über das Schulgelände hinaus aus.

So waren beim Bürgermeisterbesuch unter anderem mit Peter Grochowski und Jörg Stotz auch technisch versierte Mitglieder der KGS-Kooperationspartner des Modellflugclubs Pattensen und vom Ortsverband Marienburg vom Deutschen Amateurradio Club vor Ort dabei. „Es ist eine tolle Idee, die Stadtgesellschaft mit einzubinden und so zu stärken“, sagte Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD). „So wird über das Schulgebäude hinweg die gesamte Stadt zum gemeinsamen Lernort.“

3D-Simulation der Schule

Fast eine Stunde lang ließen sich die Bürgermeister – unter anderem aus Diekholzen, Hessisch Oldendorf, Sulingen, Uchte und Wunstorf – von KGS-Schülern über moderne Geräte und selbst entwickelte Softwarespielprogramme informieren. So zeigte Frederik Postler (17) an einem Modell seine Fortschritte beim elektrisch gesteuerten synchronen Öffnen und Schließen von Wohnungsfenstern für ein modernes „Smart-Home“. Jonas Nartov (17) arbeitete für zukünftige Schüler an einer 3D-Simulation der KGS Pattensen, bei der man virtuell nach Wunsch alle Räumlichkeiten der Schule kennenlernen kann.

Makerspace-Projektleiter Stefan Lampen und der Physik- und Mathematiklehrer Ralf Lürig blicken zudem voraus: In den kommenden Wochen besuchen die Neuntklässler in Zusammenhang mit dem Thema Nachhaltigkeit einen Hersteller von Bio-Kunststoff für die 3D-Drucker.

Und nach den Sommerferien startet der rund 20-köpfige Profilkurs des zehnten Jahrgangs eine „MINT-Space-Lab“-Kooperation mit Christian Schmicke von der Abteilung Maschinenbau an der Hochschule Hannover. Die Aufgabe der Schüler dabei: Aus der Ferne eine Pflanze zu überwachen und diese möglichst auch gedeihen zu lassen. Die Pflanzen sind in Räumen des Projekthauses an der Bismarckstraße untergebracht. Mit Kamera, Wassersensoren und kleinen Heizelementen können sie online kontrolliert werden.

Text/Bilder: Torsten Lippelt (HAZ)