Projekt Herausforderung

Unsere Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs werden vom 28.08.2020 bis zum 13.09.2020 (17 Tage, 11 Schultage, 2. Tag nach den Sommerferien Start) mit 130 €, ohne Handy auf Herausforderung gehen.

Begleitet werden sie dabei von StudentInnen der Universität Hannover, Lehramt Sport, die vorher ein Semester Erlebnispädagogik belegt haben. Weitere Begleiter können sein: ErzieherInnen im 2. Jahr der Ausbildung, Azubis, Freiwillige aus Pattensen und Umgebung. Diese weiteren Begleiter erhalten ebenfalls eine Kurzausbildung in ihre Rolle als Begleiter. Die Begleiter werden ein Handy dabei haben, um erreichbar zu sein und selber notfalls handeln zu können.

Vorbereitet wird das Projekt aktuell im Rahmen des Projektunterrichtes in Jahrgang 8, welcher bei einem Klassenlehrer stattfindet sowie weiteren Lehrkräften aus dem Herausforderungsteam und externen Partnern.

Nachbereitet wird das Projekt am 14.+15.09.2020 und endet am 15.09.2020 mit einem Campus Herausforderung, der von Eltern und anderen Jahrgängen besucht werden kann.

Geplant ist eine wissenschaftliche Begleitung durch die Bergische Universität Wuppertal (Dr. Mathias Rürup, Institut für Bildungsforschung).

  • Potenziale entdecken!
  • Visionen entwickeln und verfolgen
  • Ziele selbst stecken
  • eigene Grenzen überschreiten
  • Frust aushalten und überwinden
  • Chaos und Scheitern aushalten
  • unerwartete Probleme lösen
  • Teamfähigkeit
  • bei sich sein und die Welt wahrnehmen, ohne Handy
  • andere Menschen sind nett (Schlafplatz)
  • loslassen (Eltern und Lehrkräfte)
  • zutrauen (Eltern und Lehrkräfte)
  • Sie bekommen ein verändertes Kind zurück (Eltern und Lehrkräfte)
  • Kernzeit Pubertät! Eigentlich haben Jugendliche andere Entwicklungsaufgaben, als wir ihnen in der Schule geben. Sie benötigen eigentlich einen anderen Erfahrungs- und Lebensraum als das System Schule.
  • Hartmut von Hentig (Erziehungswissenschaftler, Reformpädagoge und Begründer der Laborschule Bielefeld) forderte 1993 in „Bewährung. Von der nützlichen Erfahrung nützlich zu sein“ die Schule 1-2 Jahre auszusetzen, auf Wanderschaft zu gehen und dabei selbst organisierte Landschulheime zu etablieren.
  • Die Bildungsinnovatorin und Begründerin der Initiative Schule im Aufbruch Margret Rasfeld schreibt zusammen mit Stephan Breidenbach in „Schulen im Aufbruch. Eine Anstiftung“: Wichtiger ist jetzt etwas anderes: Selbsterprobung, die Beziehung zu anderen Menschen, die Emanzipation von denen, die einen bisher bestimmt, erzogen, bevormundet haben. […] Jetzt brauchen die jungen Menschen Erlebnis, Abenteuer, Aufgaben …“  (München: Kösel Verlag 2014)
  • Die geplante wissenschaftliche Begleitung  und Evaluation durch die Bergische Universität Wuppertal beantwortet die Frage in diesem Papier.

Ja! Das größte Vorbild hierfür ist die Evangelische Schule Berlin Zentrum, aber auch in Niedersachsen gibt es mittlerweile viele Schulen, die ihre Schüler auf Herausforderung schicken; darunter zum Beispiel die IGS Oyten. Deutschlandweit sind es mittlerweile bereits über 50 Schulen.

Dadurch, dass wir uns gerade in der Vorbereitungsphase des ersten Durchlaufs befinden, können wir an dieser Stelle nur ein paar konzeptionelle Gedanken präsentieren. Sobald wir erste Fotos, Videos etc. haben, werden wir sie an dieser Stelle veröffentlichen.

Ansprechpartner

Haider Benke

Stellvertretend für das Thementeam Herausforderung, in dem auch Eltern und Schüler vertreten sind, fungiert unser Hauptschulzweigleiter Herr Benke als Ansprechpartner für Rückfragen.